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Das Beenden des Leidens, ist der Anfang des Lebens Teil 4

Das Beenden des Leidens, ist der Anfang des Lebens | Der achtfache Pfad Buddhismus - Der rechte Lebenserwerb

In dieser Podcastfolge teile ich wertvolle Erkenntnisse des fünften Schrittes des Achtfachen Pfades: den rechte Lebenserwerb, mit Dir. Der Achtfache Pfad ist ein Weg, der Dich dabei unterstützen kann, weg von einem leidvollen Leben, hin zu einem glücklichen und erfüllten Leben zu gehen.

 

Du erfährst in dieser Folge u.a.

  • die klassischen Arten der Gewerbe, die das Leid auf dieser Welt fördern

  • warum es oft unsere unbedachten Handlungen sind, die das Leid auf dieser Welt fördern

  • warum Du auch mit Deiner Ernährung das Leid auf dieser Welt sehr fördern oder vermeiden kannst

  • warum es oft gar nicht bestimmte unerwünschte Situationen und Erfahrungen sind, die uns Leid bescheren, sondern viel mehr unsere eigene innere Haltung, die wir gegenüber diesen Situationen einnehmen

  • warum es so wertvoll ist, Dir klar darüber zu werden, was Dir wirklich wichtig ist und genau in das auch Zeit und Geld zu investieren

  • welche innere Haltung Dir dienen kann, wenn Du in einer Lage steckst, die Du momentan nicht verändern kannst.

In dieser Folge erzähle ich Dir außerdem auch sehr viel über die letzten 5 Jahre meines Weges mich selbst zu heilen und meine Seelenaufgabe zu finden. 

 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea

Sinn und Zweck des Achtfachen Pfades

Beim Achtfachen Pfad geht es nicht darum zu verurteilen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, nicht mehr die Augen zu verschließen, sondern hinzusehen und sich bewusst zu machen, ob man mit dem, was man tut, das Leid auf dieser Erde fördert, oder die Freude.

Schritt 5: Der rechter Lebenserwerb

Ein wichtiger Schritt auf dem Achtfachen Pfad stellt die Überprüfung dar, womit wir eigentlich unseren Lebensunterhalt verdienen. Denn auch im Erwerbsleben geht es darum, möglichst nichts zu tun, was uns und andere schädigt. Im Achtfachen Pfad geht es ja im Prinzip immer darum, Schmerz und Leid zu vermeiden und zwar in Bezug auf uns selbst und auch allen anderen Lebewesen und Mutter Erde.

 

Eine Sache, mit der wir das Leid auf der Welt fördern können, ist auf jeden Fall auch unser Lebenserwerb, also unsere Art und Weise, Geld zu verdienen und natürlich auch der Beruf, den wir ausüben.

  • Womit verdienst Du Dein Geld?

  • Förderst Du damit eher das Leid auf dieser Welt oder die Freude?

Klassische Gewerbe, die Leid fördern

  • Geschäfte mit Waffen - handeln mit allen Arten von Waffen und Gegenständen zum Töten.

  • Geschäfte mit Menschen – Sklavenhandel, Prostitution oder der An- und Verkauf von Kindern oder Erwachsenen.

  • Geschäfte mit Fleisch – die Aufzucht von Tieren lediglich zum Schlachten und Essen.

  • Geschäfte mit Rauschmitteln – das Herstellen und Verkaufen von berauschenden Getränken oder süchtig machenden Drogen.

  • Geschäfte mit Gift – alle Arten von giftigen Produkten, die zum Töten erfunden werden.

Das waren jetzt die Klassiker das Achtfachen Pfades. Da die Lehren des Achtfachen Pfades nun doch schon ein bisschen älter sind, kann man diese Liste natürlich heute noch erweitern und ergänzen, z.B. durch: 

  • die Lebensmittelindustrie

  • die Pharmaindustrie

Mit welcher inneren Haltung übst Du Deinen Beruf aus?

Des Weiteren geht es auf diesem Schritt des Achtfachen Pfades auch darum, einmal zu überprüfen, mit was für einer inneren Haltung wir unseren Beruf ausüben. Ich persönlich glaube, dass auch heute die meisten Menschen ihren Beruf hauptsächlich immer noch deshalb ausüben, um damit Geld zu verdienen und ihre Existenz zu sichern. In den letzten Jahren entwickelt sich der Trend ja immer mehr dazu, mit unserem Beruf, eben nicht nur Geld zu verdienen, sondern gleichzeitig auch Sinn in unser Leben zu bringen und Freude und Erfüllung zu erfahren.

