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#57 Borderline - Selbstheilung jetzt aktiv angehen

Borderline Persönlichkeitsstörung | Emotional instabile Persönlichkeitsstörung Selbstheilung jetzt aktiv angehen

Hallo Du wundervoller Mensch, schön, dass Du hier bist!

 

Gerade in den letzten Wochen sind vermehrt Menschen auf mich zu gekommen, die unter den Symptomen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leiden, wie z.B. einem unerträglichen emotionalen Zustand, die von ihren eigen Gefühlen extrem beherrscht werden und große Probleme mit Gefühlen, wie z.B. Wut, Verzweiflung, Angst oder auch einer inneren Leere haben, unter großen Selbstzweifeln und Schuldgefühlen leiden und dadurch natürlich auch ihr Leben und menschliche Beziehungen überhaupt nicht glücklich und erfüllt erleben können, sondern ganz im Gegenteil. Das ganze gesellschaftliche und soziale Leben ist eigentlich nur noch ein Kampf, bei dem es ums Überleben geht. Oft ist es auch so, dass diese Menschen von einem Psychiater oder Psychotherapeuten zum nächsten rennen, ihnen aber irgendwie nichts wirklich helfen kann.

 

Doch es muss nicht immer so weiter gehen. Es gibt Möglichkeiten und Wege diese Störung in sich zu heilen. Wir müssen nicht in diesem Zustand unser Leben verbringen, wenn wir dieses Thema selbstverantwortlich angehen und wirklich täglich an unserem neuen Zustand, den wir uns wünschen, arbeiten und trainieren. Ich bin keine Ärztin, Psychiaterin oder Psychotherapeutin und spreche in diesem Podcast hauptsächlich über meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse und auch nur Menschen an, die sich wirklich verändern möchten, bereit sind, die volle Verantwortung für Ihren Zustand selbst zu übernehmen und sich inspirieren lassen möchten, es vielleicht einmal auf eine andere Weise zu versuchen, ihren Zustand zu verändern.

 

Diese Podcastfolge ist wieder eine Sammlung von Sprachnachrichten von mir, die im persönlichen Kontakt mit genau solchen Menschen entstanden sind und ich hoffe natürlich, dass auch Du hier viele wertvoller Erkenntnisse für Dich mitnehmen kannst.

 

Du erfährst in dieser Folge u.a.

  • warum es meiner Meinung keinen Sinn macht, den Weg der Selbstheilung mit einer Psychoanalyse zu starten
  • was die ersten Schritte auf Deinem Heilungsweg sein könnten
  • warum es so wichtig ist, Dein Denken zu erkennen und selbst aktiv und bewusst zu verändern
  • warum es genauso wichtig ist, täglich immer wieder zu überprüfen, wohin Du Deine Aufmerksamkeit richtest
  • wie der emotional instabile Zustand meiner Meinung nach zustande kommt
  • welche Methode mir geholfen hat, mich von schwierigen emotionalen Zuständen, wie z.B. Panikattacken zu befreien
  • was für mich ein Borderliner ist
  • welche Routinen mir geholfen haben, täglich an meiner Selbstheilung zu arbeiten. 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

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Übernimmst Du die wirklich volle Verantwortung für Deinen Zustand?

Oft ist es so, dass gerade Menschen mit einer Borderline-Störung schon wahnsinnig viel versucht und auch wahnsinnig viel wieder abgebrochen haben, weil ihnen z.B. die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse oder der Klinikaufenthalt nicht wirklich geholfen haben, ihren Zustand zu verändern. Die Wahrheit ist, dass uns diese Wege auch nicht wirklich helfen werden, wenn wir es selbst nicht in die Hand nehmen, wirklich täglich an der Veränderung unseres Zustandes zu arbeiten. Deshalb macht es Sinn einmal über die folgenden Fragen nachzudenken und am besten schriftlich zu beantworten:

  • Was erwartest Du Dir von einer Therapie, einem Klinikaufenthalt oder einem Besuch beim Psychiater?
  • Was hast Du wirklich schon täglich selbst aktiv für die Veränderung Deines Zustandes getan, außer zu einem Therapeuten in die Behandlung zu gehen?

Welche Vorgehensweise macht wirklich Sinn, um Deinen Zustand zu verändern?

Meiner Erfahrung nach macht es wenig Sinn, eine Psychoanalyse zu machen, solange man sich noch in einem labilen und instabilen Zustand befindet. Denn in diesem Zustand auch noch in den tiefen seiner Seele nach möglichen Ursachen für den eigenen Zustand zu suchen, hilft meiner Meinung nach nicht wirklich dabei, den Zustand zu verändern. Ganz im Gegenteil. Das kann den Zustand meiner Meinung nach sogar noch verschlimmern, weil man in einem labilen Zustand nicht in der Lage ist, mit überraschenden Erkenntnissen, die sich tief in einem befinden können, zurechtzukommen.

