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Rund um das Thema Meditation

Rund um das Thema Meditation

In dieser Podcastfolge erfährst Du u.a.: 

  • was Meditation eigentlich ist

  • wie wir richtig meditieren

  • warum es die Meditation ist, die Deinen Zustand und Dein Leben verändern kann

  • warum meiner Meinung nach wahre persönliche und spirituelle Weiterentwicklung nur mit Meditation funktionieren kann

  • warum wahres Leben tatsächlich erst in einem meditativen Zustand stattfinden kann. 

Eine kleine von mir angeleitete Meditation gibt es natürlich auch für Dich zum Ausprobieren.

 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea


Was ist Meditation?

 "In der Meditation geht es ganz einfach darum, man selbst zu sein

 und sich allmählich darüber klarzuwerden, wer das ist."

 Jon Kabat-Zinn

Die Meditation ist eine jahrtausendealte spirituelle Praxis, bei der man durch Achtsamkeit und Konzentration eine tiefe Entspannung erreichen kann. Ziel ist es, seinen Geist zu beruhigen, einen tiefen inneren Frieden zu finden und das eigene Bewusstsein zu erweitern. 

 

Bei der Meditation geht es im ersten Schritt darum, zu erkennen wer man ist, im zweiten Schritt, zu werden wer man ist und im dritten Schritt zu sein, wer man ist. 

 

Regelmäßig und langfristig zu meditieren, ist also ein Weg der Selbsterkenntnis. Denn durch die tägliche und langfristige Praxis wird einem zuerst klar, dass man eben nicht seine Gedanken und Gefühle ist, sondern, dass es da einen Teil in uns gibt, der über den Gedanken und Gefühlen steht. Es wird uns klar, dass da ein stiller Beobachter in uns ist, der in der Lage ist, die Gefühle und Gedanken wertfrei und in sich ruhend zu beobachten und von den Stürmen des Lebens unberührt zu bleiben.

 

Je längerfristig man die Meditation praktiziert, desto ruhiger wird es in unserem Kopf und desto friedlicher fühlen wir uns. 

Phase eins der Meditationspraxis - Der Geist beruhigt sich

 "Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über Deinen Kopf hinwegfliegt.

Aber Du kannst verhindern, dass er in Deinen Haaren nistet."

 - Martin Luther -

Viele glauben, dass es beim Meditieren nicht erlaubt ist, etwas zu denken. Doch das ist nicht der Fall, denn sonst könnten wohl nur sehr wenige Menschen richtig meditieren. Ziel der Meditation ist nur, dass man sich bewusst macht, wenn man etwas denkt, und dann nicht an den Gedanken, die kommen, festhält, also diese weiterdenkt, sondern sie wie Wolken am Himmel vorbeiziehen zu lassen. 

 

Wenn Du z.B. anfängst, darüber nachzudenken, dass Du heute noch einkaufen musst und gedanklich schon einmal die Einkaufsliste durchgehst, dann ist es beim Meditieren wichtig, dass Dir dies auffällt und Du dann damit aufhörst, gedanklich die Liste durchzugehen und Dich stattdessen wieder ganz bewusst auf Deinen Atem konzentrierst.

 

Dein Atem holt Dich in den gegenwärtigen Moment zurück. 

 

Die Konzentration auf Deinen Atem hilft Dir dabei, Dich in den gegenwärtigen Moment zurück zu holen. Denn nur im gegenwärtigen Moment ist man in der Wirklichkeit. Vergangenheit und Zukunft sind nur möglich, weil wir darüber nachdenken können. Das wirkliche Leben findet immer nur im Hier und Jetzt statt. Alles andere ist eine Illusion. Die hohe Kunst der Meditation ist eben genau dieses Hier und Jetzt - den gegenwärtigen Moment - bewusst zu erreichen und zu erleben.

 

Wenn Du Dich mit Deinen Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft aufhältst, dann lebst Du nicht. Das sollte Dir bewusst werden.

 "Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht den Abwasch so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, dass ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muss der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muss das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein."

