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Die Psychoanalyse

"Where focus goes, energy flows." (Tony Robbins)

  

Die Psychoanalyse (aus dem Altgriechischem übersetzt in etwa „die Enträtselung der Seele“) ist eine psychotherapeutische Behandlungsform und Methode zur Selbsterfahrung, die um 1890 von dem Wiener Neurologen Sigmund Freud begründet wurde. Aus der Psychoanalyse haben sich später die verschiedenen Schulen der Tiefenpsychologie entwickelt. 

 

Wenn man sich mit den Hintergründen der Psychoanalyse befasst, dann hört sich die Vorgehensweise vernünftig und wirksam an. Deshalb möchte ich betonen, dass ich in diesem Artikel lediglich über meine Sicht der Dinge, darüber wie ich die Psychoanalyse wahrgenommen habe, berichte. 

 

Meine Erfahrung mit der Psychoanalyse habe ich vor etwa 15 Jahren gemacht. Es ist also schon eine ganze Weile her. Für die Psychoanalyse besuchte ich über einen Zeitraum von etwa 9 Monaten zwei mal die Woche eine erfahrene Therapeutin. Die Sitzungen liefen so ab, dass ich mich entweder ganz klassisch auf eine Liege legte, oder auf einen Stuhl setzte, um von mir zu erzählen. Ich redete und die Psychotherapeutin hörte mir zu. Ganz selten kam es vor, dass die Therapeutin einmal nachfragte. Selbst, wenn das Gespräch ins Stocken geriet und ich nichts zu sagen hatte, sagte die Therapeutin nichts. Es war Phasenweise minutenlang Stille, wenn ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Da ich ein sehr offener Mensch bin und kein Problem damit habe von mir zu erzählen, verliefen die ersten Sitzungen kurzweilig. Doch irgendwann hatte ich, meiner Meinung nach, alles Wichtige erzählt und erhoffte mir Tipps oder Ratschläge. Doch die gab es nicht. Die Therapie bestand daraus, dass ich erzählen sollte. Dadurch, dass ich nach ein paar Monaten nicht mehr wusste, was ich noch sagen sollte, wurden die Sitzungen im Laufe der Zeit immer zäher. Ich zerredete im wahrsten Sinne des Wortes meine Vergangenheit. Mit den Monaten verspüre ich keine Verbesserung, sondern eher eine Verschlechterung meines Zustandes. Die letzten Sitzungen saß ich schweigend da, weil ich einfach nicht mehr mehr wusste, was ich noch sagen sollte. Dies war letzten Endes der Grund dafür, dass ich die Therapie schließlich abgebrochen habe. 

 

Natürlich kann es erleichternd sein, von vergangenen schlimmen Erlebnissen zu erzählen. Sich also sein Leid von der Seele zu reden. Dies konnte ich damals sehr gut bei meiner Freundin. Was ich in der Therapie erzählte, erzählte ich also nicht das erste mal. Vielleicht hat das den Erfolg beeinträchtigt? 

 

In der Psychoanalyse ging es hauptsächlich darum, von vergangenen Erlebnissen oder Ereignissen zu erzählen, von denen ich dachte, dass sie eventuell für meinen Zustand verantwortlich sein könnten.

 

"Dahin, wo Du Deine Aufmerksamkeit richtet, davon entsteht mehr."

 

Wer immer wieder von seinem Leid spricht, redet es sich damit nicht mehr von der Seele, sondern verstärkt es meiner Meinung nach damit noch. Solange man in der Vergangenheit nach Ursachen wühlt, ist der Fokus voll auf das Leid gerichtet. Dies mag kurzfristig Sinn machen, um Zusammenhänge zu erkennen, doch eine Psychoanalyse dauert in der Regel mehrere Jahre. Das heißt, Dein Fokus ist über mehrere Jahre auf Deine Probleme gerichtet. 

 

Hier stellt sich für mich die Frage: Wie willst Du Dir ein freudvolles Leben erschaffen, wenn Du Deinen Fokus über Jahre auf die Leiden Deiner Seele richtest? 

 

Meiner Meinung nach ist es gar nicht notwendig alle vergangenen Hintergründe zu wissen, um sich ein erfülltes und glückliches Leben zu erschaffen. Man kann sowieso nie alles herausfinden, denn prägende Erlebnisse können schon im Kleinkindalter stattgefunden haben.

