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#119 Selbstzweifel überwinden und Selbstvertrauen gewinnen

Selbstzweifel überwinden und Selbstvertrauen gewinnen

Hallo Du wundervoller Mensch, schön, dass Du hier bist!

 

In dieser Podcastfolge erfährst Du u.a. 

  • warum wir an uns selbst zweifeln

  • wo Selbstzweifel herkommen

  • was unsere Verletzungen mit unseren Wünschen und Sehnsüchten zu tun haben

  • warum wir versagen müssen, um uns zu heilen

  • warum ich glaube, dass gerade Menschen, die unter tiefen Selbstzweifeln leiden, dass Potenzial zur Erleuchtung in sich tragen.

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

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Warum zweifeln wir an uns selbst?

Ob wir an uns zweifeln, hat nichts damit zu tun, ob wir etwas gut können, in einem weltlichen Sinn erfolgreich sind, unserer Ziele und Wünsche erreichen oder wir Zuspruch und Anerkennung von außen bekommen und auch nicht damit, ob wir Fehler machen, versagen, weit von unseren Wünschen und Zielen entfernt sind oder etwas, das wir tun, überhaupt nicht gut können. Es gibt Menschen, die sind Überflieger, können etwas Bestimmtes unglaublich gut, sind erfolgreich und bekommen ständig Zuspruch von Außen und leiden trotzdem unter Selbstzweifeln. Genauso gibt es Menschen, die leben einfach so dahin, ohne etwas Bestimmtes außerordentlich gut zu können, ohne große Ziele oder Träume zu verfolgen, zurückgezogen ohne Zuspruch von Außen zu bekommen und zweifeln überhaupt nicht an sich.

 

Selbstzweifel kommen nicht in uns hoch, wenn wir aus unserem Leben in einem äußeren Sinn nicht viel machen und sie bleiben auch nicht fern von uns, wenn wir offensichtlich total viel aus unserem Leben machen und hierbei in einem weltlichen Sinn total erfolgreich sind.

Wann zweifelst Du an jemand anderem?

Wir zweifeln dann an jemanden, wenn sich das, was der andere ausstrahlt, lebt oder von sich gibt, nicht richtig für uns anfühlt. Wenn jemand in unseren Augen unehrlich, widersprüchlich oder auch undurchsichtig ist. Wenn sich etwas nicht stimmig für uns anfühlt, dann zweifeln wir. Bildlich betrachtet kann man sich das wie eine Tonspur vorstellen. Daher auch das Wort 'stimmig'. Die Tonspur des Menschen, das, was der Mensch aussendet, passt nicht mit dem zusammen, was er tut, wie er sich verhält.

 

Genauso verhält es sich auch mit den Zweifeln an uns selbst. Wir selbst leben etwas, verhalten uns so, sprechen so, denken so, fühlen uns dadurch auch so, was nicht mit unserer persönlichen Tonspur - mit unserer Energie - zusammenpasst. Und genau diese Abweichung von unserem Ausdruck als Mensch und unserer persönlichen Energiesignatur, der Schwingung unserer Seele zweifeln wir irgendwann an unserer Existenz, unserem Daseins- und Lebenssinn, weil sich das für uns nicht stimmig anfühlt und wir so auch gar nicht hier sein möchten. Durch diese Abweichung von unserem körperlichen und seelischen Ausdruck fühlst es sich für uns falsch an, hier zu sein und genau deshalb zweifeln wir, wenn wir weiterhin so leben, irgendwann daran, ob es überhaupt einen Unterschied macht, ob wir hier sind oder nicht. In diesem zwiespältigen inneren Zustand fehlt uns die Gewissheit in Bezug unserer Existenz. Wenn uns diese Gewissheit unsere Existenz fehlt, dann erkennen wir nicht, dass es wichtig ist, dass wir hier sind und zweifeln an unserem Dasein.

Wie sehr passt Deine körperlicher Ausdruck mit dem zusammen, wer Du wirklich bist?

Diese Gewissheit und Klarheit über unsere Existenz ist eng damit verknüpft, wie sehr wir im Einklang mit unserer Energie und unserem Seelenpotenzial leben. Eigentlich kommt der Zweifel also in uns hoch, um uns zu zeigen, dass wir momentan etwas leben, etwas verkörpern, etwas denken oder fühlen, uns auf eine Gewisse Art verhalten, etwas sind, was nicht im Einklang mit unserer Seele und unserem persönlichen Lebenssinn ist.

