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Wie Du die Angst vor Ablehnung überwinden und Dich dazugehörend fühlen kannst.

Wie Du die Angst vor Ablehnung überwinden und Dich dazugehörend fühlen kannst.

Hallo Du wundervoller Mensch, schön, dass Du hier bist!

 

In den letzten Wochen habe ich im Zuge meines Projekts, ein Selbstheilungsprogramm zu entwickeln, dass sich an Menschen richtet, die an den Symptomen einer Bordeline Störung leiden und sich selbst heilen möchten, mit unglaublich tollen Menschen Interviews führen dürfen. In diesen Gesprächen hat sich gezeigt, dass diese Menschen gerade an einer speziellen Angst besonders leiden: die Angst vor Ablehnung

 

In dieser Podcastfolge möchte ich mich nun gerne tiefer mit diesem Thema befassen und mir die Frage stellen, warum wir, egal wie alt wir sind, an dieser Angst leiden können, was für Auswirkungen diese Angst eigentlich auf uns und unser ganzes Leben hat und wie wir es schaffen können, uns angenommen und dazugehörend zu fühlen.

 

Du erfährst in dieser Folge u.a.: 

  • warum wir uns abgelehnt fühlen

  • 5 Schritte, wie es Dir gelingen kann, Dich dazugehörend zu fühlen.

Ich hoffe, dass ich Dich mit dieser Folge ein bisschen inspirieren kann, wie Du das Thema angehen kannst und vor allem wünsche ich Dir von Herzen, dass Du den Mut in Dir entwickelst, die Ängste in Dir zu überwinden. Denn Du hast es selbst in der Hand, wie dazugehörend Du Dich in Deinem Leben fühlst und vor allem musst Du Dich nicht alleine durch das Leben kämpfen. Denn wir Menschen sind deshalb so viele, damit wir uns gegenseitig unterstützen. Manchmal haben wir das nur leider vergessen und es wird höchste Zeit uns wieder daran zu erinnern. Teile Deine Erkenntnisse und Erfahrungen und stelle Deine Fragen zu diesem Thema sehr gerne unten in den Kommentaren, auf meinem YouTube-Kanal oder auf Instagram @andreachristlhein.

 

Lass' uns gemeinsam dazu beitragen, ein neues Bewusstsein für Heilung auf die Erde zu bringen! 


Kannst Du mit Dir und dieser Welt in Frieden sein?

Zum Einstieg in das Thema möchte ich Dir gerne eine Frage stellen:

  • Kannst Du mit Dir und dieser Welt in Frieden sein?

Diese Frage habe ich vor ein paar Tagen auch einer jungen Frau gestellt. Ihre Antwort darauf war: "Mit mir selbst vielleicht schon irgendwann, aber mit dieser Welt niemals. Mit dieser Welt kann man nicht in Frieden sein!" 

Warum fühlst Du Dich abgelehnt und nicht dazugehörend?

Sich an einem Ort angenommen und dazugehörend zu fühlen, gegen den wir eine dermaßene Ablehnung haben, ist schwierig. Fast unmöglich würde ich sagen. Sich unter Menschen willkommen zu fühlen, die wir ablehnen, ist genauso wenig möglich. Sich in uns selbst Zuhause zu fühlen, wenn wir uns selbst nicht mögen und uns schlecht behandeln, ist auch schwierig. Wenn wir all das ablehnen wird es uns nicht möglich sein, uns dazugehörend zu fühlen, denn damit wird unser Leben und Dasein zu einem Zwang. Im Prinzip kann man das gut mit einem Gefängnis vergleichen. Wir werden gegen unseren Willen an einen Ort eingesperrt, der uns nicht gefällt, einer Gruppe von anderen Menschen ausgeliefert, die wir nicht mögen und auf deren Verhalten wir keinen Einfluss haben. Uns selbst dazu noch abzulehnen, ist sogar noch eine Stufe schlimmer, als ein Gefängnis. Denn Zusätzlich werden wir hier noch in einen Körper hineingezwängt, der uns die ganze Zeit mit irgendwelchen Emotionen und Empfindungen plagt, die wir nicht spüren möchten. Unser ganzes Dasein ist in diesem Fall eigentlich ein ewiger Kampf gegen die Realität. Denn wir sind nun einmal hier auf der Erde, in unserem Körper, zusammen mit inzwischen fast 8 Milliarden anderen von dieser "schrecklichen" Spezies. 