 

Außerdem fördert meiner Meinung nach eine Psychoanalyse die Opferrolle. Denn solange Du in Deiner Vergangenheit nach den Ursachen Deines Leidens wühlst, wirst Du immer Opfer sein und Dich selbst bemitleiden. Ein weiteres Problem ist, dass Du ja nur Deine Sicht der Dinge erzählst. So wie Du die Vergangenheit siehst und erzählst, so ist aber nicht die Wirklichkeit. Du siehst nie was wirklich war. Du siehst immer nur Deine Bewertung von dem, was war. Gerade im späteren Befassen mit den Themen der Vergangenheit können die Geschichten total verzerrt werden. 

 

Da ich die Therapie abgebrochen habe, kann ich nicht beurteilen, wie es weiter gegangen wäre. Mir hat damals gefehlt, dass die Ursachen, die man gefunden hat, transformiert wurden. Wenn man schon die schrecklichen Erlebnisse durchwühlt und nach oben holt, dann wäre es doch vorteilhaft, den Ursachen allen Leidens einen positiven Sinn einzuhauchen und sie somit zu transformieren. Doch das ist nicht geschehen. Die Psychotherapeutin saß nur da und hörte zu.

 

Erst über meine persönliche Weiterentwicklung habe ich erkannt, dass all die Dinge, die ich erlebt habe, ob gut oder schlecht, richtig waren. Denn sie haben mich genau zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. 

 

Gerade unsere größten Krisen, die Momente, an denen wir dachten, es geht nicht weiter, sind die Momente, in denen wir am meisten über uns lernen können. In jeder Situation unseres Lebens, haben wir immer die Wahl, wir darüber denken möchten. Ob wir uns als Opfer dieser Situation sehen wollen, oder ob wir an dieser Situation wachsen möchten. Hätte ich nicht alles durchlebt, was ich durchlebt habe, dann könnte ich mich nicht in die Lage betroffener Menschen einfühlen und diesen Blog würde es überhaupt nicht geben.

 

Meiner Meinung nach ist die Grundursache aller Ursachen sowieso immer das Bedürfnis nach Liebe und die Angst nicht geliebt zu werden. Anstatt über Jahre in der Vergangenheit herumzuwühlen, wäre es da nicht sinnvoller die Menschen aufzuklären, dass die Liebe, die sie sich ersehnen, in ihnen selbst ist und nicht von außen zu ihnen kommt.

 

Die Liebe ist in Dir, nur versteckt sie sich hinter den Verletzungen. Dafür musst Du nicht wissen, um was für Verletzungen es sich handelt oder warum es dazu gekommen ist. Einzig was Du wissen musst, ist, dass Du es selbst in der Hand hast, Liebe in Dein Leben zu bringen. Denn Liebe beginnt immer bei Dir.

  

Was kannst Du heute tun, um Liebe in Dein Leben zu bringen? 

 

Es wird immer Höhen und Tiefen im Leben geht. Aber wir haben immer die Wahl, was wir daraus machen und wer wir sein möchten. 

 

Jeder soll natürlich selbst für sich entscheiden, was er für seine seelische Gesundheit ausprobieren möchte. Es gibt mit Sicherheit viele Menschen, denen eine Psychoanalyse geholfen hat. Bei diesem Artikel handelt es nur um meine persönliche Meinung. Ich bin froh um die Erfahrung, wie um jede Erfahrung, die ich gemacht habe. Denn auch sie hat mich genau dahin geführt, wo ich heute bin.

 

Stelle Dir doch einmal die folgenden Fragen: 

  • Wozu dient Dir die Krankheit, die Du hast?

  • Welche Chance oder Herausforderung eröffnet Dir die Krankheit oder Dein Zustand (sinnhaft)?

  • Welchen (unbewussten) Vorteil hat Dein Zustand für Dich?
  • Möchtest Du wirklich von ganzem Herzen gesund und glücklich werden?

  • Was bist Du bereit dafür zu tun?
  • Was kannst Du selbst für Deine Heilung tun?

  • Was kannst Du jeden Tag dafür tun, damit es Dir besser geht? 

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest. 

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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