Wie sehr vertraust Du Dir selbst?

Wann vertrauen wir einem anderen Menschen? Wenn wir uns auf ihn verlassen können, wenn er offen, ehrlich und zuverlässig ist, wenn er seine Versprechen einhält, wenn er tut, was er sagt, wenn er sich korrekt gegenüber uns verhält. Genauso ist es auch mit dem Vertrauen gegenüber uns selbst. Wie bauen dann ein Vertrauen gegenüber uns und unserer Existenz auf, wenn wir uns in uns sicher fühlen können. Wenn wir uns auf uns verlassen können, ehrlich und zuverlässig gegenüber uns selbst sind, tun, was wir uns versprechen und uns gegenüber so verhalten, wie wir es von einem Menschen erwarten, zu dem wir ein Vertrauen aufbauen möchten. Je besser ich einen Menschen zu kennen glaube, je nahbarer und offener ein Mensch gegenüber mir ist, je verlässlicher er sich gegenüber mir verhält, desto mehr vertraue ich ihm meistens auch.

 

Selbstzweifel = Unklarheit über sich selbst

Das Gefühl des Zweifels in uns ist nur ein Bote, der uns die ganze Zeit zeigen möchte, dass wir von uns selbst noch einen falschen Glauben haben. Denn Zweifel entsteht aus einem Glauben heraus. Wir zweifeln an etwas, wenn wir glauben, dass etwas nicht stimmt. Wir zweifeln an uns selbst, wenn wir glauben, dass etwas mit uns nicht stimmt. Wir zweifeln an uns, wenn wir von uns selbst noch ein Bild haben, dass nicht der Wirklichkeit entspricht. 

 

Weil da diese Unklarheit in uns ist, weil wir überhaupt nicht wissen, welche Fähigkeiten, Talente und Kräfte in uns stecken und weil wir auch nicht wissen, dass wir geliebt sind, dass die Liebe etwas ist, dass aus uns selbst heraus entsteht, tun wir zum einen oft Dinge, die überhaupt nicht mit dem zusammenpassen, was wir sind. Und zum anderen tun wir die Dinge dann nicht, weil wir uns dadurch entfalten möchten, sondern, dann tun wir die Dinge, um das zu bekommen, was in uns selbst noch fehlt. Um uns die Liebe und Anerkennung von Außen zu sichern. 

 

Wenn wir aus dieser Haltung heraus die Dinge tun, also aus einer Haltung heraus, in der wir uns überhaupt nicht bewusst über uns selbst sind und aus einer Haltung des Mangels heraus, in der wir glauben, wir müssen tun, wir müssen leisten, wir müssen gut sein, um geliebt zu werden, dann werden wir immer das Gefühl haben, noch besser sein zu müssen, noch mehr leisten zu müssen. Wir werden uns niemals so fühlen, dass es jetzt genug ist. Dass wir jetzt genug sind. 

 

Wenn man selbstbewusst ist und Fehler macht, fühlt man sich trotzdem gut genug. Denn dann bezieht man den Fehler nicht auf sich, sondern darauf, dass das, was man falsch macht, halt einfach nicht das ist, dass zu einem passt. 

 

Wir fühlen uns nicht mangelhaft, ungenügend und fehlerhaft, weil wir die ganze Zeit alles falsch machen, sondern, weil wir die ganze Dinge machen, aus einer Persönlichkeit heraus, die um Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen muss. Aus einer Persönlichkeit heraus, die von sich glaubt, nicht gut genug zu sein. Die also von sich etwas glaubt, dass nicht der Wirklichkeit entspricht.

  

Denn tief in uns, hinter den Verletzungen, die wir erlebt haben, sind wir vollkommen, wir sind ein Ausdruck purer Liebe und Verbundenheit. Tief in uns, sind wir genau das Gegenteil von Zweifeln. Wir sind grenzenloses Bewusstsein.

 

Du fühlst Dich also nicht schlecht, fehlerhaft, nicht gut genug, weil Du es bist, sondern, weil Du selbst noch nicht erkannt hast, was da alles in Dir steckt und was für ein unglaubliches Wunder Du bist. Du zweifelst an Dir selbst, weil Du Dich selbst noch nicht erkannt hast.

