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Wie es Dir gelingen kann, auch in einer Krise die Hoffnung nicht zu verlieren

Wie es Dir gelingen kann, auch in einer Krise die Hoffnung nicht zu verlieren

In dieser Podcastfolge erfährst Du u.a.: 

  • was es braucht, um an einer Krise nicht zu zerbrechen

  • wie man es schaffen kann, auch in einer Krise im Vertrauen zu bleiben und somit schwere Zeiten leichter zu überstehen

  • was die Grundursache dafür sein kann, dass Deine Bemühungen Dir Selbstliebe und ein Selbstwertgefühl aufzubauen, immer wieder scheitern

  • was der Grund dafür sein kann, dass Du im Leben mit Problemen zu tun hast wie: Ich weiß nicht wer ich bin oder was mein Leben hier für einen Sinn haben soll, innere Zerrissenheit, Fluchtgefühle, Ich-Verlust, Misstrauen, große Selbstzweifel, Selbsthass und Selbstverletzung

  • welche Perspektive auf das Leben mir heute dabei hilft, auch in Krisen die Hoffnung nicht zu verlieren

  • wie Du das Thema Einsamkeit für Dich lösen kannst. 

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!

 

Deine Andrea


Wie wir Krisen erleben, hängt mit unserer Persönlichkeit zusammen

Warum gibt es auf der einen Seite Menschen, die an Krisen zerbrechen und auf der anderen Seite Menschen, die an Krisen wachsen? Ich glaube, wie man durch eine Krise durchkommt, ist eine persönliche Sache. Das heißt, meiner Meinung nach, liegt es niemals an der Krise selbst, ob ich daran kaputt gehe, oder gestärkt daraus hervorgehen kann, sondern daran, was für eine Persönlichkeit ich bin und was für eine Identität ich habe. Ob ich an einer Krise wachse oder nicht, hängt zum einen damit zusammen, aus welcher Perspektive ich mir die Krisensituation ansehen, wie ich sie bewerte und zum anderen, was ich aus dieser Situation machen möchte, wenn die Krise vorbei ist.

Welche Persönlichkeit muss ich sein, um auch in Krisen im Vertrauen bleiben zu können und die Hoffnung nicht zu verlieren?

Es geht im Leben nicht im die Frage: Wer bin ich? Sondern es geht im Leben um die Frage: Wer möchte ich werden?  Es geht nicht darum, hier zu suchen, wer man ist. Sondern darum, aktiv sein eigenes Selbst zu entwickeln. Dies sollten sich gerade Menschen, die labil, ängstlich, verzweifelt, voller Sorgen und Negativität sind, immer wieder bewusst machen. Denn diesen Zustand kann ich nur verändern, wenn ich mir eigenmächtig und selbstverantwortlich einen neuen Zustand aufbaue.

 

Um nun auch in einer Krise voller Vertrauen bleiben zu können, brauche ich eine Identität, die mich durch diese Krise trägt. Das heißt, ich muss eine stabile, selbstbewusste Identität entwickeln, in der ich voller Selbstvertrauen, in mir ruhend, im Leben stehen kann. 

Die Identität

Die Identität ist so wandelbar, wie das Leben selbst. Wir sind selbst in der Lage unsere Persönlichkeit so zu verändern, wie wir sein möchten. 

 

Wenn ich meine Identität als Kind an den Vorstellungen meiner Eltern anpassen musste und mich hier nicht frei entwickeln durfte, weil mir vielleicht sonst die Liebe entzogen wurde, oder ich sonst bestraft wurde, dann bin ich in der Situation, dass ich meine eigene Persönlichkeit überhaupt nicht entfalten konnte und etwas lebe, dass ich gar nicht bin. 

 

Situationen, in denen ich mir als Kind keine stabile Identität aufbauen konnte sind z.B.: 

  • wenn ich als Kind sehr funktionieren musste

  • wenn ich mich als Kind den Vorstellungen meiner Eltern extrem anpassen musste, damit mir nichts passiert, um mir die Zuneigung meiner Eltern und somit auch mein Überleben zu sichern 

  • wenn ich als Kind meine eigenen Persönlichkeit nicht entfalte konnte, sondern sehr angepasst leben musste

  • wenn ich als Kind nur die Seiten leben durfte, die meinen Eltern gefallen haben.

