· 

#113 Wie Du einen gesunden Umgang mit der Online-Welt finden kannst.

Wie Du einen gesunden Umgang mit der Online-Welt finden kannst. - Andrea Hein Podcast

Hallo Du wundervoller Mensch, schön, dass Du hier bist!

 

In dieser Podcastfolge teile ich meine Strategien mit Dir, wie es mir endlich gelungen ist, einen gesunden Umgang mit der Online-Welt zu finden. Ich weiß nicht, wie es Dir damit ergeht, aber in den letzten Jahren hatte ich immer wieder meine Schwierigkeiten, die Online-Welt so für mich zu nutzen, dass es mir gut tut und mich unterstützt und nicht schadet.

 

Wenn Du Dir auch schwertust, dieses riesengroße Online-Universum mit dem world wide web, den ganzen sozialen Netzwerken und den unendlich vielen Möglichkeiten so für Dich zu nutzen, dass Du Dich wohl damit fühlst, dann kann Dich diese Podcastfolge auf jeden Fall dabei unterstützen, Klarheit und Wege zu finden, wie Du von den vielen Vorteilen profitieren kannst, ohne von den Nachteilen verschlungen zu werden.

 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

Abonnieren auf:


Wie wohl fühlst Du Dich in der Online-Welt wirklich?

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann kann ich sagen, dass meine ersten Probleme mit der Online-Welt tatsächlich schon damit angefangen haben, als es die Möglichkeit gab über das Handy SMS zu verschicken. Hier bin ich das erste mal in Berührung damit gekommen, dass sich diese Form der Kommunikation ziemlich schnell nicht gut für mich angefühlt hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich damals einen Freund kennengelernt hatte und das SMS-Schreiben gerade ganz neu war. Damals waren wir eigentlich den ganzen Tag über einen permanenten Austausch von SMS miteinander in Kommunikation. Richtig gut angefühlt hat sich das nie für mich, da ich aber in dieser Zeit meine Gefühle noch gar nicht bewusst wahrgenommen habe und noch keinen richtigen Zugang zu meinen Gefühlen hatte, habe ich sie diesbezüglich überhaupt nicht beachtet. Ich habe einfach immer weiter gemacht mit SMS-Schreiben und befand mich damit eigentlich in einer permanenten Warteschleife. Ein Gespräch war in meinem Fall über diesen Weg auch nie richtig abgeschlossen, sondern es war immer irgendetwas offen. Somit musst ich damals auch immer wieder auf das Handy gucken, um nachzusehen, ob mein Freund geantwortet hat und wenn das eine Zeit lang nicht der Fall war, habe ich mich doppelt schlecht gefühlt.

Tut Dir die Art, wie Du mit anderen kommunizierst, wirklich gut?

Wenn wir auf diese Weise kommunizieren, dann kann das schwerwiegende Nachteile für uns haben:

  • Es kann uns unter Stress setzen, wenn eine Sache nicht abgeschlossen ist und wir in der Luft hängen. Wenn z.B. der Gesprächsteilnehmer bei einer Frage ewig nicht antwortet und wir nicht wissen woran wir sind.
  • Wir sind permanent abgelenkt, wenn wir immer wieder auf unser Handy gucken oder eine SMS schreiben müssen. Dies zieht uns von uns und dem echten Leben im Hier und Jetzt weg. Damit verpassen wir das Leben im gegenwärtigen Moment.
  • Dadurch dass unsere Aufmerksamkeit sehr oft, wenn nicht sogar die ganze Zeit bei dem Handy ist, kommen wir innerlich nicht zur Ruhe und verlieren die Erdung.
  • Wer sich permanent den ganzen Tag über per SMS mit jemanden austauschen muss, tut dies nicht nur, weil er den anderen Menschen so gerne hat und dadurch ständig mit ihm verbunden sein möchte, sondern vor allem deshalb, weil er die Kontrolle über den Kontakt mit dem anderen behalten möchte. Dies schürt unsere Ängste und unser Misstrauen.

Wenn Du auch von einigen der o.g. Symptomen betroffen bist, dann kannst Du Dir sicher sein, dass Dir diese Art der Kommunikation, nicht gut tut.