Wo kommen Selbstzweifel her?

Der Samen der Selbstzweifel wird in der Kindheit gepflanzt. Haben uns unsere Eltern unterstützt uns selbst entfalten zu können, oder haben uns unsere Eltern vorgegeben, wie wir zu sein haben? Wurden wir oft darauf hingewiesen, dass das falsch ist, was wir machen, oder durften wir „Fehler“ machen und somit entdecken, was zu uns passt? Wenn man immer wieder darauf hingewiesen wird, dass es falsch ist, was man tut, traut man sich auch irgendwann immer weniger zu. Denn irgendwann geht man davon aus, dass man es so, wie man es tut, sowieso nicht richtig machen kann. 

 

Das Schulsystem trägt meiner Meinung nach auch zu einem großen Teil an unseren Selbstzweifeln bei, denn in der Schule machen wir sehr oft Dinge, die nicht zu unseren Fähigkeiten, Talenten und Stärken passen. Dadurch können wir diese dann natürlich auch nicht so gut. Und weil wir dann auch noch Noten auf unsere Leistungen bekommen, haben wir immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Denn bei der Benotung unserer Leistung ist es egal, ob es sich hierbei um Dinge handelt, die unserem inneren Potenzial entsprechen, oder nicht. Wir sind dann einfach schlecht.

Selbstzweifel zeigen uns, dass wir noch nicht das sind, was wir wirklich sind

Wenn wir von Selbstzweifeln geplagt werden, dann sind wir noch nicht das, was wir wirklich sind, sondern, dann stecken wir meiner Meinung nach, noch in unserer Kinderrolle fest. Denn als Kinder haben wir uns mit unserem Verhalten den Wünschen unserer Eltern angepasst, um geliebt zu werden. Wir haben das getan, wovon wir glaubten, wenn wir das tun, dann lieben uns unsere Eltern. Deshalb konnten wir als Kind nicht das Potenzial, das in uns steckt, entfalten, sondern haben es unterdrückt. Und deshalb entsteht diese Unklarheit in uns. Deshalb wissen wir überhaupt nicht, wer wir eigentlich wirklich sind und was für Potenziale wir in uns haben. 

 

Wenn wir als Erwachsene noch in der Kinderrolle feststecken, dann ist der Antrieb, weshalb wir die Dinge tun, die wir tun, immer noch das alte Bedürfnis, nach dem wir uns als Kind schon gesehnt haben, dass aber bis heute noch nicht in uns gestillt wurde. Wenn wir uns aus diesen Antrieb heraus unsere Wünsche erfüllen möchten, dann ist das zum Scheitern verurteilt. Weil wir dann die Dinge nicht aus unsere wahren Persönlichkeit heraus tun, sondern aus einer Persönlichkeit heraus, die von sich denkt, mangelhaft zu sein. 

Unsere ungeheilten Verletzungen, sind die Spiegel unserer Wünsche und Sehnsüchte

Ich glaube, dass die Verletzungen, die wir als Kind erlitten haben, wie z.B. ignoriert zu werden, uns ungeliebt zu fühlen, körperlich oder seelisch misshandelt zu werden, bestraft zu werden, all diese Verletzungen, die uns traumatisiert haben, uns heute, wenn sie noch nicht in uns geheilt sind, unsere Wünsche und Sehnsüchte spiegeln. Also wenn wir z.B. ignoriert worden sind, wird unser Wunsch irgendetwas damit zu tun haben, gesehen zu werden. Wenn wir uns ungeliebt gefühlt haben, wird unser Wunsch damit zusammenhängen, uns geliebt zu fühlen. Wenn wir körperlich misshandelt wurden, wird unser Wunsch auf irgendeine Art und Weise damit zusammenhängen, diesen Schmerz in uns zu heilen. 

 

Denn wir können uns nur nach etwas sehnen, wovon in uns selbst ein Mangel herrscht. Wir können nur nach etwas Sehnsucht haben, was in uns selbst noch nicht gestillt ist. Wäre es in uns gestillt, dann würden wir uns nicht danach sehnen. 

