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Warum kommen wir nicht in die Umsetzung, unser Leben zu verändern?

Warum kommen wir nicht in die Umsetzung - Unser Leben zu verändern?

Hallo Du wundervoller Mensch,

 

in meinem letzten Newsletter habe ich Dir die Fragen gestellt:

  • Was wünschst Du Dir von mir?
  • Wobei würdest Du Dir noch mehr Unterstützung wünschen?

Deine Antwort war hier ganz klar, dass es Dir besonders schwer fällt, die Dinge, die Du hörst, auch wirklich in Deinem Leben anzugehen und umzusetzen.

  

In dieser Podcastfolge möchte ich nun gerne tiefergehend auf zwei Gründe eingehen, die uns davon abhalten, in die Umsetzung der Dinge, die wir hören, zu kommen und es tatsächlich anzupacken, den eigenen Zustand und das eigene Leben zu verändern.

 

Du erfährst u.a.: 

  • warum ich glaube, dass die meisten Menschen lieber den anderen zuhören und zusehen, als selbst zu leben

  • warum wir uns wirklich einsam fühlen

  • warum Du wirklich unglücklich und unzufrieden bist

  • warum es uns so schwer fällt, in die Umsetzung zu kommen

  • welche Angst oft hinter einer Umsetzungs-Blockade steht

  • warum bei Dir irgendwie nichts hilft, Deinen Zustand zu verbessern, obwohl Du schon so viel ausprobiert hast

  • woran es liegen kann, wenn Du das Gefühl hast, Dich in Deinem Leben die ganze Zeit auf der Flucht zu befinden

  • was Dir bei der Umsetzung helfen könnte. 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea

Lebst Du schon, oder lässt Du Dich noch von den anderen berieseln?

Auf die Frage, was Du Dir von mir wünschst, wie ich Dich noch mehr unterstützen kann, kam ganz klar die Antwort, dass Dir mehr helfen würde zu erfahren, wie Du noch konkreter in die Umsetzung kommen kannst. Wie Du das, was gesprochen wird, tatsächlich auch in die Tat umsetzen kannst. 

 

Nun denke ich schon seit mehreren Tagen darüber nach, wie ich mit meiner Arbeit noch mehr in die Praxis gehen kann. Denn eine Podcastfolge ist nun einmal dazu da, um sie sich anzuhören und Artikel sind dazu da, um sie zu lesen. Aber es bringt uns nichts, wenn wir immer nur die Dinge anhören oder lesen, aber nicht tun. Denn, wenn wir immer nur die Dinge anhören oder lesen, kommen wir nicht zu uns selbst. Das was uns aber hilft, ist die Verbindung zu uns selbst. Dieses Einlassen mit uns selbst und Ankommen in uns selbst. Mit dem Aufnehmen von Informationen von Außen, wissen wir zwar wie die Dinge funktionieren und gewinnen auf jeden Fall auch wertvolle Erkenntnisse, aber häufig ist es so, dass man dann genau da hängenbleibt. Wir schütten uns immer mehr mit Informationen zu, wir werden regelrecht süchtig, uns immer weiter mit Informationen zuzuknallen. Denn das ist es, was uns Halt gibt. Wir fühlen uns einfach besser, wenn wir etwas anhören oder lesen, denn dann sind wir nicht alleine. Und ich glaube dieses alleine sein, das sich einsam fühlen, wenn man nur mit sich selbst ist, oder sogar dann, wenn man unter Menschen ist, ist ein riesengroßes Thema der Gesellschaft. Der Teufelskreis ist, dass das Einsamkeitsgefühl genau deshalb zustande kommt, weil wir uns die ganze Zeit von Außen berieseln lassen.

Wann fühlen wir uns einsam?