Wie kannst Du diese Realität annehmen? Wie kannst Du es annehmen, hier zu sein?

Vielleicht hat dieses Leben, diese Erde, dieser Körper, die anderen Menschen, wir selbst, in Wirklichkeit diese Schublade, in der wir sie gesteckt haben, diese Meinung, die wir über sie haben, überhaupt nicht verdient. Vielleicht ist all das überhaupt nicht so schlecht, wie wir es halten. Vielleicht ist all das einfach nur das, was wir alle gemeinsam aus dieser Welt gemacht haben. Und jeder von uns nährt mit dem, was er über die Welt und das Leben denkt und vor allem auch, was er aus seinem Dasein macht, genau das, was aus dieser Welt wird.

Schritt 1: Verantwortung übernehmen

Aus dieser Verantwortung kann sich niemand rausnehmen: Wir alle sind gemeinsam die Erschaffer dieser Welt. Diese Verantwortung zu übernehmen, ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Schritte, um sich überhaupt dazugehörend zu können.

Schritt 2: Akzeptanz

Um nun weg von dieser Ablehnung gegen all das zu kommen  - und das sollten wir, wenn wir uns irgendwann dazugehörend und angenommen fühlen möchten - ist es ganz wichtig, zuerst einmal den Ist-Zustand zu akzeptieren. Denn in einem Kampf gegen die Realität werden wir immer den Kürzeren ziehen. Gegen die Realität können wir nicht gewinnen. Solange wir weiter gegen die Realität ankämpfen, verstärken wir sogar das Gefühl der Ablehnung in uns und verschlimmern unseren Zustand damit nur. Warum ist es eigentlich so schwierig diesen Kampf loszulassen? Ich glaube, es ist deshalb so schwer diesen Kampf loszulassen, weil wir alle nicht gerne verlieren. Denn zu verlieren hat früher tatsächlich bedeutet, zu sterben. Dieses Muster 'kämpfen zu müssen', ums Überleben kämpfen zu müssen, ist ein evolutionäres Programm, das tief in uns verankert ist. Unbewusst und instinktiv kämpfen wir. Das bringt uns nur in dieser Situation nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Je mehr wir gegen die Realität weiterkämpfen, desto kraftloser werden wir, desto mehr verlieren wir damit an Energie, an Lebensenergie, an Freude, Frieden und Liebe. Also wir bewirken mit diesem Kampf eigentlich genau das Gegenteil von dem, was wir uns wünschen. Vielleicht fällt es Dir leichter, diesen Kampf zu verlieren, wenn Du Dir klar wirst, dass in diesem Fall der Verlust, ein Gewinn ist.

Manchmal müssen wir einen Kampf aufgeben und manchmal müssen wir sogar verlieren,

um das gewinnen zu können, was wir uns wünschen.“

Schritt 3: Bewusstsein schafften

Im nächsten Schritt sollten wir uns nochmal bewusst machen, dass wir es selbst sind, die aus der Welt machen, was sie ist und was sie sein wird. Die Vergangenheit können wir nicht mehr verändern. Aber wir können die Zukunft verändern, indem wir uns über unser Wirken in der Gegenwart bewusst werden und dieses im Hier und Jetzt verändern.

 

Wenn wir aus der Welt etwas anderes machen möchten, dann ist es ganz wichtig uns klar darüber zu werden, was wir selbst mit dem, wie wir sind, bewirken.

  • Was bewirkst Du mit dem, wie Du bist, wie Du zu Dir selbst und anderen bist, wie Du Dich selbst und andere behandelst, was Du über Dich und über andere denkst, wie Du jeden Tag lebst?
  • Was machst Du mit all dem, jeden Tag mit Dir selbst und auch mit der Welt?