Probleme die daraus entstehen können sind z.B. 

  • nicht zu wissen, wer man ist

  • Sinnlosigkeit

  • innere Zerrissenheit

  • es findet ein innere Kampf statt

  • Selbstzweifel

  • Selbsthass und Selbstverletzung

  • Schuldgefühle

  • es mit einem selbst nicht aushalten können

  • immer grundlos flüchten und weg rennen wollen

  • unsichtbar sein wollen.
Der innere Kampf findet nicht in Dir statt, weil Du krank bist, sondern weil Du die ganze Zeit gegen Dich selbst kämpfst. Weil Du Dein Leben lang Anteile in Dir unterdrückt hast, die Du als Kind schon nicht ausleben durftest, weil dies schlecht und verboten war. Hättest Du diese Anteile gelebt, dann hättest Du Dich sozusagen "schuldig" gemacht und wärst bestraft worden. So kommen auch die unbewussten Schuldgefühle und der Selbsthass zustande. Wenn wir über viele Jahre Anteile von uns unterdrücken, dann wird der Druck in uns immer größer und in uns brodelt es irgendwann so stark, wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Denn das, was wir verdrängen, verstärkt sich. Dies ist meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb man sich dann irgendwann selbst verletzt. Denn irgendwo muss sie hin, diese unterdrückte Energie. Und weil wir ja gute Menschen sein möchten und nicht gelernt haben, wie wir diesen Druck konstruktiv abbauen können, richtet sich diese ganze überschüssige Energie irgendwann gegen uns selbst.

Die Aufgabe

Wenn Du an den Symptomen leidest, wie oben beschrieben, dann ist die Aufgabe dahinter, Dir Deine verdrängten Anteile zurückzuholen und diese in Dir zu integrieren und Dir Deine stabile Identität selbst aufzubauen.

Wie kann man sich eine stabile Identität aufbauen?

Schritt 1: Selbstverantwortung übernehmen

Um sich eine stabile Identität aufzubauen, ist es nötig, raus aus der Opferrolle zu kommen und für sich, sein Leben und seinen Zustand komplett die Verantwortung zu übernehmen. Oft ist es so, dass genau diese Menschen, die in diesem selbstzerrissenen und labilen Zustand stecken, sehr gerne die Verantwortung für andere Menschen übernehmen, immer helfen und für die anderen da sein möchten. Aber darum geht es jetzt nicht. Diese Helferrolle zieht Dich eher von Dir weg, denn damit bleibt Dir keine Zeit, Dich um Dich selbst zu kümmern. Oft helfen wir den anderen (unbewusst) auch nur, um selbst Liebe abzubekommen. Doch so funktioniert es leider nicht. Hier ist es wichtig zu lernen, sich nicht egoistisch zu fühlen und nicht zu denken, dass man die anderen im Stich lässt, wenn man sich einmal eine Zeit lang um sich selbst kümmert. Ganz wichtig ist, sein Hauptaugenmerk auf sich selbst zu richten und sich dabei nicht schuldig zu fühlen. Wenn Du Dir Deine stabile Identität aufgebaut hast, dann kannst Du die anderen Menschen viel besser unterstützen, ohne Dich dabei aufzugeben und ohne dabei um Liebe buhlen zu müssen. 

 

2. Schritt: Wie muss ich werden, um in mir stabil zu werden?

  • Welche Eigenschaften solltest Du in Dir entwickeln, um in Zeiten einer Krise in Dir stabil, fest verwurzelt und voller Vertrauen bleiben zu können?
  • Wie musst Du als Mensch sein, damit Dich Kleinigkeiten nicht aus der Bahn werfen können?
  • Was für Fähigkeiten möchtest Du in Dir entwickeln?
  • Welche Routinen helfen Dir dabei, in Dir stabil zu werden?