 

Die Realität sieht jedoch bei den meisten Menschen wahrscheinlich immer noch ganz anders aus. Sehr viele Menschen sind mit dem, was sie täglich tun, nicht unbedingt glücklich. Aber sie tun es, um ihre Existenz zu sichern. Ob man seinen Beruf freudvoll oder leidvoll ausübt, liegt aber nicht unbedingt daran, dass man etwas gefunden hat, dass den eigenen Fähigkeiten, Talenten und Interessen entspricht, sondern auch sehr viel daran, in was für einem Umfeld man seinen Beruf ausübt. Denn es gibt z.B. auch ganz viele Menschen, die haben zwar genau dass gefunden, was ihren Fähigkeiten, Interessen und Stärken entspricht, können aber diesen Beruf trotzdem nicht freudvoll ausüben, weil sie diesen Beruf nicht frei  ausüben können. Sondern weil sie sich, um ihren Beruf ausüben zu können, irgendeinem Unternehmen anschließen müssen und sich den Werten dieses Unternehmens anpassen müssen. Also selbst, wenn man weiß, was man will, kann man das, was man will, nicht unbedingt so ausüben, wie man will.

 

Ich persönlich glaube, es gelingt tatsächlich den wenigsten Menschen, mit dem, was sie wirklich glücklich macht und erfüllt, so Geld verdienen zu können, wie es ihren eigenen Werten, Bedürfnissen und Wünschen entspricht. Denn dass kann man eigentlich nur, wenn man sich selbständig macht. Und, um sich selbständig zu machen, dafür braucht es halt einfach viel mehr, als alleine die Freude an der Sache. Um sich Selbständig zu machen, braucht man bestimmte Fähigkeiten, die nicht jeder in sich hat und die auch nicht unbedingt in das persönliche Wertesystem eines jeden passen.

Mit was für einer inneren Haltung tust Du die Dinge, die Du tun musst?

Ob wir an den Lebensumständen leiden, in denen wir uns befinden, liegt oft gar nicht so sehr an der Lage, in der wir uns befinden, sondern vielmehr an unserer inneren Haltung, die wir gegenüber dieser Lage einnehmen.

 

Wenn Du in der Lage steckst, dass Du es Dir momentan einfach nicht aussuchen kannst, womit Du Dein Geld verdienst und nicht besonders glücklich mit Deiner Situation bist, dann können Dir die folgenden Fragen vielleicht dazu dienen, auch in diesen Situationen Deinen Zustand so zu verändern, dass Du nicht mehr leiden musst, sondern auch hier mindestens ein neutrales Gefühl in Dir entwickeln kannst.

  • Was für einen Sinn kannst Du dem geben, was Du tun musst?
  • Wie kannst Du Dir das, was Du tun musst, so freudvoll wie nur möglich gestalten?

Das Leben selbst, ist der beste Coach, den Du Dir vorstellen kannst

Seit ich mich selbst wieder in einem ganz normalen Angestelltenverhältnis befinde und einer Arbeit nachgehe, die mir momentan hauptsächlich dazu dient, Geld zu verdienen und meine Existenz zu sichern, habe ich festgestellt, dass der beste Coach, den es gibt, das Leben selbst ist. Die Begegnungen und Konfrontationen mit den Menschen, die alltäglichen Situationen, vor allem, die, die uns triggern, gegen die wir uns eigentlich wehren und die wir in unserem Leben auch überhaupt nicht haben möchten, sind die Besten Situationen, in denen wir uns wirklich heilen können. 

 

Wir können uns schön Zuhause in unserem Nest einigeln, täglich meditieren, Yoga machen, Coachingübungen schriftlich beantworten. Das ist alles wichtig, vor allem auch, um uns eine innere Stabilität aufzubauen. Das würde ich Dir auch in erster Linie empfehlen, um eine innere Stärke aufzubauen. Mir persönlich hilft, um mir meine innere Stärke zu bewahren, die ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe, weiterhin täglich zu meditieren, Yoga und Atemübungen zu praktizieren. Diese drei Dinge tue ich jeden Tag, um mich alltagstauglich zu machen. Denn sie helfen mir dabei, in mir stabil zu sein und mich nicht mehr von den täglichen Turbulenzen des Lebens so sehr aus der Bahn werfen zu lassen.

Um Dich selbst wahrhaft heilen zu können, brauchst Du das Leben

Wenn wir uns zu Hause einigeln und nur Zuhause an uns arbeiten, aber dem echten Leben aus dem Weg gehen, dann werden wir niemals in die wahrhafte Selbstheilung kommen.

 

Denn das Leben besteht nun einmal nicht nur aus Yoga, Meditation, einem gemütlichen Zuhause, Liebe, Sinn und Freude, sondern auch ganz viel aus Unsicherheit, Konflikten, Angriff, Überschreitungen unserer persönlichen Grenzen und aus ganz vielen Dingen, die wir einfach mal tun müssen, obwohl wir sie nicht unbedingt tun möchten. Ich persönlich habe festgestellt, dass ich gerade in den letzten 3 Monaten, seit ich wieder einer Arbeit nachgehe, die mir hauptsächlich dafür dient meine Existenz zu sichern und nicht meine Seelenaufgabe ist, unglaublich gewachsen bin. Weil mir das Leben durch die Konfrontation immer wieder zeigt, was da eigentlich alles in mir noch nicht geheilt ist.