 

Deshalb richte Deinen Fokus zuerst einmal nicht auf die Suche danach, warum Du so bist, wie Du bist, sondern vielmehr darauf, Dir jetzt zuerst einmal den Zustand aufzubauen, wie Du sein möchtest. Das bedeutet, überlege Dir ganz genau, wer Du als Mensch sein möchtest, welche Eigenschaften Du haben möchtest, wie Du in Deinem Leben sein möchtest und baue Dir dieses Selbst in den nächsten Monaten und Jahren immer mehr auf. (Diese Übung hilft Dir dabei, hier Klarheit zu gewinnen.)

Welche Gedanken denkst Du täglich?

Ein Hauptgrund, warum wir uns in der emotional instabilen Störung so schlecht fühlen, sind unsere selbstzerstörerischen Gedanken, die wir täglich denken. Doch wir müssen nicht so über uns denken. Wir müssen uns nicht in Gedanken selbst schlecht machen, nur weil wir Dinge aus unserer Vergangenheit bereuen. Wir müssen uns gedanklich nicht verurteilen, niedermachen und uns Vorwürfe machen. Genauso wenig müssen wir an längst vergangene Erlebnisse denken, in denen uns Schlimmes angetan wurde. Denn daran gedanklich festzuhalten, ist, als würden wir dieses Erlebnis immer und immer wieder erleben, obwohl es längst vorbei ist. Schlechte Gedanken über die Welt, die Menschen darauf und uns selbst dient weder uns selbst, noch den anderen, noch der Welt. Einzig und alleine was wirklich zählt, ist, dass wir heute hier sind und es ab heute anders machen können. Wir können anfangen, eine neue Art des Denkens über uns, die anderen und die Welt zu lernen.

 

Hier kannst Du ganz konkret vorgehen, indem Du alle destruktiven Gedanken, die Du denkst, jeden Tag ganz aktiv und bewusst unterbrichst, z.B. mit einem Stopp-Signal. Wenn Dir auffällt, dass Du in einer negativen Gedankenspirale hängst, sagt Du hierfür tatsächlich laut "Stopp!" und stellst Dir vielleicht sogar gedanklich ein Stoppschild vor. Anschließend kannst Du Dich ganz bewusst auf die Sache konzentrieren, die Du gerade machst oder neue Gedanken wählen, die Dir und Deiner Heilung dienen.

 

Ganz wichtig ist es auch, von dem Dauerdenken wegzukommen und Achtsamkeit zu trainieren. Denn viel zu denken, ist dass, was sehr stresst und wenn wir mal ganz ehrlich sind, sind die Gedanken, die wir denken oft eher destruktiv, als konstruktiv. Vieles, dass wir denken, ist absolut sinnlos und überhaupt nicht nötig. Wenn man aufhört zu denken, kann man nicht gestresst sein. Wie Du Achtsamkeit trainieren kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Bist Du mit Dir selbst bewusst verbunden?

Bevor Du Dich auf Deine Gefühle einlassen kannst, ist es meiner Meinung nach sinnvoll, zuerst einmal zu lernen, einen bewussten Kontakt mit Dir selbst herzustellen, Dich selbst ganz bewusst wahrzunehmen und auch ganz aktiv an Deiner Selbstliebe zu arbeiten. Hierfür kannst Du Dich z.B. einmal vor einen Spiegel stellen, Dir selbst ganz tief in die Augen sehen und Dir sagen: Ich liebe Dich. Es kann gut sein, dass dann eine Emotion oder ein Schmerz in Dir hochkommt. Das, was kommt, darf dann auch da sein und Du solltest das unbedingt zulassen. Und damit siehst Du ja auch, was jetzt erst einmal zu tun ist.

 

In der Borderline-Störung fühlen wir uns häufig nur deshalb irgendwann innerlich leer, weil wir nicht bewusst bei uns sind, sondern den Kontakt zu uns selbst verloren haben. Um die Selbstwahrnehmung zu trainieren, kannst Du Dich zum Beispiel täglich selbst wie ein Detektiv beobachten. Das heißt, Du konzentrierst Dich tagsüber immer wieder ganz bewusst auf Deinen Körper und Deine Atmung und spürst, wie es sich anfühlt, wenn Dein Atem in Dich hineinfließt und wieder hinaus.

Welche Gefühle fühlst Du täglich?