Das Gefühl der Einsamkeit entsteht in den allermeisten Fällen ja nicht, weil wir tatsächlich so alleine sind. Hier muss natürlich ganz klar unterscheiden werden: Der Mensch ist ein soziales Wesen, ein Herdentier und braucht natürlich auch soziale Kontakte. Aber dieses Gefühl der Einsamkeit, dass wir empfinden, obwohl es hier ja so viele Menschen gibt, hat nichts damit zu tun, dass wir hier so alleine sind auf dieser Erde. Sondern, dass Gefühl der Einsamkeit kommt in uns hoch, wenn wir die Verbindung zu uns selbst verloren haben. Das Gefühl der Einsamkeit möchte uns eigentlich die ganze Zeit daran erinnern, dass es Zeit wird, uns wieder mit uns selbst zu verbinden. Wenn wir das tun, werden wir uns auch unter den anderen Menschen nicht mehr einsam fühlen. Denn über die Verbindung mit uns selbst, kommen wir auch in die Verbindung zu den anderen Menschen. Das klingt im ersten Moment paradox, weil wir denken, dass wir, wenn wir den Fokus auf die anderen Menschen richten, dass wir dann auch in die Verbindung zu den anderen gehen. Aber es funktionier genau anders herum. Wenn ich meinen Fokus die ganze Zeit auf die anderen richte, dann verliere ich mich damit selbst und dann entsteht das Gefühl der Einsamkeit in mir. Die Gefühle entstehen immer in uns. Wir können immer nur von unserem Innern aus empfinden. Deshalb muss man das immer andersherum betrachten. Je mehr wir den Fokus auf die anderen richten, desto mehr kommt das Gefühl der Einsamkeit in uns hoch. Je mehr wir versuchen, von den anderen Liebe zu empfangen, desto weniger werden wir uns geliebt fühlen. Die Empfindungen entstehen in uns und nur wenn wir uns selbst näher kommen, kommen wir in Kontakt mit den Empfindungen.

Wenn wir von uns selbst davon laufen, entfernen wir uns von dem, was wir uns wünschen.“

Die Empfindungen, die aus Sehnsüchten heraus entstehen, also die Empfindungen, die wir uns wünschen, wie Freude, Liebe, Frieden entstehen in uns und wenn wir die Erfüllung dieser Empfindungen im Außen suchen, werden wir nicht in Kontakt mit diesen Empfindungen kommen. Da werden wir vielleicht einmal oberflächlich in Kontakt mit diesen Empfindungen kommen, wenn wir uns zum Beispiel etwas Schönes kaufen und darüber freuen. Aber diese Gefühle sind dann immer nur sehr kurzfristig und oberflächlich. Wenn wir zum Beispiel mit unserem Traumpartner zusammenkommen, dann sind wir verliebt. Aber diese Verliebtheit ist auch ganz schnell wieder weg und verändert sich in eine schmerzhafte Sehnsucht, wenn wir den Fokus die ganze Zeit auf die Person richten, in die wir verliebt sind und uns selbst vergessen.

 

Diese wahrhaften, tiefen Empfindungen des Glücks, der Freude, der Liebe, des Friedens können wir nur spüren, wenn wir uns mit uns selbst verbinden.

Wo bist Du mit Deiner Aufmerksamkeit?

Wenn wir uns die Informationen von Außen holen, wenn wir z.B. etwas anhören, ansehen oder lesen, dann sind wir mit unseren Sinnen nach Außen gerichtet. Da ist natürlich auch sinnvoll und gut, wenn wir uns Informationen von Außen holen möchten. Das große Problem ist nur, dass das der Dauerzustand von den meisten Menschen ist. Mit unseren Sinnen nach Außen gerichtet zu sein, ist deshalb der Dauerstand von den meisten Menschen, weil dieser Zustand erst einmal angenehmer für uns ist. Dieser Zustand ist bequem und sicher - also das, was der Teil in uns möchte, der überleben möchte.

Warum bist Du unglücklich und unzufrieden?

Wir sind mehr, als der Teil, der überleben möchte. Wir sind auch das spirituelle Wesen, dass die Erfahrung des Lebens machen möchte, dass eintauchen möchte in dieses Leben, mit allem was dazu gehört und dass sich schöpferisch zum Ausdruck bringen möchte in diesem Leben. Dieser Teil in uns wird niemals damit zufrieden sein, wenn wir immer nur von Außen die Informationen aufnehmen. Genau deshalb bist Du auch nicht zufrieden in diesem Zustand.

  • Oder bist Du zufrieden damit?

Wenn Du zufrieden bist, alles gut. Dann brauchst Du auch nichts zu verändern. Aber wenn Du unglücklich, vielleicht sogar depressiv bist in Deinem Leben, dann könnte das daran liegen, dass Du diesen Teil in Dir - dieses spirituelle Wesen, dass Du bist, überhaupt nicht beachtest.

