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Flow - im Fluss des Lebens

Viele Menschen denken, dass der Mensch nur aus einem Körper, seinem Verstand und seinen Emotionen besteht. Doch es gibt noch das Bewusstsein. Das Bewusstsein kann man sich vorstellen, wie einen Energiestrom, der sich in die physische Verkörperung des Lebens hinein ergießt. Mit all unseren Entscheidungen, mit allem was wir tun, entstehen Schwingungen. Der Bewusstseinsstrom schwingt aber schon vorher in einer ganz bestimmten Schwingung. Aus diesem Bewusstseinsstrom entsteht letzten Endes unsere Intuition. Flow bedeutet, dass die Schwingung unseres freien Willens und die Schwingung unserer Intuition zusammenpassen. Nicht im Fluss zu sein bedeutet, etwas im Leben zu tun, das nicht im Einklang mit dem Bewusstseinsstrom ist, das heißt etwas zu tun, das nicht im Einklang mit der eigenen Intuition ist. Wenn wir gegen unsere Intuition, gegen unsere wahre Natur handeln, dann manifestieren sich Dinge in unserem Leben, die nicht gut für uns sind. Wir fühlen uns leer. Wir werden unzufrieden. Im Fluss zu leben heißt, die Kunst zu meistern, immer das zu tun, was in uns angelegt ist. 

 

Die meisten Menschen leben ihr Leben so dahin. Sie sind nicht unbedingt glücklich mit dem was sie tun, aber auch nicht unbedingt traurig. Es passt schon irgendwie und dieser Zustand wird hingenommen. Es könnte ja auch schlechter sein. Diese Menschen leiden nicht direkt, aber das Leben bewegt sich auch nicht so, dass sie sich dadurch inspiriert fühlen würden. Ihr Energielevel ist relativ niedrig. Das kann man sich in etwa so vorstellen, als würde man Wasser in ein Glas gießen und ein Teil des Wassers läuft am Rand des Glases vorbei und fließt ins Leere. Ein Mensch der nicht im Flow ist, hat einfach nicht so viel Energie. Es fällt ihm nicht leicht, morgens aufzustehen. Am Abend oder auch tagsüber ist er häufig müde und erschöpft. Weil ein Teil seines Bewusstseinsstrom, seiner Energie einfach immer an ihm vorbei fließt. Ein Mensch der im Flow ist, ist inspiriert, begeistert und voller Energie. 

 

Was uns am meisten im Weg steht, wenn es um den Fluss geht, sind Gedankenmuster, die wir im Laufe unseren Lebens in uns abgespeichert haben. Gedankenmuster, die wir von der Familie oder der Gesellschaft übernommen und, ohne sie in Frage zu stellen, als wahr empfunden haben. Diese Gedanken entfernen uns von dem, was wir wirklich wollen. Stelle Dir einmal vor, Du bist in einer Familie aufgewachsen, in der Kreativität als etwas Schlechtes oder Unnützes betrachtet wurde. Zum Beispiel die Idee, als Künstler könne man kein Geld verdienen, oder Sänger oder Schauspieler seien doch keine richtigen Berufe. Und Du entscheidest Dich deshalb später für einen Beruf in der Finanzbranche. Wenn das aber nicht mit dem übereinstimmt, was Dein Bewusstsein für Dich vorgesehen hat, nämlich eine Künstlerin oder ein Künstler zu sein, dann wirst Du in Deinem Job in der Bank nicht im Fluss sein. Dein Leben wird sich leer anfühlen. Du wirst immer auf der falschen Welle schwimmen und in diesem Zustand kannst Du überhaupt nicht die Energien des Universums für Dich nutzen. 

 

Im Fluss zu sein, ist eigentlich der normale Zustand. Alles ist leicht und passiert ganz automatisch. Gegen den Strom zu schwimmen ist anstrengend. Das wichtigste um in den Fluss zu kommen, ist, sich mit alten Glaubenssätzen und seinen inneren Blockaden auseinander zu setzen. 

