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Was hält dich auf?

"Wenn man sich mit seinen Gedanken heilen kann, wieso funktioniert das dann bei mir nicht? Ich kann noch so oft denken, dass ich gesund und glücklich bin. Ich bin trotzdem noch depressiv.“

 

Dass dich deine Gedanken nicht einfach so heilen können, liegt daran, dass es nicht nur das Bewusstsein, sondern auch das Unterbewusstsein gibt.

 

Im Bewusstsein sagst du dir deine positiven Affirmationen. Du denkst zuerst bewusst über das nach, was du sagst. Im Unterbewusstsein wirken die alten Gewohnheiten und negativen Glaubenssätze aus deiner Kindheit. Im Unterbewusstsein denkst du nicht bewusst. Der "alte Müll" kommt von ganz alleine immer wieder hoch. 

 

Dein Unterbewusstsein wird überwiegend in deinen ersten sieben Lebensjahren geformt. Denn als Kind bist du besonders offen und aufnahmefähig und alle Informationen, die du aufnimmst, dringen ungefiltert in dein Unterbewusstsein. Die Wissenschaft hat erkannt, dass wir nur etwa 5 % des Tages unseren bewussten Verstand benutzen. Du hast bestimmt schon einmal das Bild mit dem Eisberg gesehen, der nur mit seiner Spitze aus dem Wasser ragt. Die Spitze des Eisberges erleben wir bewusst. Der riesige Berg unter dem Wasser ist unser Unterbewusstsein.

 

Wenn du nun deine positiven Affirmationen denkst, wie zum Beispiel: "Ich bin gesund und glücklich.", dann kommen diese aus deinem bewussten Verstand. Da aber 95 % unserer Wahrnehmung von unterbewussten Programmen gesteuert werden, heißt das, dass diese 95 % daher kommen, was du in deinen ersten sieben Lebensjahren erfahren und beobachtet hast. In dieser Zeit entsteht deine Sicht von der Welt und deine Meinung über dich selbst. Und diese 95 %, diese ursprüngliche Überzeugung von dir und dem Leben, funken dir ständig dazwischen, wenn du mit deinen 5 % versuchst, durch bewusste, positive Gedanken, dein Leben zu verändern.

 

Das Leben, das wir führen, rührt nicht aus dem, was wir wollen, sondern aus unserem Unterbewusstsein. Dein unbewusstes Verhalten gibt gar nicht das wieder, was du dir wünschst, sondern das, was du in deiner Kindheit beobachtet und erfahren hast. Psychologen nehmen an, dass etwa 70 % der Dinge, die in unserem Unterbewusstsein enthalten sind, negativ behaftet sind, uns Kraft rauben und das Leben sabotieren. 5 % entscheide ich also selbst, wo es lang geht. 95 % kommen aus den Programmen des Unterbewusstseins und

70 % davon sind auch noch negativ. Das große Problem ist, dass wir keinen Einfluss auf unser Verhalten haben, wenn wir mit unseren 5 % bewusstem Verstand positiv denken. Denn unsere unterbewussten Programme drängeln sich immerzu dazwischen. Wenn du also denkst: "Ich bin glücklich.", lauert tief in dir schon der Zweifel, der nicht daran glaubt.

 

Meistens sind es dann diese negativen Glaubenssätze, die uns davon abhalten, die Ärmel hochzukrempeln und an der Realisierung unserer Wünsche zu arbeiten. Kennst du das, dass du tausend Ideen im Kopf hast, es aber immer nur schaffst davon zu träumen und einfach nicht ins Handeln kommst? Irgendetwas hält dich auf. Da ist tief in dir eine Angst, die dich immer wieder blockiert. Diese Angst basiert aus den Erfahrungen deiner Kindheit. Wer als Kind erfahren hat, er sei nicht gut genug, er sei zu schwach, zu klein, nicht liebenswert genug etc., der denkt dies unbewusst als Erwachsener immer noch. Diese alten, handlungsblockierenden Sätze stecken dir bis heute in den Zellen. Heute bist du aber nicht mehr zu klein oder zu schwach. Heute bist du groß und kannst alles tun, was du möchtest. Da ist keiner mehr, der dich aufhält, nur noch eine alte Angst, die nicht real ist.

 

Lass die Angst los und mache Dinge, die du in Gedanken schon lange tun wolltest. Du bist der einzige Mensch, der für dich und dein Handeln verantwortlich ist. Mit Dingen, die du dich traust, baust du wahnsinnig viel Selbtvertrauen und Selbstwertgefühl auf. Wenn du einmal damit anfängst, eine Sache zu machen, vor der du dich (unbewusst) fürchtest, wird das deine Selbstsicherheit enorm puschen. 

 

Nun wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit du auch immer dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in dir!

Deine Andrea

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Kommentare: 1
  • #1

    Ilona (Sonntag, 05 August 2018 17:28)

    Und wie ich diese Angst kenne! Lieben Dank für diesen tollen Artikel:)