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Trigger - als Tool zur Selbstheilung

Trigger als Tool zur Selbstheilung

In dieser Podcastfolge spreche ich über das unglaublich spannende Thema Trigger. Meiner Meinung nach steht dieses Thema auf jeden Fall eng damit in Verbindung, wie und ob wir für andere Menschen Liebe und Mitgefühl entwickeln können. Denn, wenn wir wüssten, was Trigger sind, welche Aufgabe hinter ihnen steht und wie wir diese in uns heilen können, gäbe es auf jeden Fall mehr Verständnis und Mitgefühl für andere Menschen und somit auch mehr Frieden auf dieser Welt.

 

Du erfährst in dieser Folge u.a.

  • was ein Trigger eigentlich ist

  • welche Arten von Trigger es gibt

  • was ein traumatisches Erlebnis ist

  • wie ein Trigger auf uns wirkt

  • woran es liegt, wie stark ein Trigger auf uns einwirkt und wie sehr er uns aus der Bahn wirft

  • wie Du mit Trigger-Situationen konstruktiv umgehen kannst.  

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea

Was ist ein Trigger?

Ein Trigger ist ein Auslöser, der eine emotionale Reaktion aktiviert. Das kann man sich vorstellen, wie einen Schalter. Du nimmst über Deine Sinne etwas wahr, der Schalter wird gedrückt und die oft sehr unangenehme Emotion wird aktiviert. Es passiert irgendetwas im Außen, Du nimmst es wahr und in Dir werden alte Gefühle, die aus einer früheren Erfahrung herrühren, geweckt, die Du damals aber nicht richtig verarbeitet hast, sondern in Dir verdrängt hast. Trigger können über all unsere Sinne ausgelöst werden: sehen, hören, riechen, schmecken, tasten (über Berührung der Haut) und auch über unsere Hell-Sinne (unsere intuitiven Sinne). 

 

Das, was wir da über unsere Sinne wahrnehmen, ist auf irgendeine Art und Weise mit einem traumatischen Erlebnis, dass wir in der Vergangenheit erlebt haben, verknüpft. Dies können meiner Meinung nach sogar Erlebnisse aus früheren Leben oder Erlebnisse in der Ahnenreihe sein. In uns, werden sozusagen die alten Emotionen, die wir damals gespürt und verdrängt haben, aktiviert. Die traumatischen Erfahrungen in unserer Ahnenreihe können eine so starke Wirkung auf diese Menschen gehabt haben, dass wir das heute auf energetischer Ebene immer noch in uns tragen.

Welche Arten von Trigger gibt es?

Ein Trigger kann im Prinzip alles sein, was mit unseren Sinnen erfassbar ist. Die Worte, Gestik, Mimik oder Verhaltensweisen anderer Menschen, Düfte, etwas Visuelles, Lieder, Szenen in Filmen, können zum Beispiel als Auslöser auf uns wirken. Wir verknüpfen etwas, das wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, mit dem damaligen Erlebnis. Dieses Erlebnis war so traumatisch für uns, dass wir die Emotionen, die damals in uns ausgelöst wurden, nicht in uns verarbeiten konnten.

Was ist ein traumatisches Erlebnis, ein Trauma?

Ein Erlebnis wir dann für uns traumatisch, wenn wir einer Bedrohung oder einem Angriff ausgesetzt sind, die von unserem System als lebensbedrohlich empfunden wird. Da laufen körperliche, chemische Prozesse in uns ab, die unseren Körper zu einer Kampf- oder Fluchtreaktion oder manchmal auch zu einer Erstarrung bewegen sollen, also einem sich Tod stellen. Weil die Gefahr, die von außen auf uns zukommt, von unserem System als so bedrohlich eingestuft wird.

 

Wenn wir so ein Erlebnis nun nicht verarbeiten, dann wird das, was damals geschehen ist, als höchste Gefahr in unserem System abgespeichert, damit unser Körper, falls uns so etwas noch einmal passiert, sofort in eine Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion umswitchen kann – die unser Überleben sichern soll.

