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Status quo – 4 Jahre Seelenaufgabe erleben und erfahren

Vor genau 4 Jahren habe ich angefangen meine Webseite zu basteln. Seitdem ist unglaublich viel passiert. Mit meinem 74. Artikel bekommst Du einen Status quo in Bezug auf das Erleben und Erfahren meiner Seelenaufgabe.

Andrea Hein - Seelenaufgabe und Berufung

Hast Du eine Ahnung, was Du in Deinem Leben machen möchtest?

Ich selbst hatte bis vor 4 Jahren überhaupt keine Ahnung, was ich in meinem Leben machen soll. Bis dahin bin ich ziemlich orientierungs- und ziellos durch mein Leben geirrt. Das, was ich vor 4 Jahren schon mal wusste, war:

  • dass mir die Beziehung mit meinem Mann und meiner Familie wichtig ist
  • dass mir meine Haustiere wichtig sind
  • dass mir regelmäßiges und gesundes Essen gut tut
  • dass ich meinen Körper sportlich bewegen muss, um mich gut fühlen zu können
  • dass ich Abenteuer, Fantasie- und Heldengeschichten liebe
  • dass es mir gut tut, in die Natur zu gehen
  • dass ich irgendetwas finden möchte, womit ich kreativ sein kann
  • dass es mir nicht reicht, nur zu arbeiten, um Geld zu verdienen, das Haus und den Garten in Ordnung zu halten und mir sonst irgendwie meine Zeit zu vertreiben
  • dass ich etwas Sinnvolles in meinem Leben tun möchte
  • und dass in mir immer wieder der Wunsch hochgekommen ist, irgendetwas zu tun, womit ich anderen Menschen helfen kann. Und das, obwohl ich damals die Menschen noch überhaupt nicht gemocht habe.

Welcher Beruf mich erfüllt, was ich meinem Leben für einen tieferen Sinn geben kann, wie ich mein Leben und meinen Tag gestalten kann, so dass er mich glücklich macht, war für mich immer ein Mysterium gewesen.

Wusstest Du schon immer, was Du werden möchtest?

Als es in meiner Schulzeit darum ging, sich langsam Gedanken darüber zu machen, was man denn beruflich werden möchte, hatte ich schon keine Ahnung und über 20 Jahre danach immer noch nicht. Natürlich haben wir uns in der Schule mit dem Thema beschäftigt, herauszufinden, wo wir denn hineinpassen würden. Hierfür haben wir sogar einmal einen Ausflug in das BIZ (Berufsinformationszentrum) gemacht und dort einen Test absolviert, der dann 3 verschiedene Vorschläge für mich ausgespuckt hat. An zwei davon erinnere ich mich noch: Biologin und Bankkauffrau. Meinen Eltern hat Bankkauffrau am besten gefallen, wahrscheinlich weil meine Tante auch Bankkauffrau und meine Mutter Bürokauffrau war. "Geh doch in die Bank oder in eine Versicherung. Das ist ein sicherer Job und dazu noch gut bezahlt." Na gut, warum nicht? Da ich selbst sowieso keine Ahnung hatte und mich auch sonst mit keinem anderen Beruf identifizieren konnte, habe ich mich auf eine Stelle in München als Versicherungskauffrau und eine Stelle in Starnberg, meiner Heimatstadt, als Bankkauffrau beworben. Beide Vorstellungsgespräche habe ich als schrecklich empfunden, kam mir dabei absolut fehlt am Platz vor, habe mich unglaublich unwohl dabei gefühlt und war einfach nur froh, als ich die Sache hinter mir hatte. München war für mich, als ein Kind der Natur und des Waldes, eine absolute Horrorvorstellung. In die Arbeitsstelle nach Starnberg konnte ich immerhin zu Fuß gehen, was für mich damals als ein guter Grund absolut ausreichend war, die Ausbildung anzutreten. Der zweite Grund war einfach nur, dass ich die Zusage bekommen hatte. Dafür musste ich doch dankbar sein, oder? Ganz egal, wie fehl am Platz und unwohl ich mich schon am ersten Tag in dem Bankgebäude damals gefühlt hatte.