Ein weiterer Grund, weshalb wir in den emotional instabilen Zustand geraten, ist, dass wir die Gefühle, die wir nicht fühlen möchten, für die wir uns vielleicht sogar schämen und selbst ablehnen, wie z.B. Wut, Hass, Neid, Eifersucht etc., nicht zulassen können, sondern oft über Jahre verdrängen. Dieser innere Kampf gegen unsere eigenen Gefühle, ist genau dass, was die Sache irgendwann zu unerträglich macht. Es sind nicht die Gefühle, die uns in den instabilen Zustand bringen, sondern unsere eigene Abwehr gegen diese Gefühle.

 

Deshalb ist es ganz wichtig zu lernen, die Gefühle, die Du verdrängst, eben nicht mehr zu verdrängen, sondern zuzulassen. Dies kannst Du am besten Zuhause üben. Wenn Du Dich z.B. Zuhause in einem emotional schwierigen Zustand befindest, indem Du z.B. sehr hektisch und panisch wirst, solltest Du nicht mehr herumzulaufen, sondern tatsächlich stehenbleiben, Dich auf eine Matte auf den Boden legen und hier versuchen Deine Muskulatur bewusst locker zu machen und immer tiefer zu atmen. Denn, wenn Dein Körper sich entspannt, dann entspannt sich auch der Rest von Dir.

 

Wenn Du draußen in einen emotional schwierigen Zustand gerätst, ist es sinnvoll Dich, so weit wie möglich, in diesen Situationen zurückzuziehen. Indem Du z.B. in ein separates Zimmer gehst, oder wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, Dich auf die Toilette zurückziehst und Dich hier auf den Klodeckel setzt und auch hier versuchst Deinen Körper locker zu machen und immer tiefer zu atmen.

Wohin richtest Du Dein Aufmerksamkeit?

Um jetzt Deinen Zustand wirklich ins Positive verändern zu können, ist es ganz wichtig, dass Du die nächsten Monate Deine Aufmerksamkeit und Deinen Fokus nicht mehr darauf richtest, was Du nicht mehr möchtest in Deinem Leben, sondern nur noch dahin, was Du erreichen möchtest. Versuche Deine Konzentration nicht mehr die Schuldgefühle und das Leid zu richten, sondern all das Negative jetzt erst einmal aus Deinen Gedanken zu streichen und Deine Aufmerksamkeit nur noch dahin zu richten, wo Du hinkommen möchtest, wie z.B. zu Frieden, Liebe und Freude.

Wie verhältst Du Dich, Dir selbst und anderen gegenüber?

Wir denken oft, dass unsere Gefühle an allem Schuld sind und wünschen uns manchmal vielleicht sogar, nichts mehr zu fühlen. Und weil wir das glauben, entwickeln wir in uns oft den Gedanken, unsere Gefühle kontrollieren zu müssen. Doch das Problem sind in Wahrheit überhaupt nicht unsere Gefühle, sondern unser Verhalten. Denn:

  • Was passiert denn, wenn Du die Kontrolle über Deine Gefühle verlierst?

Vielleicht richtest Du dann Schaden an, gegenüber Dir selbst und gegenüber anderen. Es ist also gar nicht unser Gefühl, vor dem wir Angst haben sollten, dass etwas Schlimmes geschieht, sondern viel mehr unser eigenes Verhalten. 

 

Das große Dilemma an der ganzen Sache ist, dass es häufig erst zu einem unüberlegten und verletzenden Verhalten kommt, weil wir unsere Gefühle, wie z.B. der Wut, Eifersucht oder des Hasses über viele Jahre verdrängen. Denn, weil wir diese Gefühle so stark verdrängen, kommt es in uns irgendwann zu extremen Energiestaus. Das kann man in etwa wie mit einem Vulkan vergleichen, der brodelt und brodelt und irgendwann kurz vor dem Ausbruch steht. Und weil dieser Vulkan eben kurz vor dem Ausbruch steht, reicht dann oft eine Kleinigkeit, z.B. ein Verhalten von jemanden uns gegenüber, ein Wort, ein Blick - und der Vulkan bricht aus: Wir tun irgendetwas, was uns selbst oder einem anderen schadet.

 

Wenn wir lernen, all unsere Gefühle anzunehmen und auch zuzulassen, dann kommt es erst gar nicht mehr zu der Situation, dass wir kurz vor dem Ausbruch stehen. Alle Gefühle zuzulassen, bedeutet nicht, einen Wutanfall nach dem nächsten zu bekommen und die ganze Wut an andere auszulassen. Sondern, z.B. richtig wütend zu sein und währenddessen gegen einen Boxsack zu schlagen. Also uns etwas zu suchen, wie wir alle Gefühle zulassen können, ohne anderen zu schaden.