 

Während so eines traumatischen Erlebnisses, prasseln unzählige Sinneseindrücke auf uns ein, die wir bewusst überhaupt nicht wahrnehmen. Diese Eindrücke werden dann in Verbindung mit dem Erlebnis in ein eingespeichert. Und wenn wir dann irgendwann einmal in unserem Leben mit diesen eingespeicherten Eindrücken konfrontiert werden, dann kommt es zur Auslösung - zum Trigger. Denn unser System unterscheidet dann nicht, dass das, was im gegenwärtigen Moment geschieht, in Wirklichkeit eigentlich gar keine lebensbedrohliche Gefahr für uns darstellt. Unser System geht dann davon aus, dass wir mitten in einer lebensbedrohlichen Gefahr stecken.

Was passiert, wenn wir getriggert werden?

Wenn nun ein Trigger aktiviert wird, dann wird unser System sozusagen in diese belastende, lebensbedrohliche Situation von Früher zurückgeworfen und unser Körper reagiert auch dann genauso, wie es zu der früheren Situation passt.

 

Es kommt zu einer übertriebenen emotionalen Reaktion unangenehmer Gefühle, wie z.B. Panik (Todesangst), Hilflosigkeit, Machtlosigkeit, Traurigkeit oder auch Wut. Das große Problem ist dann eigentlich gar nicht das Gefühl an sich, sondern unser falscher Umgang damit. Denn dieses Gefühl fühlt sich so brutal für uns an, dass wir sofort wieder in den Verdrängungsmodus kommen, weil das Gefühl mit dem traumatischen Erlebnis aus der Vergangenheit verknüpft ist. Unser System versucht sich im Prinzip nicht gegen das Gefühl, sondern gegen die alte Erfahrung, die mit dem Gefühl verbunden ist, zu wehren.

 

Das weitere Problem ist, dass es ja nicht bei einer einmaligen Auslösung bleibt. Wir werden in unserem Leben ständig mit Sinneseindrücken konfrontiert, die mit dem alten, traumatischen Erlebnis verknüpft sind. Wir werden ständig getriggert. In dieser Triggersituation wehren wir uns die ganze Zeit gegen die Gefühle, die damit verbunden sind – also in Wahrheit gegen das alte Erlebnis, weil wir die Gefühle damit in Verbindung bringen. Dadurch verdrängen wir die Gefühle immer mehr in uns. Und weil diese Gefühle niemals in uns abfließen können, sondern die ganze Zeit verdrängt werden, werden sie irgendwann so übermächtig, dass es uns schier wahnsinnig macht, weil der Druck in uns dadurch immer größer wird. Aufgrund dieses Drucks entwickeln wir dann irgendwann irgendwelche Verhaltensstrategien, um irgendwie mit diesem Druck umgehen zu können. Wir verletzen uns eventuell selbst. Wir werden zu Überlebens-Kampfmaschinen - entweder zu Kampfmaschen gegenüber uns selbst oder anderen. Also wir entwickeln dieses typische Borderlineverhalten. Aber nicht, weil wir irgendwie krank oder verrückt sind, sondern weil unser Körper nicht mehr anders damit umzugehen weiß. Weil es in unserem System eben nur noch um das nackte Überleben geht. Da wird nicht mehr nachgedacht. Da wird überlebt.

 

Der ganze Ablauf, den ich gerade beschrieben habe, wirkt doch nur deshalb so krank, gestört und verwirrend, aufgrund von Unwissenheit. Denn, wenn man das nicht weiß, dann fühlt man sich zu sensibel für diese Welt, man empfindet sich selbst möglichweise als krank und unfähig hier auf der Welt zu sein, als nicht sozialkompetent und beziehungsfähig. Man fühlt sich fast schon wie ein Außerirdischer, ein Ausgestoßener und als würde man es einfach nicht auf die Reihe bekommen, mit den anderen klar zu kommen. Als würde man nicht dazugehören und zur Einsamkeit verdammt sein.