 

Und genau diesen Sinn gebe ich auch meiner momentanen Tätigkeit, Geld zu verdienen. Ich gebe dieser Tätigkeit den Sinn, mir noch mehr dabei zu dienen, noch mehr in meine Selbstheilung zu kommen. Denn hier kann ich sozusagen ganz praxisnah in das Leben in seiner Polarität eintauchen. Und gerade weil ich mich auf dieser Etappe meines Lebens befinde, fallen mir auch noch viel mehr Dinge ein, wie ich auch Dich noch mehr unterstützen kann.

 

Natürlich werde ich auch trotzdem mein großes Ziel, einmal mit meiner Seelenaufgabe so viel Geld zu verdienen, dass es reicht, um damit immer ausreichend versorgt zu sein und sorgenfrei und angenehm damit leben zu können.

Über die Zeit - das Leben findet immer nur im Hier und Jetzt statt

Das, was wir auf keinen Fall tun sollten, wenn wir uns in der Situation befinden, momentan einfach noch nicht so leben zu können, wie wir uns das wünschen ist, unsere Freude, unseren Sinn und unsere Lebendigkeit auf später zu verschieben.

 

Denn das Später wird niemals kommen. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt. Wenn wir jetzt nicht leben, dann tun wir es nie. Uns muss bewusst werden, dass die Zeit, die wir uns für das Leben nehmen möchten, nicht irgendwo auf uns wartet. Zeit gibt es im Prinzip überhaupt nicht. Denn Zeit ist tatsächlich ein von unseren Gedanken erschaffenes System, dass in Wirklichkeit überhaupt nicht existiert. Denn es gibt keine Vergangenheit und auch keine Zukunft. Sie sind nur Schöpfungen unseres Verstandes. Zeit existiert tatsächlich nur durch die Bewegung unserer Gedanken.

Wenn Du glaubst, irgendwann einmal mehr Zeit dafür zu haben, wirklich zu leben und glücklich zu sein, dann irrst Du Dich. Denn in der Zukunft kannst Du weder etwas tun, noch etwas fühlen. Das kannst Du immer nur im Hier und Jetzt. Alles, was ist, ist genau in diesem Moment. Und nur dann. Das Jetzt ist das Einzige, das existiert und es ist immerwährend. Denn das Jetzt kann nie vergehen. Und das Leben findet immer nur in genau diesem Moment statt. Nur im Jetzt sind wir überhaupt in der Lage dazu, zu leben. Wenn wir jetzt nicht damit anfangen zu leben und glücklich zu sein, dann werden wir das niemals tun.

Natürlich müssen wir in unserem Leben oft Dinge tun, die wir nicht unbedingt tun möchten, einfach auch, um unsere Existenz zu sichern. Aber sind wir wirklich nur hier, um unsere Existenz zu sichern?

Um in ein Leben eintauchen zu können, dass wir wirklich leben möchten, ist es manchmal nötig, ein paar „Ich muss.“ herunterzuschrauben, um ein bisschen Raum zu schaffen für die „Ich will.“ Und manchmal ist auch sinnvoll auf ein paar „Ich habe.“ zu verzichten, um ein bisschen Raum zu schaffen, für „Ich bin.“

 

Stelle Dir also die Frage, was Du jeden Tag tun kannst, um der Mensch zu sein, der Du sein möchtest, auch in den Dingen, die im ersten Moment vielleicht nicht die große Freude bringen.

 

Ich persönlich möchte ein mitfühlender, liebevoller, aufmerksamer, offener, ehrlicher, bewusster und auch ein humorvoller Mensch sein.

  • Welcher Mensch möchtest Du sein?

Wie kannst Du Freude in die alltäglichen Dinge bringen, die Du tun musst?

Freude bringe ich in meinen Alltag, indem ich die Dinge, die ich täglich tue, mit Hingabe tue. Ich bin mit meinen Gedanken nicht irgendwo anders, wenn ich Dinge mache, die ich einfach tun muss, sondern erledige diese Dinge ganz achtsam und bewusst und konzentriere mich auf jeden einzelnen Arbeitsschritt. Ich schenke dem jetzigen Moment einfach immer meine volle Aufmerksamkeit. Sei es in meiner Tätigkeit oder in Begegnungen mit Menschen. Und nehme gleichzeitig auch eine innere Haltung ein, dass ich das, was um mich herum geschieht, nicht so tot ernst nehme. Mit dem, was um mich herum geschieht, meine ich natürlich nicht die wirklich dramatischen Dinge des Lebens, wie z.B. persönliche Schicksalsschläge, Gewalt, Missbrauch und Misshandlung, die Umweltverschmutzung, die Abholzung der Regenwälder, die Grausamkeiten gegenüber den Tieren oder Kriege.  Sondern damit meine ich die kleinen alltäglichen Dinge, mit denen wir konfrontiert werden, die täglichen Konflikte und Situationen, mit denen wir täglich zu tun haben, die, wenn man sie mit den wirklichen Problemen auf dieser Welt vergleicht, einfach keine Probleme sind.

 

Ich betrachte das Leben, dass um mich herum geschieht, aus der Perspektive eines riesengroßen Theaterstücks. Wir können uns immer selbst aussuchen, was wir daraus machen möchten: ein Drama oder vielleicht sogar eine Komödie.

 

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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