 - Thich Nhat Hanh -

Wieviele Menschen leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Meistens sogar in einer negativen Vergangenheit, in der Dinge bereut werden, in der man sich für irgendetwas schuldig fühlt, in der man alten Gelegenheiten hinterhertrauert und in einer Zukunft, die in der Ferne irgendwo auf einen wartet, in der man hofft, dass einmal irgendetwas passiert im Leben, in der man hofft, dass sich das Leben irgendwann einmal verändert, in der man ausharrt, bis doch irgendwann einmal der Moment kommt, indem es mir gut geht. Doch damit erreiche ich niemals den Zustand, indem es mir gut geht. Der Zustand, in dem es mir gut geht, der ist genau jetzt. Keine Sekunde früher und keine Sekunde später. Und diesen Zustand zu erreichen, trainiere ich mit der Meditation.

Phase zwei der Meditationspraxis - Die Türe zum Unterbewusstsein öffnet sich

Wenn man eine Zeitlang regelmäßig meditiert, wird man in den Zustand kommen, eine kleine Lücke zwischen den Gedanken wahrzunehmen. Dieser Raum, wenn man absolut nichts denkt, ist wie die Türe zu einer inneren Welt, die bis dahin verborgen war. Wenn man es erreicht hat, dass die Lücke zwischen den Gedanken bewusst wahrnehmbar ist, kommt man in die Situation, dass man tief in das eigenen Unterbewusstsein hineinblicken kann.

 

Bevor sich der Geist nicht beruhigt hat, fühlt man meistens keinen positiven Nutzen der Meditation. Die Meditation fängt häufig erst dann an, sich gut anzufühlen, wenn man es erreicht hat, diese Lücke zwischen den Gedanken wahrzunehmen.

 

Diese Lücke brauchen wir, um uns klar über uns selbst zu werden. Meiner Meinung nach, kann man sich persönlich und spirituell überhaupt nicht weiterentwickeln, wenn man nicht meditiert. Denn erst, wenn ich es schaffe, durch die Türe in mein Unterbewusstsein zu gehen, kann ich erkennen und verändern, was sich darin befindet.

Die verschiedenen Hirnwellen und ihre Frequenz

Beim Meditieren kommen Deine Gehirnwellen in einen anderen Zustand. Gehirnwellen sind Schwankungen der elektrischen Spannung innerhalb des Gehirns. Je nachdem in welchem Zustand wir uns befinden (z.B. wach, entspannt, schlafend) schwingen unsere Gehirnwellen in unterschiedlichen Frequenzbändern. 

 

Im Gamma-Zustand (100 bis 39 Hz) befinden sich unsere Hirnwellen, wenn wir extrem fokussiert und hoch konzentriert sind. 

 

Im Beta-Zustand (38 bis 15 Hz) sind unsere Hirnwellen im normalen Wachbewusstsein. Hier ist unsere Aufmerksamkeit nach außen gerichtet. Hohe Frequenzen im Beta-Zustand sind Zeichen von innerer Unruhe, Stress und Angst. Niedrige Frequenzen im Beta-Zustand sind Zeichen von klarem, wachen, aufmerksamen und kreativen Denken. 

 

Im Alpha-Zustand (14 bis 8 Hz) befinden sich unsere Hirnwellen, wenn wir uns in einem wachen, aber entspannten Zustand befinden. Die Alphawellen sind das Tor zur Meditation. Den Alpha-Zustand kann man auch als Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein bezeichnen. Das heißt, in diesem Zustand gelangen tief eingespeicherte Informationen aus unserem Unterbewusstsein in unser Bewusstsein. Solange wir uns im Alpha-Zustand befinden, erinnern wir uns noch an die Informationen, die zu uns kommen. 

 

Im Theta-Zustand (7 bis 4 Hz) befinden sich unsere Hirnwellen, wenn wir leicht schlafen und wenn wir träumen. Der effektivste Zustand für die mentale Programmierung des Unterbewusstseins ist der Theta-Zustand.

  

Im Delta-Zustand (3 bis 0,5 Hz) befinden sich unsere Hirnwellen, wenn wir sehr tief schlafen. 

 

Am idealsten ist es, wenn wir beim Meditieren eine Mischung aus Alpha- und Theta-Zustand erreichen. Denn in diesem Zustand sind wir besonders zugänglich für die Informationen aus unserem Unterbewusstsein und in der Lage diese zu unseren Gunsten umzuprogrammieren. 