Was unterdrückst Du wirklich?

Wenn wir unsere Gefühle unterdrücken, dann hat das natürlich einen Grund. Häufig steht mit den Gefühlen, die wir verdrängen eine Erfahrung in Verbindung, die damals diese Gefühle in uns ausgelöst hat. Diese Erfahrung war so traumatisch für uns, dass wir sie nicht erleben möchten und die Gefühle, die damit in Verbindung stehen, verdrängen.

 

Wenn wir in einer Familie aufgewachsen sind, in der es starke Glaubens-Konstrukte gab, in Bezug auf: 'Was ist gut und was ist böse. Und Böse darf nicht sein und ist etwas Schlechtes', kann es auch sein, das wir das Menschsein an sich ablehnen. In diesen Familien mussten wir häufig brave und liebe Kinder sein und alles andere war schlecht und verboten und wir wurden eventuell sogar dafür bestraft. Die Folge daraus ist, dass wir eine große Angst gegenüber allem, was "böse" ist (wie z.B. Wut, Hass, Eifersucht etc.) entwickeln.

 

Fakt ist aber, dass wir Menschen sind und nicht nur gut, sondern auch böse sind und solange wir uns gegen diesen bösen Anteil in uns wehren, wird dieser Anteil sich immer irgendwie seinen Weg suchen und wir werden häufig im Außen oder über unsere Gedanken damit konfrontiert. Das bedeutet, es verhalten sich Menschen uns gegenüber schlecht oder wir denken "böse" Gedanken, die uns erschrecken und Angst machen.

 

Im Endeffekt geht es darum, mit diesem dunklen Anteil in uns Frieden zu schließen und auch all das anzunehmen, was wir ablehnen, denn die große Polarität von Licht und Schatten macht das Leben ja erst möglich. Wenn die dunkle Seite nicht da wäre, dann wären wir überhaupt nicht hier und würden auch dieses Leben nicht erfahren. Genau das macht das Leben in seiner Vielfältigkeit erst möglich. Nur weil es die Polarität gibt, können wir an uns wachsen und uns entwickeln und Schmerz, genauso wie Liebe erfahren.

Was ist meiner Meinung nach ein Borderliner?

Ein Borderliner ist meiner Meinung nach ein Grenzgänger zwischen genau diesen beiden Polen, zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen, zwischen Licht und Schatten. Ein Grenzgänger zwischen der großen Polarität, die das Leben erst möglich macht. Eine Grenze ist aber nicht unbedingt etwas, dass zwei Dinge voneinander trennt, sondern eine Grenze ist auch immer ein Verbindungsstück. Das bedeutet, ein Borderliner ist in meinen Augen jemand, der genau diese beiden Teile der großen Polarität zusammenbringt. Der Licht und Schatten vereint. Denn mit der Vereinigung der Gegensätze, stehe ich festverwurzelt auf der Erde und bin gleichzeitig verbunden mit der allumfassenden Liebe, die alles durchströmt. Wie ein Baum, dessen Äste im Wind hin und her wiegen. Es werden Stürme kommen, doch ich stehe fest auf dem Boden und meine Äste tanzen mit den Winden den Tanz des Lebens. Ich lasse los und tauche ein in alles, was das Leben für mich bereithält.

Wie gehst Du mit Deinen Ängsten um?

Angst funktioniert so, dass sie sich immer verstärkt, wenn wir die Dinge, vor denen wir Angst haben, vermeiden. Denn die Angst "denkt", wenn wir die Dinge vermeiden, dass sie sozusagen berechtigt ist und verstärkt und verstärkt sich aufgrund dessen bis hin zu Panikattacken. Eine Angst kann man nur überwinden, wenn man sich dem, wovor man Angst hat, in ganz kleinen Schritten wieder nähert. 

 

Das bedeutet, wenn Du Deine Ängste abbauen möchtest, solltest Du immer wieder in ganz kleinen Schritten Dinge tun, die Dich ein bisschen herausfordern und wo Du mutig sein musst. Hier kannst Du z.B. mit Dingen anfangen, bei denen Du vom Kopf her weißt, dass Dir, wenn Du das tust, nicht wirklich etwas passieren kann. Ein zusätzlicher positiver Effekt an dieser Vorgehensweise, ist, dass Du damit auch gleichzeitig Dein Selbstvertrauen aufbauen wirst. Denn Selbstvertrauen baut sich auf, wenn man Dinge tut, die man sich traut.

Was tust Du täglich für Deinen Zustand?