Die Grundursache - fehlendes Urvertrauen

Gerade in letzter Zeit habe ich oft beobachtet, dass es bei der fehlenden inneren Stabilität häufig gar nicht so sehr um die Themen Selbstliebe oder Selbstwert geht. Oft glauben die Menschen, dass die Grundursache ihrer Probleme die fehlende Selbstliebe ist. Aber die fehlende Selbstliebe und das fehlende Selbstwertgefühl ist meiner Meinung nach nur eine Wirkung einer noch tieferliegenden Grundursache. Meiner Meinung nach liegt es häufig am Urvertrauen zum Leben, warum wir uns fühlen, wie wir uns fühlen. Denn das Fundament unseres Zustandes ist das Urvertrauen zum Leben. Wenn das tiefe Vertraue, dass alles gut ist, dass man immer geliebt und beschützt ist, dass alles seinen Sinn hat und uns alles letzten Endes immer dahin bringt, wo wir herkommen, fehlt, dann fehlt die Basis für alles. Wenn diese Basis fehlt, können wir jahrelang an unserer Selbstliebe arbeiten und werden damit immer wieder an den Punkt kommen, dass es uns doch wieder zurückwirft.  Wenn das Fundament - das Urvertrauen zum Leben, in uns nicht geheilt ist, dann können alle anderen Dinge, die wir machen, nicht fruchten.

Urvertrauen ist eine Sache des Glaubens und beginnt mit Selbstvertrauen

Vertrauen ist niemals Wissen. Ich weiß nicht, ob es etwas Göttliches gibt. Ich weiß nicht, ob es eine universelle Kraft gibt, die alles Zusammenhält. Ich weiß nicht, wie die Sache ausgeht und was nach dem Tod passiert. Vom Verstand her, weiß ich nicht was die Zukunft bringt. Ein Vertrauen in das Leben entwickelt man, wenn man lernt, sich selbst zu vertrauen. Sich selbst zu vertrauen, lernt man auch wieder, wenn man sich eine stabile Identität aufbaut und lernt, die Anteile, die man als Kind verdrängt hat, in sein Leben zu integrieren. Denn wenn ich alle Anteile, die mich als Mensch ausmachen, annehme, dann bin ich ehrlich zu mir. Wenn ich die Anteile, von denen ich glaube, dass sie mich zu einem schlechten Menschen machen, weiterhin verdränge und nicht in mir integriere, dann verleugne ich Teile von mir. Und damit kann ich mir selbst und letzten Endes dem Leben nicht vertrauen.

 "Vertrauen ins Leben, geschieht über Selbstvertrauen.

Denn das Vertrauen beginnt immer in mir selbst und

entwickelt sich von meinem Inneren nach außen."

Wie entwickelt man Selbstvertrauen?

Selbstvertrauen entwickelt man über Selbstannahme. Die Annahme meiner Selbst in seiner Gesamtheit als Mensch mit allen Licht- und Schattenanteilen. Wenn wir Schritt für Schritt all das in unser Sein integrieren, was wir als Kind verdrängen mussten, um zu überleben, dann gewinnen wir Vertrauen in uns selbst und dem Leben. Heute sind wir keine Kinder mehr. Heute sind wir erwachsen und wir brauchen nichts mehr zu verdrängen, um zu überleben. Jetzt gilt es, die Angst zu überwinden, dass ich, wenn ich das lebe, wofür mich meine Eltern abgelehnt haben, was ich verdrängen musste, überlebe. Das ist die Aufgabe dahinter.  

 

Deshalb finden ja diese Kämpfe in uns statt, deshalb haben wir Selbstzweifel und Ängste. Wir haben unterbewusst Angst, wenn wir die Anteile, die wir als Kind verdrängen mussten, ausleben, dass wir dadurch sterben könnten. Das ist die unterbewusste Angst dahinter. Denn als Kind ging es immer um Leben und Tod, weil wir als Kind mit unserem Leben von unseren Eltern abhängig waren. Wenn wir als Kind von unseren Eltern Ablehnung, Liebesentzug oder Strafe erfahren haben, weil wir uns nicht so verhalten haben, wie es sich unsere Eltern vorstellen, dann bestand (unterbewusst) immer die Gefahr zu sterben. Denn, wenn uns unsere Eltern ablehnen, bestrafen und uns spüren lassen, uns nicht zu lieben, dann fühlen wir uns als Kind, vollkommen verlassen, verloren und dem Leben schutzlos ausgeliefert.