Du bist nicht krank, gestört oder verrückt!

Du bist nicht zur Einsamkeit verdammt. Du gehörst hierher und Du gehörst dazu.

Du bist ein wichtiger Teil dieser Welt. Dein Platz ist jetzt hier auf dieser Erde und

Du bist genau richtig hier. Du bist wichtig für diese Erde. Die Erde braucht Dich, denn Du hast hier einen wichtigen Auftrag zu erledigen. Das einzige, was geschehen ist, ist, dass Du nicht weißt, wie Du richtig mit dieser ganzen Situation umgehen kannst. Und dass kannst Du lernen.

Die Rolle des Trigger-Auslösers

Genauso schlimm, wie für die Person, die getriggert wird, ist es oft auch für den Menschen, der als Triggerauslöser fungiert. Wenn die Person, die getriggert wird, plötzlich so unberechenbar und übertrieben emotional reagiert, dann weiß dieser Mensch ja oft überhaupt nicht, was los ist und denkt sich: „Oh mein Gott! Was habe ich denn jetzt gemacht? Was habe ich bloß falsch gemacht?“ Der, der den Trigger auslöst, kann in diesen Situationen auch oft mit dem Thema Schuld konfrontiert werden. Denn, er fühlt sich schuldig, dafür verantwortlich zu sein, den anderen in diese krasse emotionale Reaktion bewegt zu haben. Oder aber der Triggerauslöser hat für den, der getriggert wird, überhaupt kein Verständnis und erklärt ihn sogar für krank, gestört und verrückt. Dies macht diese Person aber dann auch nicht böswillig. Sondern einfach, weil es ihre Strategie ist, mit diesen Situationen umzugehen. Die Strategie kann sein, sofort in Abwehr zu gehen, wenn plötzlich so eine extreme emotionale Reaktion, wie ein Vulkan auf einen zurollt. Das heißt, auch wenn die Reaktion des Beteiligten verständnislos rüber kommt, möchte sich dieser Mensch doch auch nur auf seine Art und Weise schützen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir zu einem großen Teil, wenn nicht sogar zum größten Teil auch Natur sind. Wir sind Menschen. Wir sind Leben. Wir sind die pure Natur. Und auch, wenn wir oft so tun, als wären wir das nicht mehr, zeigt sich genau das, in unseren Reaktionen.

Denn Leben möchte in erster Linie überleben und tut alles dafür, um dieses Ziel zu erreichen.

Fehlendes Wissen als Teil der Ursache

In Wahrheit ist in dieser ganzen Situation überhaupt niemand krank, gestört oder verrückt. Meiner Meinung nach sind das sogar ganz normale und auch gerechtfertigte Verhaltensweisen, weil wir es eben einfach nicht besser wissen und auch überhaupt nicht gelernt haben, mit diesen Situationen umzugehen. Letzten Endes ist meiner Meinung nach das größte Problem die Unwissenheit und Unaufgeklärtheit: Nicht zu wissen, wie wir als Menschen funktionieren.

Situationen, die uns traumatisieren können

Ein traumatisches Erlebnis muss nicht immer ein Gewaltverbrechen, Missbrauch oder eine andere sehr schlimme Geschichte sein. Man kann auch in ganz normalen Alltagssituationen traumatisiert werden. Wenn Du zum Beispiel einen Fehler gemacht hast und Deine Eltern haben Dich bestraft, Du hast vielleicht als Baby geschrien und Deine Mutter konnte aus irgendwelchen Gründen nicht zu Dir kommen, Deine Mutter hatte vielleicht Probleme beim Stillen und Du hast nicht genügend Muttermilch abbekommen, Du wurdest vielleicht von Deinem Lehrer bloß gestellt und alle anderen Schüler haben Dich ausgelacht. Auch diese Situationen können Dich so sehr verletzt haben, dass Dich das auf eine Gewisse Art und Weise traumatisiert hat.

