· 

Zeit zu Zweit

Setzt euch, jeder auf einen Stuhl, gegenüber. Die beiden Stühle dürfen so nah zusammen stehen, dass euch eure Beine berühren. Nun darf einer von euch erzählen, wie er sich fühlt, wie es ihm geht, was ihn bewegt, ohne dass der andere dazwischen redet. Hierbei ist natürlich nicht gemeint, dass Du Deinen Partner jetzt mit Vorwürfen bombardierst, sondern dass Du darüber sprichst, was tief in Dir selbst vorgeht. Worüber Du Dir Gedanken machst, außerhalb des Alltags. Der Partner hört einfach nur zu. Bevor es los geht, wird eine Zeit zwischen 3 und 7 Minuten festgelegt. Stellt hierfür am Besten einen Wecker. Wenn Du nicht mehr weißt, was Du noch sagen sollst, und die Zeit noch nicht abgelaufen ist, dann könnt ihr euch einfach nur liebevoll ansehen, bis die vereinbarte Zeit vorüber ist.

 

Für Paare, die sich auseinander gelebt haben, kann diese Übung eine ganz schöne Herausforderung darstellen. Wenn beide überhaupt nicht wissen, was sie eigentlich sagen sollen, dann fasst euch an den Händen und guckt euch liebevoll in die Augen. Wenn auch das zu viel ist, nehmt euch an den Händen, schließt die Augen und atmet einfach nur zusammen, bis die Zeit abgelaufen ist. Auch das gemeinsame Atmen kann verbinden und ihr könnt die Übung immer weiter steigern.  

 

Wenn der Impuls für die Zeit zu Zweit immer nur von einem von euch kommt, dann ist das okay und kein Grund, traurig zu sein. Der Partner, der die Initiative ergreift, sollte allerdings auch ernst genommen werden. Wenn einer die Zeit zu Zweit möchte, und der andere ständig keine Lust dazu hat, dann bringt euch das nicht weiter.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Sinah Rosa-Lisa (Donnerstag, 23 August 2018 18:19)

    Hallo Andrea,
    finde die Übung super cool.
    Aber mein Partner möchte diese Übung nicht mit mir machen.
    Hast du eine Idee, wie ich mich trotzdem bewusst öffnen kann?
    Vielen vielen Dank.
    Liebe Grüße
    Sinah

  • #2

    Andrea Hein (Donnerstag, 23 August 2018 19:18)

    Liebe Sinah, an deiner Stelle würde ich immer wieder mal ganz bewusst Dinge erzählen, die dich in der Tiefe beschäftigen oder deine Erkenntnisse über deine Weiterentwicklung mit ihm teilen. Ihn auffordern auch etwas zu erzählen, würde ich allerdings nicht und auch nicht enttäuscht sein, wenn er nichts von sich erzählen möchte. Wenn du viel von dir Preis gibst, öffnet er sich vielleicht auch irgendwann. Sei hier am Besten ganz ohne Erwartung und geduldig. Tiefe braucht Zeit. Liebe Grüße, Andrea