 „Vertrauen entsteht in Dir, wenn Du lernst, zu Dir selbst zu stehen.“

Urvertrauen vs. Misstrauen

 

Mit Urvertrauen...

Mit Misstrauen...

  • kannst Du authentisch sein und bist mir Dir  und der Welt in Frieden

  • hast Du eine stabile Identität

  • kommst Du in die Initiative

  • kannst Du Deine Persönlichkeit frei entfalten

  • fühlst Du Dich in der Welt integriert

  • erschaffst Du aktiv und selbstverantwortlich Dein Leben

  • kommen über Dein Sein Scham, Zweifel und Schuldgefühle in Dir hoch

  • kommt es zu einem Minderwertigkeitsgefühl
  • dann bist Du mit Deiner Identität im Krieg
  • bist Du passives Opfer des Lebens
  • kommt es zur Stagnation, Selbstsabotage und Verzweiflung
  • fühlst Du Dich einsam und verlassen auf der Welt

*abgeleitet vom Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung 

Ein neuer Blick auf das Leben hilft dabei, Krisen gut zu überstehen

Um besser mit Krisen und unerwarteten Schicksalsschlägen umgehen zu können, hilft mir heute vor allem, dass ich von einer spirituellen Perspektive auf die Geschehnisse des Lebens blicken kann. Ich weiß, diesen Blick auf das Leben einzunehmen, ist nicht einfach und es braucht schon eine gewisse Offenheit, um diesen Blick einnehmen zu können und doch hilft mir gerade diese Sicht auf die Dinge, das Leid, dass auf der Welt geschieht, besser zu verstehen.

 

Früher war meine Sicht auf das Leben: Das Leben ist ungerecht, die Menschen sind böse, die Welt ist schlecht und ich habe die Arschkarte gezogen. Doch heute bin ich der Meinung, dass alles was hier geschieht, nur einen einzigen Sinn hat. Und zwar den Sinn, daran zu wachsen. Meiner Meinung nach geht es hier in diesem Leben hauptsächlich darum, sich persönlich weiterzuentwickeln, zu wachsen, in die höheren Bewusstseinsstufen aufzusteigen und somit dem Endziel: die Erleuchtung, immer näher zu kommen. Das Endziel ist der Austritt aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten und wieder zurückzugehen, wo die Seele herkommt. Dieses Endziel ist wahrscheinlich nicht in diesem Leben erreichbar, vielleicht auch nicht in den nächsten hundert Leben. Aber es steht am Ende der Kette und wenn ich dieses Endziel im Kopf habe, dann weiß ich immer, dass alles seinen Sinn hat und mich letztendlich eben genau diesem Endziel näher bringt. Vor allem weiß ich dann, dass alles gut wird, dann kann ich mir sicher sein, dass, was auch immer in meinem Leben geschieht, es mir immer dazu dient, der Erleuchtung näher zu kommen. Ich glaube, dass es oft jahrelange Prozesse braucht, um am Ende eine Erkenntnis zu gewinnen, die man mit einem Satz zusammenfassen kann. Diese ganzen Abläufe, die hier stattfinden, wie wir hier leben, wir wir Menschen uns dieses Leben erschaffen haben, darum geht es eigentlich gar nicht. Diese Abläufe sind nur die Form, damit bestimmte Erfahrungen, die unsere Seele anstrebt, möglich werden. Oft ist es so, dass eine Erfahrung über viele Jahre geht, um am Ende eine einzige winzige Erkenntnis zu gewinnen. Bei mir hat es zum Beispiel über 17 Jahre lang gedauert, bis ich verstanden habe, dass nicht die Welt oder die anderen Menschen an meinem Zustand schuld sind, sondern, dass ich es bin, die etwas verändern muss, dass es in meiner Verantwortung liegt, etwas zu verändern, damit sich etwas verändert. Ein anderes Beispiel ist, dass ich über 20 Jahre lang einen Beruf ausgeübt habe, der mich nicht erfüllt hat. Ich habe diesen Beruf weiterhin ausgeübt, um mir Sicherheit zu verschaffen und habe mich damit in der Komfortzone gehalten, um letzten Endes zu erkennen, dass ich in der Komfortzone niemals glücklich werden kann, sondern, dass ich die Komfortzone verlassen muss, wenn ich Erfüllung in diesem Leben erfahren möchte.