 

Ich persönlich glaube, dass in diesem Leben gar nicht so viel geschehen sein muss, um in seinem Leben mit diesen Triggersituationen zu tun zu haben. Sondern ich glaube, dass auch hier ganz viel von unserer Ahnenreihe oder von früheren Leben, mit in uns hineinfließt. Ich glaube, dass speziell das dann der Fall ist, wenn wir in unserem Leben von vielen Dingen sehr stark getriggert werden und oft überhaupt nicht wissen, wo das eigentlich her kommt.

Trigger als Tool für die Heilung dieser Welt

Ich persönlich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, uns über diese Trigger zu heilen und damit auch unsere Ahnenreihe und das, was vor uns war, zu heilen. Je mehr ich mich selbst in den Heilungsprozess einlasse, desto mehr glaube ich, dass dieser Prozess eine große Auswirkung auf unser energetisches Umfeld hat. Also vor allem auch auf unsere Familie und zwar sogar auch dann, wenn wir im "echten Leben" gar nicht so viel oder gar keinen Kontakt mit unserer Familie haben. Ich glaube sogar, dass diese Auswirkung tatsächlich größer ist, als man im ersten Moment vielleicht glauben würde. Denn, wenn man sich selbst heilt, hat das immer auch eine Wirkung auf energetische Verbindungen und diese sind natürlich in der Familie vorhanden. Ganze egal, ob man nun mit dem Familienmitglied Kontakt hat oder nicht oder ob dieses noch am Leben ist. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nicht  nur Natur sind, sondern vor allem auch Energie und Bewusstsein.

 

Darüber hinaus hat man natürlich auch eine Wirkung auf das äußere Umfeld und auf all die Menschen, mit denen man zu tun hat. Wenn Du Dich selbst heilst, dann ziehst Du immer auch die Menschen um Dich herum mit, denn Du hast dann einfach eine ganz andere Ausstrahlung und die strahlt sozusagen auf die anderen über.

Die Wirkung des Triggers

Welche Auswirkung ein Trigger auf uns hat, wie stark uns dieser beeinflusst und wie sehr uns dieser auch aus der Bahn werfen kann, hat tatsächlich weniger mit dem vergangenen Erlebnis und auch nicht mit der Art der Auslösung zu tun, sondern vielmehr mit unserer eigenen inneren Stabilität und Stärke und natürlich auch damit, wie wir mit den Gefühlen, die der Trigger in uns aktiviert, umgehen.

 

Wenn man in sich labil ist und keinen Halt in sich hat, dann wirft uns der Trigger aus der Bahn und schmeißt uns regelrecht um. Wenn wir in uns stabil sind, in uns Halt haben und verwurzelt sind, dann bleiben wir stehen, auch wenn der Trigger kommt. Wenn wir ins uns stabil sind, bleiben wir stehen, auch wenn der Trigger kommt. Wir spüren den Trigger, aber er hat nicht mehr diese Krasse Wirkung auf uns.

 

Deshalb ist das Allerwichtigste, um mit diesen Situationen anständig umgehen zu können, eine innere Stärke, einen inneren Halt und eine innere Stabilität in sich zu entwickeln. Denn darauf haben wir Einfluss. Wir haben keinen Einfluss auf die Trigger, die kommen, denn diese sind dafür da, dass wir uns weiter entwickeln und in die Selbstheilung kommen. Die Trigger werden immer kommen, aber wie wir damit umgehen können, haben wir komplett selbst in der Hand. 