 

Mein Weg war festgelegt. Hineingepasst habe ich nie wirklich.

Vielleicht gibt es einfach keinen Beruf, der zu Dir passt?

  • Vielleicht tun sich manche Menschen deshalb so schwer mit ihrer Berufswahl, weil es den Job, indem sie wirklich hineinpassen, in der Zeit, in der sie sich entscheiden sollen, noch gar nicht gibt?
  • Vielleicht geht es bei diesen Menschen genau darum, sich den Beruf, der für sie bestimmt ist, selbst zu erschaffen und damit einen neuen Beruf auf diese Welt zu bringen?

Wie lange hast Du in Deinem Leben gelitten?

  • Könnte es vielleicht sogar sein, dass die Menschen, die nicht wissen, was sie tun sollen und aufgrund dessen, in ihrem Leben immer mehr leiden, sei es seelisch oder körperlich, sich genau mit diesem Leiden, in einer Art Ausbildung direkt vom Universum für ihre zukünftige Berufung befinden? 

Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen verrückt, aber genau das erleben wir doch auch immer öfter. Menschen, die selbst auf irgendeine Art und Weise in ihrem Leben sehr gelitten haben und es geschafft haben, sich aus diesem Leiden zu befreien, helfen anderen Menschen genau damit, ihren Heilungsweg zu teilen. So wie ich.

  • Wer ist die bessere Unterstützung? Jemand, der sein Wissen aus Büchern zieht und dieses Wissen weitergibt, aber selbst gar nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn man es wirklich durchlebt? Oder jemand, der es selbst erfahren hat, weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst davon befreit hat und die Schritte selbst gegangen ist, die Heilung bewirken?

Neue Berufe, für eine neue Welt

Ich persönlich glaube, dass es zukünftig gar keinen anderen Weg für die Menschheit mehr geben wird, als ihre Berufe selbst zu erschaffen oder zumindest zu formen. Die Zeit, in der wir uns im beruflichen Sinne, starr an strickte Vorgaben halten, obwohl unser Herz etwas anderes sagt, ist meiner Meinung nach, bald vorbei. Die Welt schreit nach Kreativität, Flexibilität, Offenheit, genauso wie nach Mitgefühl, Toleranz und Kompromissbereitschaft.

 

In manchen Dingen sind natürlich auch heute noch strickte Anweisungen und Regeln nötig. Ansonsten funktioniert eine zivilisierte Gesellschaft leider noch nicht. Aber was unsere Berufe, die Teil unserer Selbstverwirklichung sind, betrifft, dürfen wir meiner Meinung nach offen für neue Ideen werden. Natürlich muss man auch hier behutsam und langsam vorgehen. Schritt für Schritt. Wenn man ein vorgegebenes System mit Zwang und Kampf versucht zu verändern, dann kann es passieren, dass alles aus dem Ruder läuft, zusammenbricht und nur noch Schutt und Asche übrigbleiben.

 

Um etwas mittel- oder langfristig ins Positive zu verändern, ohne zu großen Schaden anzurichten, bedarf es meiner Meinung nach Behutsamkeit, Vernunft, Feingefühl, Toleranz, genauso wie Mut, Offenheit und Klarheit. Mit Zwang funktioniert das nicht. Damit fördern wir meiner Meinung nach sogar das Gegenteil von dem, was wir möchten. Denn die Energie von Zwang und Kampf richtet sich ja immer genau auf das, was wir nicht möchten und damit geben wir dem, was wir nicht möchten, Energie und verstärken es damit. Schwächer wird das, was wir nicht möchten, wenn wir zuerst einmal damit Frieden schließen, dass es ist, wie es ist und dann unsere Energie darauf ausrichten, wo wir hin möchten.

  • Wo möchtest Du hin in Deinem Leben?

Kreative Besessenheit vs. Erdung

"Wir dürfen uns dem kreativen Flow hingeben, die Liebe in uns zum Ausdruck bringen

und auf diese Erde bringen. Genauso wie wir Mensch sein und in dieses Leben

eintauchen dürfen - mit allem was wir sind."

