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Das Antidepressivum

Kelly Brogan, Psychiaterin, Autorin des New York Times Bestellers A Mind of Your Own hat im Heal summit 2018 einen wundervollen Vortrag über die Wirkung und die Auswirkungen von Antidepressiva gehalten, den ich mit großem Interesse verfolgt habe.

 

Hier ist eine Zusammenfassung ihrer wertvollen Worte:

 

Wir haben selbst die Kontrolle über unsere Gesundheit.“

 

Ich wurde in dem Glauben aufgezogen, dass Ärzte es am Besten wissen, und dass unser Körper verwaltet werden muss und wir uns wirklich Sorgen machen sollten, wenn er zusammenbricht und etwas schief geht.

 

Ich studierte Neurowissenschaften und interessierte mich sehr für die scheinbare Illusion, dass wir den Code des menschlichen Verhaltens geknackt haben. Wir haben herausgefunden, was falsch läuft, Verhaltensbedingt, Mental und Emotional, und wie wir es wieder richten können.

  

Die Psychiatrie, wie es sie heute gibt, hält stark an dem Pharmazeutischen Modell fest. In meinem Beruf als Psychiaterin verschrieb ich hunderte von Rezepten. (Andrea Hein: Als ich in die Klinik gegangen bin, wollten die Ärzte beim Eingangsgespräch wissen, was ich für Medikamente einnehme. Als ich sagte, dass ich keine einnehme, wollten sie mir sofort ein Antidepressivum verschreiben. Da sich in mir alles gegen die Einnahme sträubte, lehnte ich dies ab. In den Monaten, in denen ich in der Klinik war, hatte ich immer wieder Diskussionen darüber, dass ich ein Antidepressivum einnehmen solle, obwohl mir die Ärzte bezüglich der Wirkung keine konkreten Aussagen machen konnten. Alles was sie versprechen konnten, war, dass es eventuell unterstützend wirken kann. Letzten Endes konnte ich es durchsetzen, ohne Medikament in der Klinik behandelt zu werden. Ich war tatsächlich die einzige Patientin, die damals kein Medikament einnahm. In meinem 12. Artikel habe ich dir von einem weiteren Erlebnis bezüglich Antidepressiva berichtet. Auch hier konnte mir der Psychiater keine Aussage darüber geben, ob und wie genau das Medikament eigentlich wirkt.)

 

Über einen Kollegen (einem Psychotherapeuten) bin ich auf das Buch: Anatomy of an Epidemic von Robert Whitaker gestoßen. Mit dem Lesen dieses Buches ist das ganze Kartenhaus von meinem bisherigen Wissen zusammengestürzt. Das Buch sagt im Prinzip, das es viele Daten gibt, die nicht von der Industrie finanziert sind, die zeigen, dass die langfristige Verschreibung von psychiatrischen Medikamenten, die Patienten weniger leistungsfähig macht, als sie es gewesen wären, wenn sie damit nicht behandelt worden wären. Wir können auf alte Daten zurückblicken, die uns zeigen, dass die natürlichen Verläufe psychischer Krankheiten nicht unbedingt chronisch sind und dass wir sie erst durch die langfristige Einnahme der Medikamente überhaupt zu einer Krankheit gemacht haben. Der Verzehr pharmazeutischer Produkte könnte somit möglicherweise den Patienten mehr schaden, als es hilft.

 

In meiner gesamten Karriere in der Psychiatrie hatte ich tatsächlich nie einen Fall abgeschlossen. Ich hatte nie einen Patienten wirklich geheilt. In meinen Studium lernte ich nicht, dass Ernährung etwas mit Gesundheit zu tun hat und dass selbst eine chronische Krankheit abklingen kann. Heute unterstütze ich meine Patienten darin, die Kontrolle ihrer Gesundheit wieder selbst zu übernehmen. Der Körper ist in der Lage ohne Medikamente zu heilen.

 

Medizinische Leitlinien sollen unsere Ärzte, Zahnärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe bei ihren Entscheidungen über eine angemessene Gesundheitsversorgung unterstützen. Nach dem Motto: „Wir mache es so, bis uns jemand etwas anderes sagt.“ Laut der Literatur dauert es etwa 17 Jahre bis das, was in der primären wissenschaftlichen Forschung stattfindet, in die stationäre Versorgung durchdringt. Dein Arzt praktiziert also möglicherweise sehr überholte Medizin. 