Reiz und Reaktion

Wenn man in sich selbst keine Stabilität aufgebaut hat, kommt man gar nicht in die Lage, selbst wählen zu können, wie man auf die Situation reagiert. Denn dann geschieht die Reaktion reflexartig, weil es zwischen dem Reiz, dem Auslöser und der Reaktion so gut wie keinen Raum gibt. Wenn man aber nun an seiner inneren Stärke arbeitet, dann kann man diesen Raum ausdehnen und kommt in die Lage, dass man nicht sofort reagieren muss. Sondern, dass man das, was da passiert, erst einmal wahrnehmen und beobachten kann. Und meiner Erfahrung nach, ist es in den meisten Fällen tatsächlich überhaupt nicht nötig zu reagieren. In den allermeisten Fällen löst sich die Sache von ganz alleine auf, wenn man nicht reagiert.

Bist Du bereit, in Dir Stabilität, Stärke und Gelassenheit zu entwickeln?

Es ist also ganz wichtig, dass Du Dir Deine eigene Stabilität und Stärke in Dir aufbaust. Genauso wichtig ist es, dass Du lernst, mit dem Gefühl, dass über den Trigger ausgelöst wird, so umzugehen, dass es Dir nicht schadet und sich verstärkt. Das heißt, das Gefühl nicht mehr abzuwehren, sondern fließen zu lassen, was Dir auch immer besser gelingen wird, wenn Du an Deiner inneren Stärke und Stabilität arbeitest. Denn dann hast Du keine so große Angst mehr, von dem, was da auf Dich zukommt.

Beispiele für Trigger-Situationen

Du bittest Deinen Partner darum, seine Tasse in die Spülmaschine zu stellen und Dein Partner reagiert aufgrund dieser einen Aussage von Dir extrem emotional. Er schmeißt Dir die Tasse zu Füßen und rastet regelrecht aus. Das war natürlich ein Trigger, denn diese Reaktion ist nicht mehr im normalen Bereich. Es könnte z.B. sein, dass Dein Partner auf irgendeine Art und Weise als Kind dafür bestraft worden ist, weil er sein Zimmer nicht aufgeräumt hat.

 

Eine weitere Situation wäre, dass Du zum Beispiel einen schönen Tag mit Deinem Partner verbracht hast, es naht der Abschied und aufgrund dessen kommt  ein Gefühl der Panik und Angst in Dir hoch. Jedes Abschiednehmen von Deinem Partner ist sozusagen immer mit Angst verbunden. Dies ist natürlich auch eine Trigger-Situation und kann zum Beispiel entstehen, wenn Du als Kind einmal von Deinen Eltern alleine gelassen wurdest und damals Angst hattest, dass sie nicht zurückkommen. Oder Deine Eltern haben sich getrennt. Dein Vater ist zum Beispiel ganz klassisch zum Zigaretten kaufen gegangen und nicht wieder zurückgekommen. (Nur um das einmal Bildlich darzustellen.) Ein Beispiel aus der Ahnenreihe wäre, dass viele Männer von Frauen in den Krieg ziehen mussten und niemals zurückgekehrt sind. Auch hier schwingen natürlich diese alten Verlustängste noch in uns Nachfahren mit. Wenn diese alten Themen nicht bearbeitet werden, dann ist es häufig so, dass die Nachfahren auch mit diesen Themen konfrontiert sind. Diese erleben dann auch wieder etwas, was die Verlustangst sozusagen schürt und verstärkt.

 

Um aus diesem Kreislauf auszusteigen braucht es diesen einen Menschen, der mal damit anfängt, diese Themen in sich  zu bereinigen. Und wenn Du gerade diesen Artikel liest, dann weißt Du, was Deine Aufgabe ist. Denn, wenn Du das nicht tust, dann wird sich dieses Thema auch nicht auflösen. Das Schöne ist, wenn wir mutig genug sind und anfangen diese Themen in uns zu bearbeiten, dass wir uns dann einfach viel, viel besser fühlen. Also es lohnt sich auf jeden Fall, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die Trigger-Situation meistern für Anfänger