  

Diese ganzen Erfahrungen, die wir machen, können sich über Jahre hinziehen, bis wir die Erkenntnis dazu gewinnen und die Erkenntnis ist dann das Wachstum. Denn dadurch wird unsere Seele wieder ein Stückchen freier und kommt dem Ziel am Ende der Kette wieder ein Stückchen näher. Ich glaube, es braucht einfach dieses tiefe Vertrauen, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn es sich hierbei um schlimme Schicksalsschläge handelt. Und das es sich hierbei immer um einen Sinn handelt, der uns weiter bringt. Denn gerade die schlimmsten Momente unseres Lebens können uns zerbrechen lassen, wenn wir den Sinn dahinter nicht erkennen. Das Leben ist niemals gegen uns. Im Leben geht es immer darum weiterzukommen und zu wachsen. Es geht niemals um Stillstand oder Zurückentwicklung und wenn wir mit unseren Gedanken, an längst vergangenen Erlebnissen festhalten, dann kommt es erst zum Problem. Wie oft geschieht es im Leben, dass wir eine Erfahrung gemacht haben, die unser Leben und unser Sein, über Jahre beeinflusst. Uns ist zum Beispiel etwas Schlimmes passiert, wir wurden überfallen, bedroht, misshandelt, vergewaltigt oder verlassen. All diese schrecklichen Dinge, die wir nicht erfahren möchten, aber die uns trotzdem passieren. Wie oft geschieht es, dass wir an diesen Erfahrungen festhalten und keinen Sinn dahinter erkennen. Was würde passieren, wenn wir aus den schrecklichsten Erfahrungen, die uns geschehen sind, Erkenntnisse ziehen könnten, die uns wachsen lassen?

 

Gerade die schlimmsten Momente, die wir in unserem Leben erfahren müssen, erleben wir nicht, weil das Leben gegen uns ist, sondern weil wir dazu in der Lage sind, an diesen Erfahrungen zu wachsen. Die Erkenntnis hinter einer schlimmen Erfahrung zu erkennen, ist wahnsinnig schwer. Denn wie kann man hinter den schlimmen Situationen, die uns so sehr leiden lassen, etwas erkennen, dass uns wachsen lässt? Hierfür braucht es einen ganz anderen Blick auf das Leben. Hierfür braucht es einen Perspektivenwechseln, das Leben aus einer spirituellen Perspektive zu betrachten. Die Einstellung, die wir im Leben einnehmen sollten, sollte immer eine Einstellung sein, dass das Leben immer für uns ist.

 

Die Fragen, um die es geht sind immer:

  • Was möchte mir das Leben damit sagen?
  • Was kann ich aus dieser Situation lernen?
  • Welche Wachstumsmöglichkeit steht hinter dieser Erfahrung?

Angenommen, die Liebe Deines Lebens hat Dich verlassen. Dann ist die Erfahrung nicht, dass Du ein Leben lang seelisches Leid erfahren musst, sondern, dass Du lernst, alleine vollständig zu sein und erkennst, dass Du mit allem verbunden bist. Wenn Du in Dir vollständig geworden bist, dann wird es Dir bei der nächsten Trennung auch nicht mehr den Boden unter den Füßen wegziehen.