Das Unterbewusstsein

Nur wenn wir unser Unterbewusstsein umprogrammieren, können wir unser Leben verändern.

 

Bewusst sind wir Menschen tatsächlich nur ungefähr 5 %. Und wenn wir nun versuchen mit unserem bewussten Verstand unser Leben zu verändern, dann passiert hier natürlich nicht viel. Denn gegen 95 % Unterbewusstsein, kommen 5 % Bewusstsein einfach nicht an. Die meisten Entscheidungen, die wir treffen, die Einstellungen die wir haben, unsere Überzeugungen und Glaubenssätze entspringen unserem Unterbewusstsein. Du erkennst ganz genau, ob Du sehr von Deinen unterbewussten Programmen ins Negative hin beeinflusst wirst, wenn Dein Leben nicht funktioniert. Dein Leben funktioniert aber nicht, weil Du es nicht kannst, sondern, weil Du von Deinen unterbewussten Programmen gesteuert wirst. Also all den negativen eingespeicherten Erfahrungen, die Du im Laufe Deines Lebens erfahren hast und auch die Deine Vorfahren, im Laufe ihres Lebens erfahren haben. In Deinem Unterbewusstsein sind auch die Erfahrungen Deiner Ahnenreihe eingespeichert, denn all die unverarbeiteten emotionalen Belastungen vererben sich an uns weiter. Die Ängste, die unsere Eltern hatten, spüren wir heute auch noch.

 

All diese eingespeicherten Dinge, die tatsächlich 70 % negativ sind (das ist wissenschaftlich bewiesen), werden Dich immer beeinflussen und aufhalten, wenn Du sie nicht umprogrammierst.

 

Unser Unterbewusstsein können wir nicht mit unserem bewussten Verstand umprogrammieren, sondern nur in einem meditativen oder hypnotischen Trancezustand. Denn nur dann erreichen wir in unserem Gehirn den Frequenz-Zustand, der die Veränderung möglich macht.

Vorteile der Meditation

  • die emotionale Stabilität und Gelassenheit nimmt zu
  • Konzentration und Aufmerksamkeit nehmen zu
  • das Immunsystem wird positiv beeinflusst
  • das Gehirn und zentrale Nervensystem werden positiv beeinflusst
  • die Selbstheilungskräfte können gestärkt werden
  • Blutdruck und Pulsfrequenz sinken
  • die Atmung verlangsamt sich, wird tiefer und verbessert die Sauerstoffzufuhr im Körper
  • der Hormonspiegel wird positiv beeinflusst
  • Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen, Muster und Gewohnheiten werden bewusster wahrgenommen
  • das Bewusstsein kann erweitert werden

Die Meditation entfaltet ihre positiven Wirkungen erst, wenn man sie regelmäßig und langfristig praktiziert.

Meditationsformen

  • Stille Meditation
  • Geleitete und geführte Meditation
  • Gehmeditation
  • Meditation in Bewegung (z.B. Yoga, Thai Chi, Qi Gong)

Geleitete Meditationen

  • Atemvisualisierung: Die Aufmerksamkeit wird auf den Atem gerichtet.
  • Köperbewusstsein: Die Aufmerksamkeit wird auf den Körper und die Empfindungen im Körper gerichtet.
  • Traumreisen: Die Aufmerksamkeit folgt einer angeleiteten Geschichte und man lässt im Geist Bilder, Farben, Formen und Sinneseindrücke entstehen.
  • Worte/Mantras: Im Geist wird ein Mantra (ein Wort oder Satz) wiederholt. Die Aufmerksamkeit wird somit auf diese Worte gelenkt und hilft dabei, den Geist zu beruhigen.