Wie es Dir möglich ist, eine Trigger-Situation für Dich zu meistern, hängt natürlich eng damit zusammen, in wieweit Du in Dir schon eine Stabilität und einen inneren Halt aufgebaut hast. Wenn Du das noch gar nicht getan hast und Du in Dir sehr labil bist und Dich Kleinigkeiten aus der Bahn werfen, dann empfehle ich Dir, Dir eine Taktik zu überlegen, wie Du in diesen Situationen so reagieren kannst, dass Du Dir selbst und anderen nicht mehr schadest. Meine Taktik war zum Beispiel, dass ich mir antrainiert habe, auf diese Situationen nicht mehr zu reagieren. Ich habe mich in diesen Situationen selbst "eingefroren" und habe dann die Situation so bald als möglich verlassen. Also es hat zum Beispiel ein Mensch etwas zu mir gesagt, dass mich getriggert hat. Ich habe auf diese Aussage nicht regiert, also bin nicht mehr in eine Verteidigungs- oder Angriffsrolle geschlüpft, sondern habe stattdessen dem anderen lächelnd und kopfnickend zugestimmt und das Gefühl vermittelt, Recht zu haben. Und mich anschließend so schnell wie möglich zurückgezogen und alle meine damit verbunden Gefühle versucht zuzulassen. Was häufig dann mit einem Heulkrampf geendet hat. Ich habe in mir sozusagen die Einstellung entwickelt, dass der andere mit meinem Problem nichts zu tun hat und dass ich ihn da komplett raushalte. Denn immer wenn ich damals in die Verteidigung oder den Angriff gegangen bin, dann hat die Situation immer in einem Drama geendet. Und das wollte ich einfach nicht mehr. Dies ist jetzt natürlich keine Empfehlung. Ich denke hier ist es auch ganz wichtig sich eine Taktik zu überlegen, mit der man selbst am Besten klar kommt und die den größten Nutzen für einen erzielt. Zusätzlich ist es natürlich am Allerwichtigsten an der eigenen Stabilität und inneren Stärke zu arbeiten.

Die Trigger-Situation meistern für Fortgeschrittene

  1. Die Situation wahrnehmen und beobachten.
  2. Selbstverantwortung übernehmen und Bezug zu Dir selbst herstellen: Was hat das mit Dir zu tun? Was genau triggert Dich und warum triggert Dich das?
  3. Welche Erfahrung von Früher könnte damit in Verbindung stehen? Wo ist Dir das früher schon einmal passiert?
  4. Die Rolle der Person erkennen, die den Trigger auslöst: Welche Person war in der früheren Situation beteiligt?
  5. Meditation zur Selbstheilung machen.
  6. Echtes Mitgefühl für die aktuell beteiligte Person und für die Person, die an der früheren Situation beteiligt war, empfinden.
  7. Gute Eigenschaften der beteiligten Personen aufschreiben.

Was kannst Du tun, um in Dir stabiler, stärker und gelassener zu werden?

  • Verantwortung für Dich und Deinen Zustand übernehmen
  • Selbstbeobachtung und Reflexion
  • Entspannungs- und Achtsamkeitstraining
  • Meditation praktizieren
  • Yoga und/oder eine asiatische Kampfsportart praktizieren, bei der es darum geht, Deinen Geist und Deine Körperbeherrschung zu trainieren
  • Wissen aneignen zu den Themen: Wie funktioniere ich als Mensch? Wie funktioniere ich ganzheitlich: Körper, Geist und Seele? Wie funktioniert meine Gefühlswelt?

Wenn Du Unterstützung in diesem Prozess brauchst, dann gucke Dir sehr gerne einmal die Infos zu meiner Selbsthilfe-Website

Projekt Hoffnung  an. Hier bekommst Du eine Art Anleitung, die Dir dabei hilft in die Umsetzung zu kommen, es jetzt ganz aktiv anzugehen, Deinen inneren Zustand zu verändern.

 

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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"Liebe Andrea, Dein Q and A macht soooooo Mut!!!! Toll toll toll. Weiter so!!!!! Besser als jeder Therapeut ;-)" (Linda)

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