Warum fällt es Dir nun so schwer, in die Umsetzung zu kommen?

Wenn Du diesen spirituellen Teil in Dir über Jahre, vielleicht sogar über Jahrzehnte überhaupt nicht beachtet hast, dann kann die Umsetzung der Dinge, die Du hörst, brutal schwierig sein. Denn plötzlich einmal alles auszuschalten, nur noch mit uns zu sein und zu versuchen den Blick nach Innen zu richten, kann verdammt anstrengend und auch einsam sein. Dann ist ja da nichts mehr. Dann bin ja da nur noch ich. Und was bin ich denn schon? Ruhe und Frieden bin ich in diesem Moment noch nicht. Vielmehr bin ich Chaos, unruhig, nervös und habe Angst. Wenn ich plötzlich anfange alles auszuschalten und versuche meine Sinne nach innen zu richten, dann ist das im ersten Moment ziemlich unbequem, wahnsinnig anstrengend und sogar eine Bedrohung meines Lebens. Denn der Teil in uns, der überleben möchte, der muss immer im Außen gucken, was los ist. Wenn wir nun den Blick nach Innen richten, sind wir in dem Sinn, dem Leben schutzlos ausgeliefert. 

 

Wenn Du also damit anfängst, Deinen Blick nach Innen zu richten, dann kann es sein, dass Du im ersten Moment total überfordert bist, mit dem, was in Dir ist und Dich sogar dagegen wehrst.

In Dir drinnen, ist viel mehr, als das, was Du im Außen an Informationen,

über Deine Sinne wahrnimmst. Und zwar alles durcheinander, unscharf, unklar und verwirrend –

und das kann verdammt Angst machen.“

Ich glaube, warum gerade heute so viele Menschen nicht bereit sind, in die Umsetzung der Dinge zu kommen, ist, zum einen, dass wir es überhaupt nicht mehr gewohnt sind, uns selbst Aufmerksamkeit zu schenken, dass wir uns selbst überhaupt nicht so wichtig nehmen und dass wir uns selbst zu wenig interessant finden, um uns diese Aufmerksamkeit zu schenken. Um in die Umsetzung zu kommen, muss ich mich ja mit mir selbst beschäftigen und ich glaube, warum wir das nicht tun, ist, zum einen, dass wir uns entweder mit uns selbst langweilen,  dass wir überhaupt nichts mehr mit uns anzufangen wissen. Weil wir durch die ständige Berieselung von Außen extrem weit von uns entfernt sind, und dadurch im ersten Moment nichts in uns sehen können.

 

Und genau weil wir im ersten Moment nichts sehen, weil wir überhaupt nicht wirklich wissen, wer wir sind, ist da zum anderen in ganz vielen Menschen glaube ich, eine riesengroße Angst, mit den, was nicht erkennbar ist, in Kontakt und in Verbindung zu kommen. Hinzukommt, dass ich, wenn ich meinen Fokus nach Außen richte und mir die Dinge im Außen anhöre, lese etc., dann das Ganze  unter Kontrolle habe. Ich kann mir selbst aussuchen, mit was ich mich beschäftigen möchte. Wenn ich aber nun anfange in mein Inneres zu sehen, dann ist das nicht kontrollierbar, denn ich weiß nicht, was da auf mich zukommt. Das kann sehr beängstigend sein.

Hast Du Angst vor Deiner eigenen inneren Tiefe?

Ich glaube, dass gerade Menschen, die mit seelischen Problemen, wie z.B. Depressionen, Borderline oder Ängsten zu tun haben, eine extrem große Angst vor der eigenen inneren Tiefe haben. Das Problem bei der Angst ist, dass sie sich immer verstärkt, wenn wir die Dinge meiden, vor denen wir Angst haben. Das bedeutet, wenn wir nicht mit uns sein können, wenn wir das vermeiden, indem wir uns die ganze Zeit von Außen ablenken, dann wird es immer schwerer für uns, mit uns zu sein. Dann wird uns das immer Angst machen und es wird immer schwerer für uns werden, in die Verbindung mit uns selbst zu kommen. Je länger ich mir da selbst aus dem Weg gehe, desto schlimmer wird mein innerer Zustand. Das kann sich steigern bis in eine Art Fluchtmodus.

