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Angst als Chance für Entwicklung und Wachstum

Angst, als Chance für Entwicklung und Wachstum

In dieser Folge möchte ich Dich dazu inspirieren, Angst einmal von einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Du erfährst: 

  • warum Dir die Angst dabei hilft, Dich persönlich weiterzuentwickeln und zu wachsen
  • mit welcher Methode es mir gelungen ist, meine Panikattacken zu überwinden
  • wie es Dir gelingen kann, Deine Ängste aus der Kindheit aufzuspüren und loszulassen

Außerdem erzähle ich Dir in dieser Folge auch, wie Dir zwischenmenschliche Situationen, die Dich aufwühlen, z.B. ein Streit in Deiner Beziehung, dabei helfen können, altes Leid in Dir zu heilen.

 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea


Vor was haben wir wirklich Angst?

"Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst, ist, über das messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns selbst, wer bin ich eigentlich, mich brillant,

großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?

Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.

Es ist nichts Erleuchtendes daran, Dich so klein zu machen,

dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist, zu offenbaren.

Und wenn wir unser eigenes Licht leuchten lassen,

geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, das Gleiche zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."

(Nelson Mandela zitiert in seiner Antrittsrede als erster farbiger Präsident Südafrikas Marianne Williamson)

Wofür ist Angst da?

Angst an sich, ist nichts Schlechtes, denn das Gefühl der Angst hat uns schon immer dazu gedient, dass wir aufmerksam auf Gefahren werden. Unsere Angst hat uns geholfen, zu überleben. Das Gefühl der Angst, lässt uns im entscheidenden Moment die Gefahr erkennen und dementsprechend handeln. Wo Leben ist, da ist auch Angst. Der einzige Job der Angst ist, unser Überleben zu sichern.

Angst als Zustand

Das große Problem an Angst ist aber, dass sie zu einem Seinszustand werden kann. Hierbei handelt es sich um eine Angst, die sich nicht nur bei echten Gefahren zeigt, sondern in alltäglichen Situation, die real keine Gefahr darstellen. Die Angst kann sich so weit steigern, dass man Angst davor hat, die eigenen vier Wände zu verlassen, oder Angst vor anderen Menschen hat oder sogar Angst hat, zu leben und hier zu sein. 

 

In diesem Fall bewahrt uns die Angst nicht mehr vor Gefahren, sondern bestimmt unser Leben. Sie schwingt unterschwellig immer mit und hemmt uns in allem, was wir tun, wenn wir nicht lernen, sinnvoll mit ihr umzugehen.

Wie wird die Angst zum Seinszustand?

Ich glaube, die Angst kann deshalb zu einem Seinszustand werden, weil wir täglich mit Dingen konfrontiert sind, die mit unserem eigenen Leben eigentlich überhaupt nichts zu tun haben. In der heutigen Welt basieren die Nachrichten und Berichte in den Medien überwiegend auf Angst. Hier sehen wir täglich Krieg, Tod und Gewalt, als wären wir mitten drin. Manch einer geht sogar davon aus, die Politik schürt unsere Angst, um uns klein zu halten. Da ich persönlich aber keine Verschwörungstheoretikerin bin, möchte ich mich mit diesem Thema nicht beschäftigen, sondern lieber die Frage in den Raum stellen:

  • Kann es sein, dass wir genau in dieser Zeit leben, um speziell diese kollektive Angst zu überwinden und als Katalysator für unsere persönliche Entwicklung und somit auch für die Entwicklung der ganzen Welt zu nutzen?

Wenn man die Persönlichkeitsentwicklungs- und spirituelle Szene ein bisschen beobachtet, dann wird klar, dass gerade die erfolgreichen Menschen in dieser Branche sich ihren Ängsten stellen. Denn gerade, wenn man sich seinen Ängsten stellt, dann treibt das die persönliche Entwicklung enorm nach vorne.

Angst als Wegweiser

Ich glaube, dass wir uns gerade das angucken sollten, wovor wir am meisten Angst haben. Denn wenn wir das überwunden haben, dann kann uns nichts mehr aufhalten.

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben.

Mut ist, die Angst zu überwinden und die Dinge trotz der Angst, zu tun."

Die Ängste aus unserer Kindheit

Die meisten Ängste, die im erwachsenen Alter in uns hoch kommen, sind tatsächlich alte Ängste aus unserer Kindheit. Eine große Angst von mir war zum Beispiel, dass ich mich verlaufen könnte. Wenn ich mich mit meinem Auto verfahren habe, war es so, dass ich richtige Panikattacken bekam. Dies rührt daher, dass ich mich als Kind wirklich einmal verlaufen hatte und diese alte Angst, hat mich in diesen Situationen immer wieder eingeholt. Denn sind wir mal ehrlich, nur weil man sich verfährt, muss man keine Panikattacke bekommen. An viele unserer alten Ängste, können wir uns rational überhaupt nicht mehr erinnern, weil die damaligen Erlebnisse zulange zurückliegen. Die Erinnerung an das Ursprungserlebnis ist aber auch gar nicht nicht nötig, um die Angst zu überwinden.

Angst überwinden

Um eine Angst zu überwinden, muss man sie zulassen und durchfließen lassen. Wenn mich heute ein Gefühl der Angst überkommt, setze ich mich hin, oder lege mich sogar auf den Boden, mache meinen Körper möglichst weit, offen und alle Muskeln locker und atme. Durch das lockerlassen der Muskeln, kann das Gefühl der Angst den Körper verlassen. Wenn wir uns verkrampfen und klein machen, halten wir das Gefühl damit fest. Mit dieser Methode ist es mir auch gelungen, meine Panikattacken zu überwinden.

Angst als Botschafter

Wenn Ängste in uns hoch kommen, sollten wir immer genauer hinsehen und uns die Fragen stellen:

  • Was möchte die Angst mir sagen?
  • Ist die Angst der Situation angemessen?
  • Könnte es sich um eine alte Angst aus der Kindheit handeln?
  • Was kann mir im schlimmsten Fall passieren?

Angst schürt Angst, schürt Angst

Uns von der Angst dominieren zu lassen, schürt immer noch mehr Angst in uns. Mit jeder Situation, der wir aus Angst aus den Weg gehen, mit jeder Sache, die wir aus Angst vermeiden, verstärken wir die Angst damit. Das kann so weit gehen, dass man sich irgendwann überhaupt nichts mehr zutraut. In der Zeit, als ich unter Depressionen gelitten habe, ist meine Angst so groß geworden, dass ich mich nicht einmal mehr getraut habe, den Pizzaservice anzurufen. Wenn die Ängste so stark in uns werden, dass wir den Alltag nicht mehr gewältigen können, schaufeln wir uns im Endeffekt damit unser eigenes Grab. Die Angst wir erst weniger, wenn wir die Dinge, die wir aus Angst vermeiden, langsam Schritt für Schritt angehen. Wenn wir aus Angst auf etwas verzichten, dass wir eigentlich tun möchten, dann rauben wir uns damit unsere Lebendigkeit.

 

Mit jeder Überwindung unserer Ängste, wachsen und entwickeln wir uns weiter und kommen unserer eigenen Größe immer näher. Mit jeder Sache, die Du trotz der Angst machst, wirst Du stärker, kraftvoller und selbstbewusster. Mit jeder Überwindung, nimmt Dein Selbstvertrauen wahnsinnig zu. Lass Dich nicht von Deiner Angst beherrschen, sondern beherrsche Du die Angst.

 

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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