Um in Verbindung mit Dir zu kommen, Ruhe in Dir aufzubauen und in eine Wertschätzung gegenüber Dir selbst zu kommen, solltest Du Dir eine Entspannungsübung aussuchen, die Du täglich praktizierst. Außerdem solltet Du Dir Gedanken darüber machen, was Du täglich tun kannst, um in Dir Frieden zu spüren. Was gibt Dir Frieden? Wo findest Du Frieden in einem Sinn der Dir nicht schadet? Vielleicht möchtest Du einen täglichen Spaziergang im Wald für Deine Selbstfürsorge machen und hier ganz bewusst die Verbindung zu Dir und der Natur üben.

Der Weg ist das Ziel

Das Allerwichtigste ist, geduldig zu sein und immer weiter zu machen. Selbstheilung braucht Zeit. Es werden Rückschläge kommen und weil wir in der Störung häufig schwarz-weiß-denken, sehen wir die Fortschritte dann nicht mehr und glauben oft, dass das alles doch überhaupt nichts bringt. Aber es bringt etwas. Auch ich hatte tausend Rückschläge und ich habe tausend mal gedacht, dass das doch alles nichts bringt, doch ich habe einfach trotzdem immer weiter gemacht und mir letzten Endes einen Zustand erschaffen, indem ich leben möchte. Du hast wirklich überhaupt nichts zu verlieren, sondern nur ganz viel zu gewinnen, wenn Du immer weiter übst.

 

Die Liebe zum Leben war niemals mein Antrieb, wenn ich ehrlich bin. Ich habe eher immer gedacht: Oh mein Gott, wo bin ich hier gelandet?! Es gibt jetzt genau drei Optionen, die mir zur Verfügung stehen. Entweder ich mache dem Leid ein Ende und entscheide mich jetzt diesen Planeten zu verlassen, oder ich verbringe weitere 30, 40 Jahre in einem sehr leid- und schmerzhaften Zustand oder, jetzt bin ich schon mal hier, jetzt mache ich das Beste daraus. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden und diese Entscheidung niemals bereut, denn langsam fängt es an, mir hier wirklich zu gefallen. Und das wünsche ich mir auch für Dich. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du anfängst, Deinen Platz hier auf der Erde in Würde einzunehmen und zu tun, wofür Du hier bist: Dieses Leben in all seiner Vielfältigkeit zu erfahren.

Weitere Inhalte aus dieser Podcastfolge findest Du hier:

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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Kommentare: 3
  • #1

    Anja (Sonntag, 07 März 2021 22:23)

    Hallo liebe Andrea, vielen Dank für dich und deine Arbeit!:) Ich habe eine Frage zu Routinen. Ich wünsche mir manchmal einen Partner oder ein Team mit dem ich eine neue Routine über längere zeit üben kann, bis sie sich festigt. Ist das möglich oder funktioniert die routine dann nur zusammen mit jemand anderem? Ich kann mir schon vorstellen, dass man die Aktivität wie zB eine tägliche Meditation oder sport dann vllt von dem anderen abhängig macht, andererseits habe ich als Kind das regelmäßige Zähneputzen ja auch nicht alleine begonnen und trotzdem kann ich es bis heute alleine beibehalten. Was meinst du? Liebe Grüße<3

  • #2

    Andrea Hein (Montag, 08 März 2021 06:52)

    Liebe Anja,
    es spricht nichts dagegen neue Routinen, die Dir schwer fallen, wie z.B. Anzufangen Sport zu treiben, Deine Ernährung umzustellen etc. mit einer Gruppe von Gleichgesinnten zu starten. Es kommt halt immer darauf an, warum Du es wirklich mit jemanden zusammen machen möchtest. Wenn Du grundsätzlich nicht gerne alleine bist oder Dich nur mit Dir alleine nicht motivieren kannst, dann solltest Du Dir meiner Erfahrung nach, genau deshalb auch Routinen suchen, in denen Du Deine Zeit nur mit Dir tatsächlich ganz bewusst übst und auch mal übst, etwas nur für Dich und nur mit Dir zu starten, zu machen und auch durchzuziehen. Das darf schön sein. Es hat auch etwas mit einer Wertschätzung gegenüber Dir selbst zu tun, Dich zu motivieren, Dir Deine Routinen aufzubauen und als Zeit mit Dir alleine zu praktizieren. Gerade wenn Du das alleine "schaffst", unterstützt Dich das auch sehr in Deinem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
    Herzliche Grüße und alles Liebe für Dich, Andrea

  • #3

    Anja (Sonntag, 28 März 2021 11:48)

    Vielen Dank, das zeigt mir wie wichtig es für mich ist die Balance zwischen Kontakte haben und selbstständig sein zu finden