Bist Du auf der Flucht vor Dir selbst?

Vielleicht kennst Du das, dass Du immer das Gefühl hast, Du musst flüchten. Du weißt überhaupt nicht vor was, aber Du hast immer das Gefühl, dass Du weglaufen musst - egal wo Du Dich befindest. Sei es, wenn Du alleine Zuhause bist, sei es, wenn Du unter Menschen bist. Du hast immer das Gefühl, Du musst weg. Dieser Zustand kommt deshalb zustande, weil Du Dich selbst die ganze Zeit vermeidest. Dadurch verstärkt sich die Angst vor Deinem eigenen inneren Selbst immer mehr. Ich kenne diesen Zustand sehr gut, denn ich habe mich selbst viele Jahre meines Lebens in diesem Zustand befunden. Und ich konnte das richtig beobachten, wie das Ganze immer schlimmer und schlimmer wird. Ich habe es nirgendwo mehr ausgehalten. Als Strategie habe ich damals sehr oft Sport gemacht in diesen Fluchtmomenten. Doch auch als ich vollkommen erschöpft in meinem Bett gelegen bin, wollte ich immer noch weglaufen.

Du sucht schon so lange nach Heilung - aber nichts funktioniert?

Wenn wir uns in diesem Fluchtmodus befinden, ist es oft so, dass wir auch die ganze Zeit im Außen irgendwo nach Heilung suchen. Wir gehen zum Psychiater, zu Therapeuten, zu Geistheilern, Schamanen und Indianern und anderen Menschen, von denen wir uns Hilfe erwarten. Wir gehen die ganze weg, um uns Heilung zu suchen.

Heilung geschieht aber dann, wenn wir nicht mehr von uns weg gehen,

sondern, wenn wir zu uns zurückgehen. Heilung findet in uns statt, nicht im Außen.“

Mit der Flucht vor uns selbst, machen wie die ganze Zeit die Sache immer schlimmer und schlimmer. Das bedeutet nicht, dass ich es ablehne, sich irgendwo Hilfe zu suchen. Das bedeutet nur, wenn Du Dir schon sehr lange auf diese Art und Weise versuchst Hilfe zu holen, Du aber keine Verbesserungen spürst, oder immer nur kurzzeitig das Gefühl hast, dass sich was verbessert. Zum Beispiel nach einem Gespräch mit der freundlichen Therapeutin, oder nachdem Du eine schöne Anwendung hattest, bei zum Beispiel einem Geistheiler, nachdem Du also irgendeinen positiven Kontakt hattest, aber sich Dein Gesamtzustand nicht wirklich verbessert. Das ganze kann auch langfristig betrachtet werden. Vielleicht hast Du ein, zwei Jahre eine Therapie gemacht, hast diese Therapie beendet, es ging eine Weile gut, und dann warst Du wieder genau an dem Punkt, an dem Du vor der Therapie warst. Oder Du warst vielleicht in einer Klinik. In der Klinik warst Du gut aufgehoben und versorgt, es ging Dir besser, Du hast die Klinik verlassen und nach einer gewissen Weile bist Du wieder an dem Punkt, wo Du überlegen musst, wieder in eine Klinik zu gehen.

 

Wenn Du in der Situation steckst, dass Du Dir immer irgendwo Hilfe suchst, dass aber bei Dir irgendwie nicht funktioniert und Du denkst, mit Dir stimmt irgendetwas nicht und schon glaubst, dass Du ein hoffnungsloser Fall bist, dann darfst Du Dir auf jeden Fall einmal die Frage stellen:

  • Was hast Du denn wirklich in Dir selbst für Deine Heilung getan?

Fehlt Dir die Energie für die Umsetzung der Dinge?

Wenn zusätzlich zu den oben genannten Gründen, nun noch eine Antriebslosigkeit oder Depressivität mit hinein fließt, dann sind wir meistens überhaupt nicht mehr in der Lage die Dinge umzusetzen, denn dann fehlt uns einfach die Kraft, um an uns zu arbeiten. Um an mir arbeiten zu können, brauche ich natürlich auch ein bisschen Energie. Wenn diese Energie nicht da ist, wie soll ich mich denn dann bitte aufraffen und etwas tun, was mir gut tun würde?