Die letzten 4 Jahre – bis ungefähr Ende 2020 - habe ich mich in eine Art kreative Besessenheit gestürzt. Nachdem ich vorher über 20 Jahre lang etwas gelebt habe, einen Beruf nachgegangen war, der mich überhaupt nicht erfüllt hatte, sondern ich mir auf diese Art zu leben, sämtliche Lebensfreude genommen hatte, war ich in den letzten 4 Jahren, nachdem ich endlich den Absprung geschafft hatte, nur noch kreativ. In einem kreativen Flow. Ich habe den Blog und mehrere Bücher geschrieben (nur eines davon wurde veröffentlicht), Podcastfolgen und Meditationen aufgenommen, meine Webseite und Posts für die sozialen Netzwerke gestaltet, YouTube-Videos gebastelt und mich damit von meinen seelischen Krankheiten befreit, die mich zuvor mein halbes Leben lang begleitet hatten. Plötzlich konnte ich per Knopfdruck kreativ sein und es hat sich so unendlich gut für mich angefühlt!

 

Das Problem an der ganzen Sache war nur, dass ich, dadurch, dass mich die Kreativität so erfüllt hat, nichts anderes mehr tun wollte. Alles andere, was auch noch zum Leben dazu gehört, war lästig für mich und wurde im Eiltempo von mir erledigt, damit ich wieder das tun kann, was mich erfüllt. Meine kreative Arbeit war irgendwann das einzige für mich, dass mich wirklich tief erfüllt. Sogar die Beziehung zu meinem Mann hatte darunter gelitten. Natürlich bin ich weiterhin Spazieren gegangen, habe Yoga praktiziert, Sport gemacht und meditiert, aber diese Besessenheit ging so weit, dass ich letztes Jahr auch diese Dinge nur noch getan habe, weil ich es für mein Wohlbefinden tun muss. Die Freude in mir reduzierte sich. Dies wiederum veranlasste mich dazu, noch mehr kreativ zu sein, weil ich eine riesengroße Angst davor hatte, sonst wieder in die Depressionen zurückzufallen. Ein Teufelskreis. Denn damit war ich immer von der Angst getrieben und musste auch irgendwann kreativ sein.

 

In diesem Jahr habe ich lernen dürfen, dass zum Leben mehr dazu gehört, als sich dem kreativen Flow hinzugeben. Der kreative Flow ist in meinen Augen die universelle Liebe, die über unseren kreativen Ausdruck als Menschen auf die Erde strömt. Doch das ist nur die eine Seite. Der eine Pol. Zum Leben gehört auch das "echte" Leben.

  • Unser Körperbewusstsein und unsere Körperpflege und -führsorge
  • Bewegung
  • Atmung
  • die Nahrung, die wir uns besorgen und uns geben
  • unsere Kleidung
  • unser Zuhause zu pflegen und zu gestalten
  • unsere Beziehungen zu Menschen aufzubauen und zu pflegen
  • unsere Beziehung zu Tieren, allem Leben und Mutter Erde zu pflegen.

Zum Leben gehört es dazu, mit allem, was wir sind, hier zu sein auf dieser Erde, auch wenn uns das Leben, wie es momentan auf der Erde abläuft, vielleicht nicht so gut gefällt. Wir sind ein Teil davon, gehören dazu, beeinflussen was geschieht und wie sich das Leben weiterentwickelt. Und jeder steht meiner Meinung nach sogar in einer Art Verpflichtung diesem Leben und der Erde gegenüber.

 

Genau das habe ich in diesem Jahr wieder neu lernen dürfen. Ich finde immer mehr Freude in den Dingen, die ich vorher nur widerwillig – und weil ich es muss – getan habe. Natürlich war das anfangs mit Selbstantrieb und Disziplin verbunden. Doch das ist etwas, was ich zum Glück schon immer gut konnte. Mich selbst antreiben - früher war die Richtung egal. Hauptsache überleben. Heute ist es das nicht mehr. Heute geht es mir darum, gut und erfüllt zu leben. Und zu einem erfüllten Leben gehört alles dazu, was uns als lebender Mensch gesund hält,  uns widerstandsfähig macht und uns in unserer Gesamtheit gut tut.

 

Nun wünsche ich Dir einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest!

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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