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Haustiere

Haustiere können das psychische Wohlbefinden enorm verbessern und bei Depressionen helfen. Studien haben bewiesen, dass wir bei der Begegnung mit Tieren verstärkt Serotonin ausschütten.

  

Haustiere vertreiben die Einsamkeit, denn sie sind immer für einen da. Sie geben bedingungslose Liebe und man kann ihnen unendlich viel Liebe geben. Wenn wir ein Tier streicheln, dann fühlen wir uns gleich viel besser. Durch ein Haustier lernt man Verantwortung zu übernehmen und bekommt das Gefühl gebraucht zu werden. Durch die Versorgung des Tieres ist man gezwungen Struktur in seinen Tag zu bringen. Ein Haustier, das nach Futter oder Bewegung verlangt, treibt depressive Menschen an, aufzustehen.

  

Meine Katzen waren schon sehr oft meine Schutzengel. Seit nun schon mehr als 10 Jahre leben meine zwei Stubentiger bei mir und haben mir im Laufe der Zeit so viel Glück und Frieden gegeben. Die Katzen zu mir zu holen, war mit die beste Entscheidung meines Lebens. Da ich sehr lange alleine gelebt habe und immer wieder mit der Einsamkeit zu kämpfen hatte, entschloss ich mich, auf den Rat meiner Freundin, zwei kleine Katzen zu mir nach Hause zu holen. Ich lieh mir ein paar Bücher über Katzen von der Bücherei aus und stöberte stundenlang im Internet, um auch bloß nichts falsch zu machen. Letzten Endes wollte ich unbedingt eine bestimmte Rasse namens Ragdoll und auch auf jeden Fall zwei Katzen. Schließlich fand ich über das Internet eine Züchterin, deren Katze vor kurzem Nachwuchs bekommen hatte. Als alles ausgemacht war, holte ich die beiden Kleinen ab. Ich habe niemals meine Entscheidung bereut. Ganz im Gegenteil! Meine Katzen Leo & Lea sind immer für mich da. Gerade in meinen schlimmsten Zeiten haben sie mir durch ihre Anwesenheit sehr geholfen. Wenn ich traurig oder in einem Emotionsstrudel stecke, dann weichen mir meine Katzen nicht von der Seite. In der Zeit, bevor ich in die Klinik gegangen bin, litt ich häufig an Panikattacken. Wenn es Zuhause dazu kam, dann setzte sich die Lea direkt vor mich und fing an wie verrückt zu schnurren. Als würde sie mich mit ihrem Schnurren beruhigen wollen. Wenn ich in meinem Gefühlsrausch planlos von Zimmer zu Zimmer durch die Wohnung lief, folgte sie mir auf Schritt und Tritt und schnurrte so laut, wie ein kleiner Motor. Wenn ich einfach nur auf dem Bett liege und traurig bin, legen sich meine Katzen ganz nah an mein Gesicht und der Leo legt seine Pfote auf meine Wange, als würde er mir die Tränen wegwischen wollen.

 

Vor ungefähr einem Jahr ist noch eine Hündin aus dem Tierheim zu unserer Familie dazugekommen. Dank diesem kleinen Geschöpf hat sich mein Leben noch einmal enorm verbessert.

  

Hunde fördern soziale Kontakte. Denn bei einem Hundespaziergang kommt man automatisch mit anderen Hundehaltern in Kontakt. Die Gespräche reduzieren sich zwar meist auf Hundethemen, aber das ist vollkommen in Ordnung für mich. Bevor wir unseren Hund hatten, bin ich auch schon regelmäßig spazieren gegangen. Hierbei kam es sehr selten zu richtigen Begegnungen. Hier und da mal ein „Grüß Gott!“, aber mehr auch nicht. Heute gehe ich mit unserem Hund spazieren und wir treffen den Rambo, den Balu, den Rocko, die Bella. Und auch die Menschen, die ohne Hund unterwegs sind, begegnen mir ganz anders, weil die meisten unsere kleine Hündin so süß finden. Fast jeder Mensch, der mir über den Weg läuft, hat ein Lächeln übrig. Das macht einfach gute Laune. Mein Hund zwingt mich dazu, mit Menschen zusammenzukommen. Und egal wie niedergeschlagen ich vor dem Sparziergang auch war, danach geht es mir immer ein bisschen besser.

  

Sich ein Haustier anzuschaffen, muss natürlich wohl überlegt sein. Nicht jeder kann sich richtig um ein Tier kümmern. Wer Vollzeit arbeitet und fast nicht zu Hause ist, für den ist ein Hund bestimmt nicht die richtige Wahl. Wenn Du aus irgendwelchen Gründen kein Tier zu Hause halten kannst und das bedauerst, besuche doch mal ein Tierheim. Die meisten Tierheime bieten es an, z.B. mit den Hunden Gassi zu gehen. Und die Tiere dort freuen sich über jede Streicheleinheit.

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