 

Eine Frage die wir uns stellen dürfen, wenn uns die Energie, der Antrieb und die Selbstmotivation fehlt, um die Dinge aktiv umzusetzen, ist:

  • Was würde mir denn Energie geben, was würde mich antreiben, was würde mich selbst motivieren, um in die Umsetzung zu kommen?

Die zweite und dritte Frage die wir uns stellen dürfen ist:

  • Wie können wir uns selbst so interessant für uns machen,  dass wir Freude daran haben, mit uns zu sein und uns das Spaß macht, uns mit uns zu beschäftigen?
  • Wie können wir die Angst gegenüber uns selbst überwinden?

Das Beste wäre natürlich, wenn Du auf diese Fragen Deine eigenen Antworten finden würdest. Wenn Du allerdings in der Lage steckst, dass Du sehr weit von Dir entfernt bist, dann kann es natürlich sein, dass Du auf diese Fragen keine Antworten findest.

Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Schwäche

Wenn Dich dieses Thema tiefer interessiert, empfehle ich Dir diese Podcastfolge anzuhören. Hier gehe ich auf dieses Thema sehr intensiv ein.

Wie kannst Du die Angst vor Dir selbst überwinden?

Eine Angst kann man nur überwinden, indem sich mit den Dingen, vor denen man Angst hat konfrontiert. Und zwar in kleinen Schritten. Wir müssen ja nicht gleich für zehn Tage in ein Schweigekloster gehen, wenn wir Angst vor uns selbst haben. Wir können uns selbst in ganz keinen Schritten nähern. Ich habe das zum Beispiel so gemacht, dass ich angefangen habe kein Radio mehr zu hören und nicht mehr fernzusehen. Ich habe versucht auf die Ablenkungen zu verzichten und stattdessen angefangen, mich auf mich zu konzentrieren. Wenn ich zum Beispiel abgespült habe, dann habe ich mich auf das Abspülen konzentriert. Dann habe ich einfach mal das Wasser und den Schaum gespürt und mich ganz auf das Abspülen eingelassen. Ich habe nichts mehr nebenbei gemacht, sondern angefangen, die Dinge ganz bewusst zu tun und mich ganz genau auf das zu konzentrieren, was ich gerade mache. Dann habe ich angefangen, mich auf mich selbst immer mehr zu konzentrieren und mich selbst immer genauer zu beobachten. Dann bin ich ein bisschen mutiger geworden und habe mich jeden Tag 10 Minuten lang hingehockt, meine Augen zugemacht und war wirklich einmal nur mit mir alleine. So habe ich mich selbst immer mehr angenähert-  genauso überwindet man eine Angst. Auf dieses Thema möchte ich heute aber auch nicht näher eingehen.

Was kann Dir in der Umsetzung helfen?

Heute möchte ich gerne auf die Gesamtheit eingehen:

  • Was motiviert uns? Was treibt uns an?
  • Was macht uns selbst so interessant für uns, dass es sich für uns lohnt, uns mit uns zu beschäftigen?
  • Was unterstützt uns dabei, unser Angst vor uns selbst zu überwinden?

Meine Antwort auf diese Frage ist ganz klar: Unsere Seelenaufgabe. Meine Seelenaufgabe ist es, die mir geholfen hat, den Weg der Heilung zu gehen. Genau sie ist, es, die mich immer wieder antreibt und motiviert und mir immer wieder zeigt, dass da so viel in mir drin ist, was es noch zu entdecken gilt. Mit Seelenaufgabe meine ich etwas, dass Dir dabei hilft, Dich selbst zu entfalten und Deine persönlichen Fähigkeiten, Potenziale, Talente und Interessen in Dein Leben zu integrieren und schöpferisch kreativ zu werden.