Das, was Du jeden Tag mit Dir selbst machst, ist auch das, was Du aus dieser Welt machst.“

Und falls jetzt der Einwand in Dir hochkommen sollte: Es nützt doch überhaupt nichts, wenn nur ich alleine mich verändere, dann möchte ich Dir einfach sagen: Es verändert sich alles, wenn nur Du alleine Dich veränderst. Weil Du über das, wie Du bist, die Welt siehst. Ich weiß, es ist schwer vorstellbar, dass die Welt schön wird, wenn nur wir uns verändern. Aber hier kann ich ganz klar von meiner eigenen Erfahrung sprechen. Bevor ich mich selbst verändert habe, war die Welt in meinen Augen ein dermaßen düsterer Ort für mich. Und heute 8 Jahre später empfinde ich die Welt als einen Ort der Magie und das Leben als ein unendliches Geschenk. Weil ich heute nicht nur die Realität in der Welt sehen kann, sondern auch die Wirklichkeit. Dazu braucht man keine besonderen Fähigkeiten. Dieser Blick auf die Welt kommt von ganz alleine, wenn wir mit dem in Kontakt kommen, was wir außerhalb der Realität noch sind. Dieses unendliche Bewusstsein, die universelle Liebe, die in jedem von uns und überall ist.

Schritt 4: Arbeit mit der Angst

In diesem ganzen Prozess dürfen wir die Angst natürlich nicht vergessen. Denn, wenn wir Angst vor Ablehnung haben, steuert uns die Angst in unserem Verhalten. Und wir kämpfen nicht nur gegen die Realität, sondern auch gegen die Angst. Solange wir uns diese Angst nicht ansehen, werden wir immer von ihr gesteuert werden und tun die ganze Zeit zwanghaft Dinge, um unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu stillen und unseren Platz in der Gruppe zu sichern. 

 

Das sind dann oft die Menschen, die bis zum Umfallen arbeiten und Leistung bringen, die nicht negativ auffallen möchten, die alles richtig und bloß keinen Fehler machen möchten, die nicht Nein sagen können, die ihre eigenen Bedürfnisse total zurückschrauben, um den anderen mehr dienen zu können, die freundlich, hilfsbereit und zuverlässig sind. Denn all diese Qualitäten machen uns wichtig für die Gruppe und tragen dazu bei, dass wir uns unverzichtbar machen. Wenn wir allerdings so sind, weil uns die Angst im Nacken hängt, dann werden diese Eigenschaften zu einem Zwang. Wir versuchen dann zwanghaft, all die gegenteiligen Qualitäten, wie zum Beispiel, einfach mal faul zu sein, Fehler zu machen, auch mal Nein zu sagen, um uns Raum und Zeit für uns selbst nehmen zu können, in dem Sinn egoistisch zu sein, auch mal schlecht gelaunt zu sein, zwanghaft zu vermeiden. Und wir wissen ja, was passiert, wenn wir zwanghaft etwas versuchen zu vermeiden. Es entsteht ein Pulverfass in uns. Wer so vieles, was wir auch sind, zwanghaft versucht zu vermeiden, der züchtet damit einen inneren Vulkan in sich. Und irgendwann kommt der Tag, an dem wir keine Kraft mehr haben, diesen Vulkan in uns in Zaum zu halten. Denn auf der einen Seite stecken wir uns in die Rolles des schaffenden und braven Bürgers und auf der anderen Seite verdrängen wir zusätzlich noch all das, wovor wir Angst haben, dass unseren Platz in der Gruppe gefährden könnte. Wer so lebt, bricht entweder irgendwann zusammen -  es kommt zu einem Burnout. Oder der Vulkan bricht aus und wir bekommen einen dermaßenen Wutanfall und rasten total aus. Diese Wut richtet sich dann entweder gegen uns selbst oder gegen andere. Und dann kann aus diesem lieben, braven und fleißigen Vorzeigebürger, plötzlich ein unberechenbares Tier werden.

 

Kein Wunder, das die anderen Menschen dann überhaupt nicht mehr wissen, was plötzlich  mit uns los ist. Sie hatten ja die ganze Zeit ein komplett anderes Bild von uns. Das Bild von dem braven, fleißigen, liebenswürdigen, harmonischen und hilfsbereiten Ja-sager. Und dann kann es nämlich sogar passieren, dass sich die Menschen genau deshalb von uns abwenden, weil sie mit dieser Wucht an Emotionen, unserer Wesensveränderung oder unserem Totalzusammenbruch überhaupt nicht zurecht kommen und wir uns mit genau dem selbst ins Aus schießen, womit wir eigentlich die ganze Zeit versucht haben unseren Platz zu sichern.