Beispiele für geleitete Meditationen

Meditationshaltungen

  • auf einem Stuhl oder Sessel sitzend: die Füße stehen fest auf dem Boden (nicht überkreuzt), die Hände ruhen mit den Handinnenflächen nach oben oder unten auf den Oberschenkeln, oder wie eine kleine Schale in Deinem Schoß.
  • Schneidersitz: Handhaltung wie oben
  • Lotussitz: Handhaltung wie oben
  • Fersensitz: Handhaltung wie oben
  • auf einer Matte liegend (nur wenn nicht die Gefahr besteht einzuschlafen): die Beine liegen etwa 50 bis 60 cm vom Körper weg, die Füße fallen nach Außen; die Arme liegen entweder auch mit einem leichten Abstand vom Körper weg, die Hände liegen mit den Handinnenflächen nach oben ausgerichtet auf dem Boden oder die Hände ruhen schützend auf Deinem Bauch.

Für alle sitzenden Haltungen gilt:

Die Wirbelsäule ist aufgerichtet, die Schultern sind locker und eher nach unten und leicht hinten ausgerichtet, der Kopf ruht gerade auf Deinem Hals (Dein Blick geht geradeaus, bzw. ganz leicht schräg nach vorne unten.) Dein Kinn neigt sich ganz leicht in Richtung Brust. Wichtig ist, dass Du bequem sitzt und Deinen Körper entspannen kannst. Vor allem Hals, Nacken und Schultern sollten so ausgerichtet sein, dass sich keine Anspannungen bilden können. Deine Beine sollten so platziert sein, dass sie nicht einschlafen. Am Wichtigsten ist, dass Du Dich wohl fühlst und in der Haltung, die Du einnimmst, über Deine ganze Mediation lang verweilen kannst, ohne sie zwischendurch verändern zu müssen. 

Meditation braucht Zeit

Um beim Meditieren überhaupt einen positiven Nutzen wahrzunehmen, braucht es ein bisschen Zeit. Es kann sogar sein, dass es sich erst einmal unangenehm und anstrengend anfühlt. Bei mir hat es über zwei Jahre gedauert, bis sich mein Geist beruhigt hat und ich über die Meditation in einen Zustand des tiefen Friedens gefunden habe. Ich bin unendlich dankbar, dass ich immer weiter geübt habe, denn langfristig hat mir die Meditation dabei geholfen viel stabiler und gelassener zu werden, als das früher der Fall war.

Tricks, die Dich während der Meditation unterstützen, Dich von den Gedankenkreisläufen nicht zu sehr beherrschen zu lassen

Ein Mudra verwenden 

Ein Mudra ist eine bestimmte Handhaltung, die den Energiefluss und Deine Konzentration besonders fordert. Hier bringst Du z.B. Deinen Daumen und Zeigefinger zusammen. Diese Art der Handhaltung fordert Deine Aufmerksamkeit und hilft Dir damit nicht zu viel zu denken.

 

Ein Mantra verwenden

Ein Mantra ist ein heiliges Wort oder Satz, dass/der Dir dabei hilft Deinen Fokus zu lenken. Ich verwende z.B. gerne den Satz „Ich bin hier.“ Hierfür sagst Du Dir während der Meditation einfach immer wieder gedanklich den Satz „Ich bin hier.“, wenn Dich Deine Gedanken zu sehr überwältigen. Denn, wenn Du diesen Satz denkst, kannst Du währenddessen nichts anderes denken.

 

Den Satz „Was ist mein nächster Gedanke? Welchen Gedanken denke ich als nächstes?“ innerlich sprechen

Wenn Du Dir diesen Satz innerlich denkst, kann es sein, dass kein Gedanke als nächstes kommt, denn Dein Gehirn kann diese Frage nicht verarbeiten. Dein Gehirn weiß nicht, was Dein nächster Gedanke ist. 

 

Ich kann Dir die tägliche Meditationspraxis nur so sehr ans Herz legen. Mit dem Meditieren anzufangen, war die beste Entscheidung meines Lebens, denn dies hat meinen Zustand und somit mein ganzen Leben maßgeblich zum Positiven hin verändert. Obwohl es sich anfangs sehr unbequem und anstrengen angefühlt hat. Es hat sich so sehr gelohnt immer weiter zu üben, denn damit konnte ich mich von meinen Gedankenkreisläufen, die meine Stimmung so sehr beeinflusst haben, befreien und kann heute einen inneren Frieden in mir fühlen, wie es ohne die Meditation niemals möglich gewesen wäre.

 

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest.

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

Für eine entspannte Meditation

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