 „Wünsche entspringen Sehnsüchten und all unsere Wünsche und Sehnsüchte

spiegeln uns das wieder, was in uns selbst noch nicht erfüllt ist.“

Warum wünschen wir uns denn bestimmte Dinge? Warum möchten wir bestimmte Dinge erreichen? Bei unseren Wünschen geht es letztlich nie um den Wunsch an sich, sondern immer um das Gefühl dahinter.  

  • Warum wollen wir finanziell frei sein?

  • Warum wollen wir eine glückliche Partnerschaft erleben?

  • Warum wollen wir unsere Berufung finden? 

Weil wir ein bestimmtes Gefühl damit verknüpfen. Ein Gefühl, nachdem wir uns sehnen. 

 

Wir jagen unseren Wünschen im Außen hinterher, obwohl wir diese Sehnsüchte doch nur in uns selbst stillen können. So lange wir uns auf unsere Wünsche im Außen konzentrieren und dabei vergessen diesen Schmerz in uns selbst zu heilen, werden unsere Wünsche im Außen niemals erfüllt werden. Denn wir gehen diese Wünsche auf eine Weise an, die unserem wahren Sein nicht entspricht. Und dadurch entstehen eben genau diese Selbstzweifel in uns. 

Die Angst zu versagen

Weil wir so lange versucht haben, uns unsere Wünsche auf diese Weise zu erfüllen, entwickeln wir in uns eine immer tiefer werdende Angst zu versagen. Ich glaube, dass diese Angst zu versagen, lange Zeit ein Grund ist, es auf diese Weise immer weiter zu versuchen. Denn sich ein Versagen einzugestehen, würde bedeuten, seinen tiefen Wunsch, genau das, nachdem wir uns so sehr sehnen, aufzugeben.

 

Doch wenn wir wahre Erfüllung erfahren möchten, müssen wir aufgeben, unsere Sehnsüchte, über Wege im Außen zu stillen und damit anfangen, sie in unserem Inneren zu stillen. Wenn wir das getan haben, dann werden wir uns immer klarer über uns selbst werden und irgendwann aufhören an uns zu zweifeln. Und wenn wir das richtig getan haben, dann  müssen auch keinen Wünschen mehr im Außen hinterherlaufen, denn dann sind wir einfach was wir sind.

Tiefe Selbstzweifel als Zeichen für das Potenzial zur Erleuchtung

Meine Theorie ist, dass wir immer genau die Gegenseite von dem, was uns im Leben am meisten leiden lässt, als Potenzial in uns tragen. Was habe ich denn als Potenzial in mir, wenn ich extrem unter Selbstzweifel leide? Wenn ich extrem unter Selbstzweifel leide, dann zweifle ich an meinem Selbst. Und was ist denn mein Selbst, wenn es vollkommen entwickelt ist? Wenn mein Selbst vollkommen entwickelt ist, dann ist es erleuchtet.

 

Was habe ich denn für ein Potenzial in mir, wenn ich erleuchtet bin? Wenn ich erleuchtet bin, dann bin ich alles was ist und gleichzeitig bin ich nichts. Denn alles was ist und was nicht ist, ist alles was ist. Wenn ich nur noch bin, was ich bin, dann verschwindet mein Sein in allem was ist.

 

Ich glaube, dass Menschen, die egal, was sie auch in ihrem Leben machen, trotzdem unter tiefen Selbstzweifeln leiden, erkennen sollten, dass es im Leben überhaupt nicht darum geht, was sie tun, sondern darum, wer sie sind. Es geht überhaupt nicht darum, mit seinem Tun irgendetwas zu erreichen, sondern es geht darum zu sein, was man ist und durch das Sein, einen tiefen inneren Frieden zu erlangen, den man niemals finden wird, solange man versucht, mit seinem Tun irgendetwas zu erreichen. 

 

Mit nur noch zu sein und nichts mehr zu tun, meine ich nicht, tatsächlich nichts mehr zu tun, sondern im Tun zu sein. Also die Dinge nicht mehr zu tun, weil Du damit irgendetwas erreichen möchtest , sondern die Dinge zu tun, weil Du es bist. Denn Du bist alles was ist. 

 Du tanzt, weil Du es bist.

Du singst, weil Du es bist.

Du schreibst, weil Du es bist.

Du sprichst, weil Du es bist.

Du spendest Trost, weil Du es bist.

Du hörst zu, weil Du es bist.

Du liebst, weil Du Liebe bist.

Du lebst, weil Du das Leben bist.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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