 

Ich für mich habe das Thema so lösen können, dass ich mich bei meiner nächsten Beziehung gar nicht mehr auf diese Art der Kommunikation eingelassen habe, sondern hier von Anfang an mit offenen Karten gespielt und mitgeteilt habe, dass mir das ständige SMS-Geschreibe nicht gut tut und ich lieber telefoniere, wenn es darum geht sich auszutauschen oder etwas auszumachen.

Pflegst Du einen gesunden Umgang mit den Möglichkeiten der Online-Welt?

Das nächste mal, dass ich Probleme mit meinem Umgang in der Online-Welt bekommen habe, war dann erst wieder vor ein paar Jahren, als ich die sozialen Netzwerke dafür genutzt haben, meine Botschaft mit der Welt zu teilen und in die Verbindung mit den Meschen zu kommen, die meinen Blog lesen oder Podcast hören. Irgendwann im Laufe der Zeit habe ich es nicht mehr geschafft, die sozialen Netzwerke so für mich zu nutzen, dass ich mich durchweg wohl damit fühle. Sondern, ich musste dann immer öfter gucken, wenn ich etwas gepostet habe, wie die Menschen darauf reagieren. Es hat mir irgendwann weh getan, wenn keine oder kaum Reaktionen kamen. Ich habe mein Handy grundsätzlich öfter in der Hand gehabt, als das Früher der Fall war und zwar auch dann, wenn es eigentlich gar nicht nötig ist. Ich habe mich immer öfter dabei ertappt, dass ich grundlos zum Handy greife und durch alle sozialen Netzwerke durchzappen muss. Einfach um das zu tun.

 

Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich das genau dann machen musste, wenn ich in einem schwachen Moment war und mir etwas gefehlt hat.

In welchen Momenten musst Du zum Handy greifen?

Wenn Du Dir über Deinen Umgang mit dem Handy klar werden möchtest, dann macht es auf jeden Fall Sinn, Dir einmal die Fragen zu stellen:

  • Warum greifst Du gerade wirklich zum Handy? Was fehlt Dir in diesem Moment?
  • Was brauchst Du in diesem Moment? Was genau möchtest Du damit in Dir erfüllen?

In meinem Fall war es so, dass ich mich in diesen Momenten ziemlich verloren und unverbunden gefühlt habe. Es waren schwache Momente, in denen ich mich haltlos und zerstreut gefühlt habe. Heute weiß ich, dass das alles Zeichen dafür sind, wenn uns die Erdung fehlt. Eine innere Unruhe, Nervosität, ein Gefühl der Zerstreuung, Druck und Anspannung, das Gefühl unverbunden zu sein - all das sind Zeichen dafür, dass uns die Erdung fehlt.

 

Wenn ich in diese Situationen geraten bin, habe ich den Griff zum Handy und die Aufmerksamkeit auf die sozialen Netzwerke oder das Internet als eine Art Anker benutzt, um meine verloren Teile damit wieder zu mir zurückzuholen und mich zu sammeln. Genau diesen Effekt hat das nämlich auch im ersten Moment. Dadurch, dass wir uns auf diese eine Sache fokussieren, körperlich: wir nehmen das Handy in die Hand, visuell: unser Blick ist fokussiert, vielleicht auch akustisch: wir hören den Ton eines Videos. Damit bündeln wir unsere gesamte Aufmerksamkeit auf eine Sache und sammeln uns kurzzeitig, was uns ganz und verbunden fühlen lässt. Wenn wir dann allerdings durch die Netzwerke scrollen, durch viele Bilder durchwischen, zu viele Informationen auf uns einprasseln, dann kann es schnell dazu führen, dass unser System damit überreizt und wir wieder zerstreut sind.

 

Da uns der Griff zum Handy unser Bedürfnis nach Halt, Verbundenheit, Sicherheit oder Ähnliches nur ganz kurz befriedigt, wird mit diesem Verhalten unser Zustand jedoch nicht wirklich besser, sondern auf Dauer immer schlimmer. Die Zeitspanne zwischen dem was uns fehlt und dem nächsten Moment, indem uns wieder etwas fehlt, wird immer kürzer und wir müssen immer öfter zum Handy greifen, wenn wir nicht an der Ursache arbeiten. Also dem Grund, warum wir eigentlich überhaupt erst in die Lage geraten, uns zerstreut, verloren, haltlos etc. zu fühlen.

Warum fühlst Du Dich so zerstreut, haltlos oder unverbunden?