 

Was uns davon abhält im Fluss zu leben, ist, dass wir von unseren Gefühlen abgeschnitten sind. Heute zählt nur noch der Verstand. Der Verstand sagt einem die Gründe, warum man etwas mögen sollte und warum nicht. Das Gefühl sagt uns immer die Wahrheit. Darum ist es so wichtig mit seinen Gefühlen wieder in Kontakt zu kommen. Wer mit seinen Gefühlen Kontakt hat, kann sich auf seine Intuition verlassen.

 

Um Deine Intuition zu schulen, gibt es eine einfache Übung, mit der Du gleich anfangen kannst.

Mach' einmal einen Spaziergang ohne Ziel. Das heißt, geh raus, ohne Dir vorzunehmen wohin Du gehst. Laufe einfach los. Spüre in Deinen Körper. Dein Weg muss überhaupt keinen Sinn ergeben. Du sollst einfach frei dabei sein. Viele Menschen kommen auf einem intuitiven Spaziergang auf die besten Ideen. 

 

Die Emotionen sind das wichtigste Glied um in Verbindung mit Deinem wahren Selbst zu kommen. Es gibt nichts Wichtigeres, als zu verstehen, wie wir uns fühlen. Wie fühlst Du Dich? Wenn wir immer dem nachgeben, wie wir uns fühlen, dann ist es unmöglich, nicht im Flow zu sein. 

 

Ein weiterer Grund, der uns davon abhält in unseren Fluss zu kommen, ist, den Sprung auf die Welle zu verpassen. Das heißt, es kommt eine Eingebung, die sich gut anfühlt und kurze Zeit später schaltet sich unser Verstand ein und zerbröselt diese Eingebung wieder. Das ist so, als würdest Du surfen, bei jeder Welle zu lange überlegen ob Du sie nehmen willst und sie deshalb immer wieder versäumen. Wenn die Kraft der Inspiration in Dir ansteigt, hast Du ungefähr 5 Sekunden Zeit diese maximal auszuschöpfen. Das heißt, Du musst sofort ins Handeln kommen, sonst passiert nichts.

 

Stell Dir vor, Du fährst mit einem Boot auf dem Wasser und kommst damit irgendwie nicht richtig vorwärts. Der Grund dafür ist der Anker, der im Meeresgrund festhängt. Nun gibt es Menschen, die immer mehr und stärker rudern, also ihre gesamte Kraft ins Rudern stecken. Und es gibt Menschen, die nach unten sehen, den Anker entdecken und hinunter tauchen, um ihn zu lösen. Hinzusehen und nach unten zu tauchen ist der Beginn von Seelenarbeit.

 

Fang an, Deine alten Glaubenssätze aufzuspüren, indem Du Dich selbst immer mehr beobachtest. Stelle Dir eine Kette von Fragen, warum etwas so ist, wie es ist. Du bist zum Beispiel eine Person, bei der immer alles picobello aufgeräumt und sauber sein muss. Du kommst einfach nicht zur Ruhe, weil Du ständig am Wischen und Putzen bist. Warum muss alles so extrem sauber und rein sein? Weil Du vielleicht nicht willst, dass Besucher Dich für unordentlich halten? Warum ist es so schlimm, wenn Dich jemand für unordentlich halten könnte? Weil dann jemand schlecht von Dir denken könnte? Warum ist das so schlimm für Dich? Weil Du gemocht werden willst? Warum willst Du gemocht werden? Weil Du sonst einsam bist. Du kannst die Fragen immer weiter stellen, bis Du bei der Kernaussage angekommen bist. Hier ist sie zum Beispiel die Angst vor dem Alleinsein. Nun kannst Du Dich fragen, ob das wirklich so ist. Ist es wirklich so, dass Du alleine sein wirst, wenn Dein Haus nicht picobello sauber und ordentlich ist? Wenn Du versuchst Dir diese Dinge bewusster anzusehen und Deine Kernglaubenssätze aufdeckst, dann sind sie nicht mehr so schwergewichtig. Dann kannst Du die Angst von damals annehmen und Dir bewusst machen, dass diese Angst heute nicht mehr aktuell ist.

 

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest. 

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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