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Heute schon zufrieden gewesen?

Setze Dich auf einen Stuhl. Lege Deine Hände mit den Handinnenflächen nach oben auf Deinen Oberschenkeln ab. Richte Deine Wirbelsäule auf. Dein Nacken ist lang. Nun schließe Deine Augen und atme ruhig und tief ein und aus. Entspanne Dich immer weiter, während Du atmest. Lass Deinen Atem weiter fließen, ohne ihn direkt zu beeinflussen.

 

Lass nun vor Deinem inneren Auge ein Bild entstehen, dass Dich in einem Zustand vollkommener Erfüllung zeigt. Wie siehst Du aus, wenn Du vollkommen in Frieden mit Dir und der Welt bist? Komme, während Du Dich selbst so erfüllt und zufrieden beobachtest, immer mehr in das Gefühl vollkommener Zufriedenheit. Erfreue Dich an diesem Gefühl. Versuche nicht, das Gefühl festzuhalten und ärgere Dich auch nicht, wenn es Dir nicht richtig gelingt ein Gefühl tiefer Zufriedenheit herzustellen.

 

Wenn es Dir nicht gelingt, das Gefühl herzustellen, versuche, Dich an eine Situation, ein Erlebnis in Deinem Leben zu erinnern, bei dem Du richtig glücklich und in Frieden mit Dir warst. Versuche, dieses Erlebnis in Gedanken noch einmal zu erleben und die Gefühle die Du dabei hattest in Dir entstehen zu lassen. Wenn das Gefühl der tiefen Erfüllung da ist, nimm es bewusst und mit Deinem ganzen Körper war. Beende diese Übung mit drei tiefen Atemzügen und recke und strecke Dich, bevor Du zurück in Deinen Alltag kehrst.

  

Um den traurigen und deprimierten Gefühlen langfristig nicht mehr so viel Raum zu geben, erinnere Dich tagsüber zwischendurch immer wieder an Dein glücklichstes Erlebnis. Lass dieses Bild von Dir, als lachenden und zufriedenen Menschen, vor Deinem inneren Auge entstehen. Mit der Zeit wird es Dir immer leichter fallen, den zufriedenen Zustand auf diese Art herzustellen. Versuche es die ersten paar Male vielleicht nicht gleich, wenn es Dir sehr schlecht geht, sondern dann, wenn Du sowieso schon einen guten Moment hast. Dann fällt es Dir leichter. Wichtig ist, dass Du Deinen glücklichen, zufriedenen Zustand bewusst wahrnimmst und das Gefühl mit Deinem ganzen Körper spürst. So kannst Du das Gefühl besser abspeichern. Genauso wie Du es wahrscheinlich mit Deinen traurigen Gefühlen machst. Diesen Gefühlen schenken wir leider meistens immer viel mehr Aufmerksamkeit, als den glücklichen Gefühlen. 

 

Ich mache diese Übung zum Beispiel auch sehr gerne, wenn ich spazieren gehe, denn dabei fühle ich mich meistens eh schon ganz gut. Während des Gehens lasse ich vor meinem inneren Auge eine richtig glückliche Andrea entstehen.

 

Um mich immer wieder an diese glückliche Andrea zu erinnern, hängt an meinem Badezimmerspiegel ein Foto von mir, auf dem ich lache und sehr glücklich aussehe. Irgendwo gibt es bestimmt ein Foto von Dir, auf dem Du richtig glücklich warst. Und wenn es ein Kinderfoto ist. Hänge Dir das Foto da auf, wo Du es immer wieder siehst. 

  

Probiere es aus! Immer wieder, in kleinen Schritten. Wer viele Jahre traurig und verzweifelt war, wird nach einer Übungseinheit kein glücklicher Mensch werden. Das braucht Zeit und viel Übung. Diese Übung ist nur ein kleiner Teil davon, lässt sich aber sehr gut immer wieder zwischendurch in den Alltag einbauen. 

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