Meiner Erfahrung nach fühlen wir uns so haltlos, zerstreut, unverbunden, innerlich unruhig und angespannt etc., vor allem dann, wenn wir die Erdung verlieren. Erdung ist natürlich ein riesengroßes Thema, zu dem unglaublich viel dazugehört, aber heruntergebrochen bedeutet geerdet zu sein für mich:

  • fest verwurzelt mit dem eigenen Körper, dem Leben und Mutter Erde zu sein
  • in sich selbst und dem Leben, der menschlichen Existenz widerstandslos angekommen zu sein
  • mit allen Teilen, Licht- und Schattenaspekten, verbunden und voll da zu sein
  • das Dasein als Mensch anzunehmen und sich auf dieses Leben einzulassen, mit allem was dazu gehört
  • das Leben, unser Dasein als Mensch und Mutter Erde wertzuschätzen und dementsprechend zu behandeln.

Nicht geerdet zu sein bedeutet für mich genau das Gegenteil davon:

  • den eigenen Körper und das Leben als Mensch abzulehnen
  • sich an einen anderen, besseren Ort zu wünschen
  • sich selbst, wie man ist, mit allen Licht- und Schattenaspekten abzulehnen
  • das menschliche Dasein abzulehnen und dem Leben aus dem Weg zu gehen, was natürlich auch wunderbar in der Online-Welt funktioniert
  • das Leben, unser Dasein und Mutter Erde nicht wertzuschätzen und schlecht zu behandeln.

Flüchtest Du vor der Realität?

Gerade wenn wir nicht geerdet sind, kann es dazu kommen, dass wir die Online-Welt dafür nutzen, um vor der grausamen Realität - dem echten Leben - zu flüchten. Die Online-Welt ist sogar ein Ort, der es uns besonders leicht macht, vor dem Leben zu flüchten, weil wir sie über unser Handy immer dabei haben. Als es diese Welt noch nicht gab, waren wir viel mehr gezwungen uns dem Leben zu stellen, was natürlich auch den Vorteil hatte, dass wir damit viel mehr Lebenserfahrungen gesammelt haben.

  • Wie oft hältst Du Dich in der offline, der echten Welt auf und wie oft in der Online-Welt?
  • Warum gehst Du in die Online-Welt? Was versuchst Du dort zu finden?
  • Wo bist Du lieber unterwegs - im echten Leben oder in der virtuellen Realität?

Meiner Erfahrung nach kann ich sagen, dass ich mich, je mehr ich geerdet bin, desto mehr möchte ich mich in der echten Welt aufhalten und desto einen gesünderen Umgang kann ich auch mit der Online-Welt entwickeln.

 

Heute gelingt es mir, diese faszinierende und wertvolle Welt, die genauso wie die echte Welt ihre Dunkelheiten in sich trägt, so für mich zu nutzen, dass es mir dient und ich mich wohl damit fühle. Denn so viele Gefahren wie diese Welt enthält, so viele Wunder werden auch in ihr möglich. Viele meiner Freundschaften, die ich in den letzten Jahren über Online-Kurse gewonnen habe, sind nur entstanden, weil es die Möglichkeit gibt, sich online weiterzubilden und zu treffen. Ich komme damit mit Menschen in Kontakt, die mir in der offline Welt wahrscheinlich niemals über den Weg laufen würden. Meine ganze Arbeit, die mache, der Podcast, der Blog, alles was ich hier erschaffe, gibt es nur, weil es die Online-Welt gibt. Die persönliche Unterstützung der Menschen läuft auch meistens über den Bildschirm ab. Gäbe es diese Welt nicht, dann gäbe es auch all das, was ich in Hinsicht meiner Seelenaufgabe erschaffen habe, nicht.

 

Deshalb ist es mir auch ganz wichtig zu erwähnen, dass ich nicht gegen diese Welt bin. Diese Welt ist ein unglaubliches Geschenk und enthält so viele Möglichkeiten für uns. Doch um auch von all diesen vielen, vielen positiven Dingen so profitieren zu können, dass es uns gut tut, ist es ganz wichtig, einen für uns gesunden Umgang damit zu finden. Ich hoffe, dass ich Dich mit diesem Beitrag ein bisschen inspirieren konnte, wie Du die Sache angehen kannst und würde mich riesig freuen, wenn wir uns über meine Kanäle miteinander verbinden. Hier findest Du mich in der Online-Welt:

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir.

Deine Andrea

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentar schreiben

Kommentare: 0