 

Ich persönlich glaube, dass der Mensch in der heutigen Zeit, eine Aufgabe braucht, die ihn mit Sinn erfüllt, wobei er sich selbst entdecken kann, schöpferisch kreativ zum Ausdruck bringen und sich verwirklichen kann. Etwas, womit er die Liebe in sich entwickeln und diese Liebe nach außen strahlen kann und seine eigene, ganz individuelle Persönlichkeit entfalten kann. In der heutigen Zeit geht es nicht mehr nur ums überleben, wir haben nicht mehr das Problem ums Überleben kämpfen zu müssen. Vor allem wir, die das Privileg haben in einem sehr gesicherten Land zu leben und ein sehr gesichertes Leben leben zu können und trotzdem mit diesen ganzen seelischen Probleme zu tun zu haben: depressiv zu sein, es nicht mit sich selbst aushalten zu können, Angst zu haben, sich nicht lebensfähig zu fühlen, obwohl alles da wäre, um zu leben. Das ist die Entwicklung der Menschen. Wir sind inzwischen so weit entwickelt, dass es jetzt darum geht uns selber zu entwickeln. Wir sind so weit im Leben vorgedrungen, dass es jetzt darum geht, zurückzugehen zu dieser Ur-Liebe, wo wir herkommen. Und das geschieht mit Selbstverwirklichung.

Über die Selbstverwirklichung zur Verbundenheit

Selbstverwirklichung kann sich im ersten Moment egoistisch anhören, doch ist es genau das Gegenteil davon. Denn über die Selbstverwirklichung, über die Entdeckung von mir selbst, komme ich mehr bei mir selbst an und dadurch werde ich immer mitfühlender gegenüber den anderen Menschen und über das Mitgefühl komme immer mehr in eine tiefere Verbindung zu den anderen Menschen. Dann nehme ich die anderen Menschen plötzlich ganz anders wahr und erkenne, dass ich mich im anderen erkenne.

Je mehr ich mich auf mich selbst einlasse, desto näher komme ich dem göttlichen Kern in mir

und desto mehr komme ich in die Verbindung zu den anderen Menschen, denn der göttliche Kern von mir, ist nicht getrennt, sondern verbunden mit allem, was ist.“

Die Seelenaufgabe als Antrieb

Meiner Erfahrung nach ist es so, dass man, wenn man anfängt die Seelenaufgabe zu leben, irgendwann in eine Art positive Verpflichtung kommt. Man kann überhaupt nicht mehr anders, als diesen Weg immer weiter zu gehen. Es gibt hier einfach keine Alternative mehr. Diese Verpflichtung ist für mich auch immer wieder Motivation, immer wieder dranzubleiben, mich immer wieder den nächsten Herausforderungen zu stellen, die auf mich zukommen. Die eigene Kraft wächst mit der Aufgabe. Je mehr ich in diese Aufgabe eintauche und je mehr ich hier voranschreite, desto kraftvoller werde ich, desto mehr Selbstbewusstsein bekomme ich und desto mehr blühe ich auf.

 

Vielleicht hilft es Dir, in die Umsetzung zu kommen, wenn Du Dir bewusst machst, dass in Dir drinnen, ein riesengroßes Abenteuerland ist, dass so viel mehr interessant ist, als das, was Du im Fernsehen zu sehen bekommst oder das, was Du Dir irgendwo anhören kannst.

In Dir ist eine Welt der Magie

Wenn Du anfängst mit der Einstellung durch den Tag zu gehen, von: Ich höre mir jetzt mal selber zu, ich höre jetzt mal, was ich da eigentlich den ganzen Tag so denke. Ich nehme mich jetzt mal selbst wahr. Wie fühle ich mich eigentlich jetzt gerade? Wie fühlst sich eigentlich mein Körper an? Ich spüre jetzt mal in mich, was da eigentlich für Empfindungen in mir sind. Ich beobachte jetzt mal meine körperlichen Reaktionen und meine Empfindungen, die in mir hochkommen, in unterschiedlichen Situationen in meinem Alltag.

 

Wenn Du anfängst mit dieser Einstellung durch Deinen Tag zu gehen, dann wirst Du erkennen, dass Du alles andere als langweilig bist. Du wirst in Dir Abenteuergeschichten, Liebesgeschichten, Dramen, Komödien, Gruselgeschichten und Geschichten voller Hoffnung und Zuversicht finden. Du wirst in Dir Frieden, Sehnsüchte, Freude, Schmerz, Liebe, Leid, Trauer, Glückseeligkeit und tiefe Erfüllung finden. Du wirst Heilung finden. Wenn Du anfängst, Dir selbst die Aufmerksamkeit zu schenken, die Du den Ablenkungen schenkst, dann wirst Du so viel mehr finden, sehen und erleben, als Du Dir überhaupt vorstellen kannst.

 

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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