 

Angenommen, Du bist vergewaltigt worden. Was könnte für eine Erfahrung dahinter stehen, die Dich wachsen lässt? Vielleicht ist hier die Erfahrung, dass Du erkennst, dass Du so viel mehr als Dein Körper bist? Dass Du Dich nicht nur mit Deinem Körper identifizierst, sondern, dass Dein Körper nur die Hülle ist, um Dir eine menschliche Erfahrung zu ermöglichen. Dass in Dir etwas viel Größeres ist, dass zur Entfaltung strebt. Vielleicht könnte die Erfahrung dahinter sein, dass Du genau das, was in Dir ist, die Göttlichkeit, diese unendliche Liebe entfaltest?

 

Was könnte die Erfahrung sein, wenn Dir Gewalt angetan wurde? Vielleicht ist die Erfahrung dahinter, dass Du lernst, Grenzen zu setzen, dass Du Dich wehrst und einen Willen in Dir entwickelst?

 

Ich weiß, es ist wahnsinnig schwer in diesen Momenten einen tieferen Sinn zu erkennen. Aber meiner Meinung nach, geht es im Leben genau darum und dadurch diese alten Geschichten, die uns Leiden lassen und uns ein Leben lang beeinflussen können, ein für alle mal loszulassen und somit sich in der Gegenwart und der Zukunft ein Leben der Erfüllung und Freude zu erschaffen.

 

Denn der Schmerz, in dem wir leben, hat meistens nichts mit der Gegenwart und der Zukunft zu tun. Das Leid, in dem wir stecken, hat häufig etwas mit der Vergangenheit zu tun. Deshalb braucht es einen neuen Blick auf die Vergangenheit. Wenn Du die Vergangenheit losgelassen und transformiert hast, steht Dir für eine glückliche und erfüllte Zukunft, nichts mehr im Weg. 

Die Erfahrung hinter Einsamkeit

Die Erfahrung hinter Einsamkeit könnte sein, damit Du die Verbindung zu Dir selbst wieder aufnehmen sollst. Denn, nur im Alleinsein können wir die Verbindung zu uns selbst wirklich finden. Meiner Meinung nach haben wir gerade in den letzten Jahren, hauptsächlich auch durch die neuen Medien, Internet, Handy und permanenten Ablenkungen von außen diese tiefe Verbindung zu uns selbst und somit auch zu den anderen Menschen sehr verloren. Dies ist ein schrecklicher Rückschritt in der Entwicklung. Vielleicht hat uns deshalb das Corona-Virus in die Isolation geschickt? (Das soll jetzt keine Verschwörungstheorie sein. Aber möglich wäre es, oder?)

 

Das Gefühl der Einsamkeit ist nicht da, weil Du isoliert und nicht unter Menschen bist. Das Gefühl der Einsamkeit entsteht in Dir, wenn Du die Verbindung zu Dir selbst verloren und Dich innerlich von Dir selbst getrennt hast. Wenn Du die bewusste Verbindung zu Dir selbst, zu Deinem Sein, Deinem Körper, Deinen Sinnen, Deinen Gefühlen und zu Deinem Inneren wieder aufgenommen hast, dann wirst Du Dich auch nicht mehr einsam fühlen. Die Aufgabe hinter Einsamkeit ist meiner Meinung nach, die Verbindung zu sich selbst wieder aufzunehmen und über die Verbindung zu sich selbst, auch wieder in eine tiefe Verbindung zu den anderen Menschen kommen zu können.

 

Im Leben geht es darum, zu erkennen, dass es eine Trennung zwischen uns und allen anderen in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt. Wir empfinden uns nur als getrennt, weil wir von unserem Bewusstsein her "denken" getrennt zu sein. Es geht darum, durch den Zustand der Erleuchtung in die Verbindung zu allem was ist, zu kommen. Dieser Zustand ist immer da. Er ist jetzt schon da, aber wir haben noch nicht das Bewusstsein diesen Zustand zu empfinden. Deshalb fühlen wir uns getrennt. Wenn uns das auf allen Ebenen bewusst wird, werden wir uns nie wieder einsam fühlen.

 

Nun wünsche ich Dir noch einen wunderschönen Tag, Abend oder eine gute Nacht, je nachdem in welcher Zeit Du auch immer Dich gerade befindest. 

Die Liebe in mir, grüßt die Liebe in Dir!

Deine Andrea

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