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Die Atemtherapie

In der Atemtherapie geht es darum, zu lernen, seinen Atem bewusst wahrzunehmen und, wenn es erforderlich ist, gezielt zu verändern.

 

Durch einen einfachen Test kannst Du überprüfen, ob Du richtig atmest. Stelle Dich gerade hin. Lege Deine flache Hand auf Deinen Bauch und atme ein. Wölbt sich Dein Bauch bei der Einatmung nach vorne? Dann atmest Du richtig. Verändert sich Dein Bauch nicht, oder zieht er sich sogar nach innen? Dann atmest Du falsch.

 

Im November 2016 wurde eine Studie der Perelman School of Medicine an der University of Pennsylvania veröffentlicht, die zeigte, dass schwere Depressionen mit Hilfe einer Atemmeditation aus dem Sudarshan Kriya Yoga gelindert werden können.

 

Wenn ich früher wegen irgendetwas aufgewühlt war, hielt der Zustand ewig an. Ich konnte mich über lange Zeit nicht beruhigen. Mein Körper war angespannt, unruhig und hektisch. Mein Herz hämmerte und vor allem: Meine Atmung war flach. Die körperlichen Symptome waren ähnlich den Symptomen einer Panik.

  

Wenn ich heute merke, dass ich in einen aufgewühlten Zustand gerate, mache ich sofort meinen ganzen Körper absichtlich locker und atme bewusst extra tief ein uns aus. Ich atme 4 Sekunden lang ein und 4 Sekunden aus. Ich atme tief in meinen Bauch ein, so dass sich mein Bauch nach vorne wölbt. Bei der Ausatmung zieht sich mein Bauch wieder nach innen. Dabei zähle ich während der Einatmung innerlich bis 4, halte eine Sekunde vor der Ausatmung inne und zähle bei der Ausatmung innerlich bis vier. Das Ganze mache ich etwa zwei Minuten lang und mein Körper fängt an sich zu beruhigen.

  

Der Atem ist für mich das wichtigste Tool, mich schnell zur Ruhe zu bringen.

  

Inzwischen habe ich es mir angewöhnt, den ganzen Tag über zwischendurch immer wieder bewusst tief zu atmen. Alleine diese kleine Übung ist zum Teil mit dafür verantwortlich, dass ich heute eine relativ gelassene und stabile Person geworden bin. Einfacher geht es wirklich nicht. Man muss halt nur daran denken, es zwischendurch immer mal wieder zu tun. Klebe Dir zum Beispiel einen Zettel mit dem Wort „atmen“ an Deinen Bildschirm. Halte tagsüber immer mal wieder inne und atme ganz bewusst.

  

Diese zwei Atemübungen haben mir außerdem dabei geholfen Stabilität und Ruhe in mir aufzubauen:

Bei Atemübungen ist es wie bei allen anderen Entspannungsformen. Auch hier zählt die Regelmäßigkeit des Übens. Wenn Du mehr Stabilität und Ruhe in Dir aufbauen möchtest, übe am besten mehrmals die Woche. Den größten und schnellsten Erfolg erzielst Du natürlich, wenn Du eine Atemübung in Deine täglichen Routinen integrieren kannst. 

 

Probiere es aus!

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