 

Unsere Evolution in unserer natürlichen Welt haben wir komplett vernachlässigt. Das ist die Wurzel wie und warum wir an die Grenzen des aktuellen Modells gestoßen sind, das uns komplett von unserer Natur trennen will. Wir müssen die Beziehung überdenken, die wir mit der natürlichen Welt haben. Das Bazillen und Keime nicht die Bösen da draußen sind. Wir müssen die Gesamtheit unserer menschlichen Physiologie neu entwerfen, wenn wir anerkennen, dass Natur tatsächlich in uns ist. Und nicht nur schlecht oder gut ist. Es geht um Zusammenarbeit, Teilnahme und Gemeinschaft. Wir müssen eine völlig neue Denkweise darüber gewinnen, was wir sind. Nämlich pure Natur.

 

Von dieser Denkweise aus, bezieht sich heute meine erste Verschreibung auf die Ernährung. Meine erste Verordnung ist also die Einhaltung einer strickten Vollwerternährung, die 30 Tage lang dauert. Dein Körper hat die Fähigkeit auf eine Art zu heilen, die wir mit unserem Verstand selbst nie wirklich verstehen werden. Wenn du anerkennst, dass du aus einem bestimmten Grund Symptome hast, dass diese Symptome eine Einladung für dich sind, einen Blick auf dich und dein Leben (deine Gefühle, Gedanken, Einstellungen und Beziehungen) zu richten, dann wirst du eine ganz andere Beziehung zu Unbehagen, Stress und Ängsten gewinnen. Du wirst wieder anfangen, dir selbst zu vertrauen. 

 

Ein pharmazeutisches Medikament unterdrückt das Symptom, dass versucht zu kommunizieren, dass es ein Ungleichgewicht in deinem Körper gibt. Menschen, die Medikamente einnehmen, um sich besser zu fühlen, verstehen nicht, dass sie damit nur ihre Symptome unterdrücken. 

 

Wir gehen zu einem Psychiater und uns wird gesagt, dass es ein Problem gibt, dass es möglicherweise gar nicht gibt. Zumindest nicht in der Art, wie es uns gesagt wird. Dann wird uns ein Produkt angeboten, dass uns die Angst nehmen soll, die dadurch entstanden ist, dass wir auf das Problem aufmerksam geworden sind. Uns wird ein Produkt angeboten, dass das Problem lösen soll. In Wirklichkeit ist es aber so, dass genau dieses Produkt, dass unser Problem lösen soll, dass Problem weiter bestehen lässt. Genau das passiert bei der langfristigen Einnahme eines Antidepressivums. Unser Körper hat die natürliche Neigung sich anzupassen. Wenn du dauerhaft deinem Körper eine Chemikalie zufügst, dann leistet der Körper ganze Arbeit sich daran anzupassen, also eine neue Normalität zu schaffen. 

 

Wir müssen anfangen Symptome als etwas zu sehen, dass wir annehmen und an der Wurzel anpacken können. Hier ist unbedingt ein Wandel in unserer Denkweise nötig. Es gibt in unserem Körper eine angeborene Intelligenz, die wir nicht ganz verstehen können, an die wir aber glauben sollten. Es hat damit zu tun eine tiefere Beziehung zu unserer Natur aufzubauen. Wir müssen unsere Krankheiten nicht bekämpfen, wir müssen mit ihnen kommunizieren.