Die eigenen Bedürfnisse nicht zu beachten, ist die Garantie dafür,

dass wir früher oder später zusammenbrechen oder einen Wutanfall bekommen.“

Schritt 5: Die eigenen Bedürfnisse kennen lernen, annehmen und integrieren

Einer meiner Meinung nach wichtigsten Schritte auf unserem Weg in die Zugehörigkeit ist es deshalb, sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und diese auch zu erfüllen. Denn wenn unsere Bedürfnisse nicht in uns gestillt sind, dann werden wir uns auch nicht wohl in unserem Leben fühlen können. Zum einen sind das:

  • Grundbedürfnisse, wie z.B. unserem Körper alles zu geben, was er braucht, wie hochwertige Nahrung, Wasser, Bewegung, Schlaf, Wärme
  • Sicherheitsbedürfnisse, wie ein Zuhause, an dem wir uns wohlfühlen
  • Sozialbedürfnisse, wie z.B. eine Partnerschaft, Freundschaften, ein soziales Netzwerk, Liebe, Austausch
  • Persönliche Bedürfnisse: Was brauchst Du persönlich, um Dich wohlfühlen zu können? Was ist Dir wichtig?

Sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden, ist manchmal gar nicht so einfach. Häufig erkennen wir erst dann, was uns persönlich wichtig ist, wenn wir uns bewusst darüber werden, was uns nicht gut fühlen lässt. Wenn wir hektisch, nervös und unruhig in uns werden, dann ist das ein gutes Zeichen, dass wir gerade ein Bedürfnis von uns nicht beachtet haben. Wie zum Beispiel Ruhe, Stille oder Rückzug. Häufig stehen unsere eigenen Bedürfnisse auch im Widerspruch zueinander. Einerseits brauchen wir zum Beispiel Ruhe und Alleinsein, andererseits brauchen wir aber auch Aktion und Gemeinschaft. Kommt eines davon zu kurz, werden wir auch unzufrieden. Manchmal stehen uns auch unsere eigenen Ängste im Weg, ein tiefes Bedürfnis in uns stillen zu können. Wie zum Beispiel unsere Angst vor Einsamkeit. Wenn wir Angst vor der Einsamkeit haben, wird es uns schwer fallen unser Bedürfnis nach dem Alleinsein stillen zu können.

 

Ganz besonders wichtig ist es auch, zu erkennen, wenn wir uns von unseren Ängsten steuern lassen, um bestimmte Bedürfnisse in uns zu stillen. Und hier uns eine Möglichkeit zu suchen, wie wir diese Bedürfnisse selbstverantwortlich befriedigen können und uns auch klar darüber zu werden, ob wir mit dem, wie wir handeln wirklich unser Ziel erreichen. 

  • Ist es wirklich so, dass wir ausgeschlossen werden, wenn wir einmal Nein sagen oder Grenzen ziehen?
  • Ist es wirklich so, dass wir sofort unseren Arbeitsplatz verlieren, wenn wir einmal einen Fehler machen?
  • Ist es wirklich so, dass niemand mehr Zeit mit uns verbringen möchte, wenn wir uns einmal Raum für uns selbst nehmen?

Vielleicht macht uns genau das, auch einmal Nein zu sagen, uns zuerst einmal um uns selbst zu kümmern, damit es uns gut geht, uns unsere Fehler einzugestehen, zu einer selbstbewussten Persönlichkeit, die keine Angst mehr haben muss, abgelehnt zu werden. Weil uns genau das mutig, authentisch und echt macht. Und diese Echtheit macht zufrieden. Und genau das ist es doch auch, was sich die meisten Menschen wünschen und wo es sie hinzieht. 

 

Je mehr Du zu Dir selbst wirst und nichts mehr unterdrückst, sondern zu dem stehst, was Dir wichtig ist, desto mehr wirst Du zu einer Persönlichkeit werden, die sich dazugehörend fühlt. Denn so zu leben, wird Dich wohl in Dir selbst fühlen lassen. Und so wie Du Dich in Dir fühlst, strahlst Du auch nach außen und Du wirst Menschen in Dein Leben ziehen, die gerne Zeit mit Dir verbringen werden.

 

Nun wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir.

Deine Andrea

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