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Hat uns Gott verlassen oder gibt es so etwas wie das Göttliche überhaupt?

In meinem 75. Artikel beschäftige ich mich mit der Frage, ob es in dieser Welt – wie sie ist – überhaupt so etwas wie das Göttliche geben kann.

Hat uns Gott verlassen? | Gibt es so etwas wie das Göttliche überhaupt?

Wenn wir sehen, wie viele Grausamkeiten auf dieser Welt geschehen, kann es passieren, dass wir uns nicht vorstellen können, dass es so etwas wie das Göttliche überhaupt geben kann. Was Menschen sich gegenseitig antun, wie grausam Menschen mit Tieren und Mutter Erde umgehen, Kriege, in denen Familien auseinander gerissen werden, in denen Kinder umgebracht werden, all das Leid, der Schmerz, die Grausamkeiten und schrecklichen Krankheiten – lässt uns zweifeln, dass eine höhere Kraft, eine universelle Liebe oder Göttlichkeit überhaupt existiert!

 

Um unseren Glauben zurück an eine Kraft zu finden, die hinter allem steht und trotz den Geschehnissen des Lebens, immer für uns ist, ist es sinnvoll uns einmal damit zu befassen, was diese Kraft eigentlich ist und vor allem, wie diese Kraft wirkt. 

Was ist Gott? Was ist die Göttlichkeit?

Wenn ich an etwas Höheres denke - man kann es Gott, die Göttlichkeit, die universelle Energie, die Urkraft oder auch Liebe nennen - dann denke ich an eine Energie, die alles durchströmt, was es gibt und überall und immer ist. Diese Energie ist absolut und grenzenlos und unabhängig von Raum und Zeit. Sie hält die Welt zusammen und verbindet alles miteinander. Wie ein unendliches Netz aus Licht. Sie hat die Eigenschaften von Licht und bewegt sich wie Licht. Das heißt, sie bleibt niemals stehen, sondern strahlt, fließt und dehnt sich permanent aus. Diese Energie ist für mich die Kraft, die alles entstehen lässt, die die Dinge lebendig werden lässt und die Dinge beseelt. Sie lässt Herzen schlagen und Lungen atmen. Sie lässt Leben und Materie entstehen. Hierbei ist sie absolut wertfrei, sie verurteilt nicht, sie unterscheidet nicht, grenzt nicht aus und umgeht nichts. Sondern fließt überall und immer durch alles, was es gibt.

 

Diese Energie schreibt uns nicht vor, was wir mit ihr machen sollen. Sie stellt sich uns nur zur Verfügung, wie ein Raum unbegrenzter Möglichkeiten und überlässt es uns selbst, wofür wie sie nutzen möchten. Es ist unsere Wahl und Entscheidung, wohin wir diese Energie lenken und was mir damit erschaffen möchten. 

 

Wie die Welt momentan aussieht, ist nicht Gottes- oder Teufelswerk. Es ist Menschen-Werk. Es ist unser Werk. Denn wir sind es, die mit der Unterstützung dieser Energie unsere Welt erschaffen. Und wir können alles erschaffen, was uns diese Energie ermöglicht: Alles, was wir für möglich halten und was innerhalb der Physikalischen Gesetze möglich ist. Hierbei erschaffen wir immer gemeinsam. Denn wir sind über diese Energie mit allem und jedem verbunden. Jeder hat mit der Nutzung dieser Energie nicht nur einen Effekt auf sich und sein eigenes Leben, sondern immer auch einen Effekt auf alles anderen und auf die ganze Welt. Dies macht uns zu sehr machtvollen Wesen, die eine große Verantwortung tragen.

 

Die Energie kann Liebe, Hoffnung, Freude, Glück, Freiheit oder grenzenlose Möglichkeiten sein. Sie kann uns leiten, lenken, unterstützen, bewegen und sogar mit uns kommunizieren. Sie kann uns tragen, heilen und wachsen lassen – wenn wir sie für Heilung und Wachstum nutzen und sie tun lassen, was sie tut: fließen, alles durchdringen und sich ausdehnen.

 

Sie kann uns aber auch verzweifeln lassen und vernichten. Wenn wir versuchen sie festzuhalten, sie ablehnen, abstoßen, uns vor ihr verschließen oder nichts Bewusstes und Sinnvolles mit ihr machen. Dann kann sie zerstörerisch wirken, weil sie trotzdem tut, was sie tut: fließen, alles durchdringen und sich ausdehnen.

 

Bewusst können wir diese Energie mit unseren Gedanken, Worten, Emotionen und Taten lenken. Unsere Gedanken, Worte, Emotionen und Taten können aber nur dann zu einem mächtigen Werkzeug für die Lenkung von dieser Energie werden, wenn wir diese auch bewusst nutzen. Wenn wir das nicht tun, also unbewusst sind, dann lenken und steuern unsere unterbewussten Programme die Energie. Weil unsere unbewussten Überzeugungen und Glaubenssätze, unsere evolutionären Prägungen und Triebe viel mächtiger sind, als unser Verstand.

 

Wenn wir diese Energie bewusst lenken, können wir damit stärker als unsere unterbewussten Programme werden und aus unserem Leben etwas Außergewöhnliches und Wunderschönes machen.

 

Bewusst und achtsam können wir diese Energie lenken, wenn wir uns mit ihr verbinden und mehr zu dem werden, wie sie ist:

  • grenzenlos (in unserer Vorstellung)
  • vorurteilsfrei (in unserem Umgang mit anderen Menschen)
  • mit allem verbunden (mit uns selbst, den anderen Menschen und Mutter Erde)
  • fließend (sich dem Leben hingebend)
  • wachsend (selbstverantwortlich darauf ausgerichtet, wo wir hin möchten) 

Sich über das Leben, die Menschen und die Welt aufzuregen oder diese gar zu hassen, ist auch eine Möglichkeit diese Energie zu lenken. Und auch hier tut sie, was sie tut. Sie gibt dem Energie und dehnt das aus, wo sie hinfließt.

 

Die Frage ist also nicht: Hat uns Gott verlassen oder gibt es so etwas wie eine Göttlichkeit überhaupt?

 

Sondern:

  • Was möchtest Du mit der göttlichen Energie machen und erschaffen?
  • Was möchtest Du mit ihrer Unterstützung in Deinem Leben für Dich und andere bewirken?
  • Wohin möchtest Du diese Energie lenken?

Denn diese Energie wird immer das tun, wofür wir sie nutzen. Vorurteilsfrei, bedingungslos und für uns.

 

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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