 

Kann man wirklich genau sagen, was Depressionen sind und wer wirklich Medikamente braucht oder vielleicht einen Wandel des eigenen Lebensstils sinnvoller wäre? Depressionen sind weltweit die Hauptursache von Arbeitsunfähigkeit und die Zahl steigt. Das was momentan dagegen gemacht wird, verringert also nicht unbedingt dieses Leiden, wie es sich statistisch herausstellt. Uns wird eine Geschichte erzählt, dass Depressionen höchstwahrscheinlich etwas sind, womit man geboren wird. Vermutlich ein chemische Ungleichgewicht, dessen Symptome durch Stress ausgelöst werden. Und man wird es mit einem pharmazeutischen Produkt handhaben. Also, gewöhne dich an die Diagnose und nehme ein Leben lang deine Medikamente. Die Wahrheit weißt darauf hin, dass Medikamente extreme Nacheile haben. Hierfür braucht man nur die Liste der Nebenwirkungen auf der Packungsbeilage zu lesen. Außerdem kommt das Risiko der langfristigen Abhängigkeit dazu. Meiner Meinung gehören psychiatrische Medikamente zu den am stärksten süchtig machenden Stoffen auf diesem Planeten.

 

Funktionieren diese Medikamente eigentlich und können sie die ganzen Risiken wert sein? Eine Menge wissenschaftlicher Studien beweisen, dass Psychopharmaka nicht besser sind, als ein Placebo. Doch ein Placebo würde dich natürlich nicht den selben Risiken aussetzen.

  

Wovor verschießt du dich, wenn du dich entscheidest deine Symptome auf diese Art und Weise zu handhaben?

  

Eine Geschichte

Eines Tages beobachtete ein Mann einen Kokon der vor ihm auf dem Boden lag und sich leicht bewegte. Plötzlich erschien eine kleine Öffnung in dem Kokon. Der Mann wurde Zeuge der Geburt eines Schmetterlings. Er beobachtete den zukünftigen Schmetterling für mehrere Stunden, wie dieser sich abkämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen. Es schien dem Mann, als würde es der Schmetterling nicht aus eigener Kraft schaffen. So beschloss er ihm zu helfen. Er nahm sein Taschenmesser und schnitt damit die Öffnung größer. Nun kam der Schmetterling ganz mühelos aus dem Kokon gekrochen. Der Mann beobachtete den kleinen, verschrumpelten Körper und erwartete, dass der Schmetterling jeden Moment seine Flügel ausbreiten und davon flattern würde. Aber nichts davon geschah. Der Schmetterling breitete seine Flügel nicht aus. Er verstarb kurz nach seiner Geburt aus dem Kokon ohne jemals einen Flügelschlag gemacht zu haben. Der Mann dachte, mit seiner Hilfe tue er dem Schmetterling einen Gefallen. Was er nicht wusste, ist, dass der ganze Vorgang der Geburt, der enge Kokon und dass sich hinaus zwängen notwendig ist und den Prozess aktiviert, damit der Schmetterling überhaupt fliegen kann. 

 

Es gibt einen Grund, warum der Schmetterling es aus eigener Kraft schaffen muss, den Kokon zu verlassen. Wenn du dich auf ein Medikament verlässt, dass langfristig deinen Antrieb verringert, entgeht dir etwas, dass sich aus dir heraus hätte entfalten sollen. Etwas, an dem du wachsen und dich entwickeln kannst.  

 

Es ist das Recht eines jeden Menschen, das Vollständige Bild der Risiken, Vorteile und Alternativen zu kennen. Anschließend sollte jeder seine bewusste Wahl treffen.

 

Der menschliche Körper ist so mächtig und widerstandsfähig, dass es gar nicht viel braucht um ihn zu unterstützen. Er hat nicht die angeborene Fähigkeit krank zu sein. Er hat die angeborene Fähigkeit gesund zu sein.

  

Alternativen zu Medikamente:

  • Bewegung, Schwitzen, in die Sonne gehen
  • erholsamer und ausreichender Schlaf
  • eine biologische, ausgewogenen Ernährung
  • Verzicht auf schädliche Substanzen
  • Meditation
  • Yoga

Andrea Hein: Ich bin kein Feind aller Medikamente. In vielen Fällen ist es durchaus sinnvoll auf die westliche Medizin und ihre Methoden zu vertrauen. Letzten Endes muss jeder selbst für sich entscheiden, was er für richtig hält. Ich persönlich stehe der langfristigen Einnahme eines Antidepressivums oder der Antibabypille sehr skeptisch gegenüber und glaube, dass hier mehr Schaden als Nutzen entsteht.

 

Nun wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit du auch immer dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in dir!

Deine Andrea

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